Star Trek Beyond

Titel: Star Trek Beyond
Originaltitel: Star Trek Beyond
Regie: Justin Lin
Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban

Die Crew der „USS Enterprise“ befindet sich mitten in ihrer 5-Jahres-Mission, auf welcher sie fremde Welten erforschen und im Namen der Sternenflotte agieren soll. Kapitän James T. Kirk (Chris Pine) leidet unter Ermüdungserscheinungen und fragt sich, wo eigentlich sein Platz im Universum ist. Während er also überlegt, seinen Posten an den ersten Offizier Spock (Zachary Quinto) abzugeben, spielt dieser mit dem Gedanken, als Botschafter nach Neu-Vulkan zu gehen. Auf einer gigantischen Raumstation erbittet unterdessen eine Kapitänin die Hilfe der „Enterprise“: Schiff und Crew der Fremden gingen angeblich in einem Weltraumnebel verloren. Kirk befehligt die Rettungsmission, doch die „Enterprise“ wird vom fremdartigen Raumschiff des mysteriöse Krall (Idris Elba) angegriffen. Die Crew strandet schließlich auf einem fremden Planeten und muss dort schnell ums Überleben kämpfen.

Mit „Star Trek“ sorgte J.J. Abrams 2009 für eine Wiederbelebung des „Star Trek“-Franchises. Seine beiden Filme waren zwar keine wirkliche Science-Fiction, doch er produzierte unterhaltsame Action-Abenteuer im Weltraum, in denen eine recht gute Balance zwischen Krawall und Charakteren herrschte. Da die Filme erfolgreich ein breiteres Publikum ansprachen, konnte die „Enterprise“ im Kino mit weiteren Abenteuern rechnen. Allerdings verließ Abrams zugunsten von „Star Wars“ den Regie-Stuhl und Justin Lin sprang ein. Da schaltete meine imaginäre Brücke gleich mal auf Alarmstufe Rot. Die Gefahr, dass „Star Trek“ nun endgültig too fast und too furious werden könnte, erschien mir groß.

Dabei beginnt „Star Trek Beyond“ überraschend ruhig. Wir sehen einen nachdenklichen Kirk mit Selbstzweifeln, wodurch Chris Pine eine dezent andere Seite ausspielen kann. Das ist einerseits angenehm, andererseits aber auch etwas aufgesetzt, da ein Typ Mitte 30 anscheinend nicht einfach mal „nur“ Kapitän eines Raumschiffs sein kann – gerade, nachdem es in den letzten beiden Filmen ja genau darum ging, diese Position einzunehmen. Mit dem Überfall von Film-Bösewicht Krall nimmt der Film dann an Fahrt auf. Dabei nimmt die Action glücklicherweise niemals Brechreiz auslösende Exzesse à la „Man of Steel“ an. Dennoch muss ich sagen, dass mir das Tempo dann doch zu hoch ist und es sich keine bedrohliche Dramaturgie entwickeln kann. Die emotionale Fallhöhe ist also nicht hoch genug, weswegen an und für sich schlimme Ereignisse lediglich an der Oberfläche berühren. Und weil wir gerade bei der Action sind: Der Film spielt angenehmerweise zur Abwechslung mal nicht auf der Erde. Dennoch wird für den Showdown eine stadtähnliche Location gewählt, damit mal wieder recht viel kaputt gehen und an die Terrorismus-Ängste des Zuschauers angeknüpft werden kann. Da hätte ich gerne mal etwas anderes gesehen.

Überzeugend war für mich aber das Zusammenspiel der Charaktere, was dann auch zu dem Punkt führt, der „Star Trek Beyond“ positiv von den meisten anderen Action-Blockbustern abhebt: Es gibt sympathische Figuren. Teilweise liegt das am Einsatz der Schauspieler, zu einem anderen – und womöglich größeren – Teil am Nostalgie-Faktor. Hervorheben möchte ich Karl Urban in der Rolle von Schiffsarzt Leonard „Pille“ McCoy, der schon immer mein Liebling in der Crew war. Seine gemeinsamen Szenen mit Spock-Darsteller Zachary Quinto sorgen für die lustigsten Sprüche des Films. Aber auch Sofia Boutella als exotische Kriegerin Jaylah wird mir im Gedächtnis bleiben. Kostüm und Maske lieferten hierbei eine tolle Arbeit ab. Idris Elba als Gegenspieler Krall ist dagegen eher ein Schwachpunkt des Films. Dass man den Schauspieler unter der reptilienhaften Maskierung kaum erkennt, ist dabei nicht mal so entscheidend. Ungünstiger ist vielmehr, dass Kralls Motivation viel zu spät gelüftet und dann auch nicht ausreichend thematisiert wird. Dabei würde hier im Kern ein Thema stecken, welches möglicherweise mehr für „Star Trek“ steht, als es Abrams‘ Filme tun. Aber anstatt einer intellektuellen Ausarbeitung dieses Themas wird der Fokus ganz klar auf Action und Zerstörung gelegt, sodass der eigentliche Grund der Story bestenfalls als Randnotiz wahrgenommen wird.

Den Soundtrack zum liefert Michael Giacchino, der hier wie gewöhnlich einen guten Job macht. Ich mag seine Theme-Melodie, die bereits in den Vorgängern zu hören war, sehr gerne. Neue Elemente im Soundtrack sind mir allerdings nicht aufgefallen, wobei das auch einfach mit dem rasanten Tempo des Films zusammenhängen kann. Musik ist allgemein ein wichtiges Thema in „Star Trek Beyond“ und wird auch handlungsrelevant eingesetzt. Ich muss für mich noch entscheiden, ob ich die entsprechenden Stellen nun cool oder peinlich finden soll. Allerdings bin ich sehr erleichtert, dass Rihannas Song „Sledgehammer“ nicht im Film eingearbeitet wurde.

Fazit: „Star Trek Beyond“ ist nicht so schlimm geworden, wie ich es nach den Trailern befürchtet habe. Intellektuell lässt sich nicht viel mit ihm anfangen und auch emotional hat er mich an nicht allzu vielen Stellen angesprochen, doch unterhaltungstechnisch befindet er sich überraschenderweise auf einem ähnlichen Niveau wie die „Star Trek“-Filme von Abrams. So gebe ich dem Streifen, der übrigens den verstorbenen Schauspielern Anton Yelchin und Leonard Nimoy gewidmet ist, gute 7 von 10 Popcornguys.

R.I.P Leonard Nimoy

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Ein langes, edles Gesicht, pechschwarze Haare, spitze Ohren, geschwungene Augenbrauen, ein hochgewachsener Körper und eine blaue Uniform – so hat sich Mister Spock in das kollektive Gedächtnis gebrannt. Selbst jene, die „Star Trek“ hassen, haben vom intelligenten Vulkanier gehört, der seine Philosophie auf kühler Logik baut und die Geduld seines sozialen Umfelds dabei häufig strapaziert. Spock ist eine Ikone, er ist Kult. Unvergessen sind seine Diskussionen mit Kirk, unvergleichlich seine Streitereien mit Pille und urkomisch seine Gleichgültigkeit gegenüber den kurzen Röcken von Uhura. Und in seinem Schatten stehen andere moderne Film- und Fernsehgestalten – ich denke beispielsweise nur an Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“ oder Benedict Cumberbatchs Sherlock. Nun ist der Mann, der Spock spielte – nein, der Spock war – von uns gegangen. Leonard Nimoy verstarb im Alter von 83 Jahren an den Folgen seiner Lungenerkrankung. Die Nachricht traf mich hart. Ich bin möglicherweise nicht der größte Trekkie, aber ich bin ein großer Liebhaber der original Enterprise-Crew, welche ohne Spock so nicht funktioniert hätte. Nimoy prägte nicht nur den Charakter, er verstand das Universum, in welchem sie lebte. Seine Kreativität ging so weit, dass er auch als Regisseur tätig war und unter anderem den unvergleichlichen „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ inszeniert hat. Ein Film, der auch vorsichtige Neulinge des Franchises sehr unterhalten dürfte.

Mir bleibt zum Schluss nur, dem unvergleichlichen Leonard Nimoy die verdiente Ruhe zu wünschen und ein paar der unzähligen Zitate des Vulkaniers zu listen.. Wir werden Sie vermissen, Mister Spock!

Ich bin Vulkanier. Ich habe kein Ego, das man kränken könnte.

Ich war es und werde es immer sein, ihr Freund. Leben Sie lange und in Frieden.

Wollen Sie sich das nicht doch aus dem Kopf schlagen?
Ich sehe keinen Grund zur Selbstverstümmelung.

Wenn wir unsere Karten richtig ausspielen, erfahren wir vielleicht, wann die Wale freigelassen werden.
Wie kann Kartenspielen dabei helfen?

Logik ist der Anfang aller Weisheit, nicht das Ende.

Ich bin überrascht, Sie zu sehen und angenehm berührt.
Ich danke Ihnen für Ihren Gefühlsausbruch.

Soll das ein Witz sein?
Ein Witz ist eine Geschichte mit einem humoristischen Höhepunkt.

Es liegt mir fern, den Teufel an die Wand zu malen.
Ich sehe keinen Grund dafür, die Wände der Enterprise mit Bildnissen aus der irdischen Religionsmythologie zu zieren.

Ohne Kreativität gibt es keine Entwicklung.

„Star Trek“ – Die Filme I bis VI

Spätestens seit dem Reboot von J.J. Abrams ist „Star Trek“ wieder in aller Munde. Den neuen Filmen gelang es, sowohl neue Fans anzusprechen, als auch einen Teil der alten Trekkies am Ball zu halten. Dies erforderte natürlich eine Anpassung an das Mainstream-Publikum, welche meiner Meinung nach allerdings geschickt gelöst wurde. Dennoch sollte man die ursprünglichen Filme nicht vergessen, da sie Charaktere wie Kirk, Spock, Pille und Scotty erst zu Kultfiguren werden ließen. Die Popcornguys wünschen euch nun viel Spaß bei einem kleinen Ausflug in die Vergangenheit von „Star Trek“! Aber vorsichtig, es könnte nostalgisch werden.

Star Trek: Der Film

Regie: Robert Wise
Musik: Jerry Goldsmith
Erscheinungsjahr: 1979

Eine gigantische Energiewolke unbekannter Zusammensetzung treibt durch das All auf die Erde zu und hinterlässt dabei eine Spur der Zerstörung. Eine Kommunikation mit der mysteriösen Bedrohung scheitert. Die Föderation beschließt, die „Enterprise“ auf einen wenig aussichtsreichen Abfangkurs zu schicken. Admiral James Kirk (William Shatner), der frühere Kapitän des Schiffs, lässt sich für diese Mission das Kommando geben und löst damit den jüngeren Will Decker (Stephen Collins) ab. Trotz seiner Erfahrung hat Kirk kurz darauf erste Probleme mit der frisch restaurierten Technik der „Enterprise“ – und dabei nähert sich die zerstörerische Energiewolke immer weiter der Erde an.

Der erste Ausflug der „Enterprise“ auf die große Kinoleinwand gilt gleichzeitig als einer der schlechteren Filme der Reihe. Doch viele Kritikpunkte hängen vermutlich mit den heutigen Sehgewohnheiten zusammen. Während Science-Fiction heute als Synonym für schnelle Action und Explosionen gilt, fährt „Star Trek: Der Film“ mit ausufernd langen Kamerafahrten und Einstellungen auf. Ein wenig Geduld ist also schon nötig, wenn gefühlt jeder Zentimeter der Außenhülle der „Enterprise“ erkundet wird. Aber andererseits ist diese Art des Filmens geradezu erfrischend, wenn man sich die häufig gehetzt wirkenden Schnittfassungen moderner Blockbuster vor Augen führt. Auch die Tatsache, dass es in „Star Trek: Der Film“ keine Bedrohung durch eine Einzelperson gibt, sondern eine schwer greifbare Macht gefasst werden muss, halte ich für einen positiven Punkt. Weniger gut wirkt sich dagegen die irgendwie zwar nötige, aber dennoch störende Ernsthaftigkeit im Grundton des Films aus. Der Humor ist auf ein Minimum reduziert, was die allseits beliebte Dynamik zwischen den kultigen Figuren stellenweise recht ins Stocken bringt. Dennoch ist die Auflösung gelungen und am Ende steht ein doch passabler Film: 6 von 10 Popcornguys!

Star Trek II: Der Zorn des Khan

Regie: Nicholas Meyer
Musik: James Horner
Erscheinungsjahr: 1982

Die Föderation unterstützt das sogenannte Genesis-Projekt, durch welches es möglich werden soll, karge Monde oder Planeten innerhalb kürzester Zeit bewohnbar zu machen. Angesichts galaktischer Überbevölkerung und Ressourcenknappheit wäre ein Gelingen äußerst praktisch. Allerdings könnte das Genesis-Projekt in den falschen Händen zu einer gefährlichen Waffe werden. Auf der Suche nach einem geeigneten Testplaneten entdecken Föderationsmitglieder den verschollenen Khan (Ricardo Montalbán), einen alten Erzfeind Kirks. Dieser möchte sich des Genesis-Projekts bemächtigen, doch in erster Linie Rache an dem Mann üben, der ihn einst ins Exil schickte.

Unter der Regie von Nicholas Meyer entstand der wichtigste und vermutlich auch beste Film der Reihe. Die Inszenierung ist im Vergleich zum Vorgänger um einiges flotter und unterhaltsamer. Militärische Einflüsse sind stärker zu spüren, allerdings bleiben philosophische oder wissenschaftliche Themen dennoch nicht auf der Strecke. Die Charaktere agieren gut aufeinander abgestimmt und können dieses Mal eine Menge Witz und Charisma versprühen. Dreh- und Angelpunkt bleibt aber natürlich der Bösewicht des Films. Ricardo Montalbán fasziniert in der Rolle des Khan und kann spielend an seinen ersten Auftritt in der früheren Fernsehserie anknüpfen. Die ausgewogene Mischung aus Intelligenz, Überheblichkeit und literarischer Bildung macht für mich diesen Gegenspieler aus. Khan liebt insbesondere Herman Melvilles Roman „Moby Dick“, aus welchem er gerne in leicht veränderter Form zitiert: „Ich werde ihn jagen um die Monde von Nibia, durch den Antares-Mahlstrom und durch die Flammen der ewigen Verdammnis, bevor ich ihn aufgebe!“ Viel mehr lässt sich zu diesem großartigen Film eigentlich nicht sagen: 9 von 10 Popcornguys!

Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock

Regie: Leonard Nimoy
Musik: James Horner
Erscheinungsjahr: 1984

Der Kampf gegen Khan fordert seinen Preis: Spock (Leonard Nimoy) gibt sein Leben, um Schiff und Crew zu retten. Sein Körper wird auf dem neu entstandenen Planeten Genesis zur letzten Ruhe gelegt, während die „Enterprise“ zur Erde zurückkehrt. Dort erfährt Kirk, dass der Geist Spocks weiterlebt – und zwar im Körper von Schiffsarzt Leonard „Pille“ McCoy (DeForest Kelley). Ein altes vulkanisches Ritual könnte dabei helfen, die Seele des Verstorbenen in den richtigen Körper zurück zu führen. Kirk widersetzt sich den Anweisungen der Raumflotte, kapert sein eigenes Schiff und steuert den Planeten Genesis an. Dort findet die Crew heraus, dass Spocks Tod wohl doch nicht so endgültig war, wie gedacht – und außerdem bekommt es die „Enterprise“ mit den Klingonen zu tun, die Interesse am Genesis-Projekt zeigen.

Erstmals übernimmt Spock-Darsteller Leonard Nimoy die Regie und knüpft mit dem dritten Teil der Reihe nahtlos an „Der Zorn des Khan“ an. Die Erzählweise bleibt unterhaltsam und flott, wenn auch nicht so ausgeklügelt und überragend wie im Vorgänger. Auch die klingonischen Gegenspieler reichen nicht an einen Khan heran, sind aber dennoch einprägsam und markant inszeniert. Eine Verbesserung der Tricktechnik fällt ebenfalls auf, was angesichts des Erscheinungsjahres aber nicht verwunderlich sein dürfte. Insgesamt kann ich bei dem Film nicht besonders viel kritisieren, aber auch nicht besonders viel positiv erwähnen. Es gibt 7 von 10 Popcornguys!

Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

Regie: Leonard Nimoy
Musik: Leonard Rosenman
Erscheinungsjahr: 1986

Eine mysteriöse Sonde steuert die Erde an und sendet dabei ein verstörendes Signal, welches die gesamten irdischen Energiesysteme lahm legt und die Meere verdampfen lässt. Die Crew um Admiral Kirk, die nach der Zerstörung der „Enterprise“ einen klingonischen Kreuzer bemannt, ist die letzte Hoffnung für die Erde. Spock entschlüsselt das Signal der Sonde als Walgesang und spekuliert darauf, dass eine Antwort der Meeressäuger die Sonde zum Rückzug bringen könnte. Allerdings sind sämtliche Wale im 23. Jahrhundert ausgerottet, was der Crew nur eine Möglichkeit lässt: Sie wagen einen Zeitsprung, um aus der Vergangenheit Buckelwale zu holen.

Ich liebe diesen Film! Er ist der mit Abstand unterhaltsamste und witzigste der Reihe. Nahezu jeder Charakter erhält hier die Chance auf einen unvergesslichen Moment: James Kirk findet sogar in der Vergangenheit eine Frau, mit der er flirten kann. Spock bringt mit seinem Vulkanier-Griff einen nervigen Punk zum Schweigen. McCoy beschreibt Chemotherapie und Dialyse als steinzeitlich. Scotty (James Doohan) hat Probleme, einen Computer des 20. Jahrhunderts zu bedienen. Und der Russe Chekov (Walter Koenig) erkundigt sich auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges bei einem amerikanischen Polizisten nach atomgetriebenen Kriegsschiffen. Kein Star-Trek-Film zuvor hatte dermaßen viel Humor zu bieten – und dennoch bleibt das Thema des Umweltschutzes subtil präsent. „Zurück in die Gegenwart“ ist auch für Nicht-Trekkies bestens geeignet, um einen vergnüglichen Abend zu verbringen. Es gibt verdiente 9 von 10 Popcornguys!

Star Trek V: Am Rande des Universums

Regie: William Shatner
Musik: Jerry Goldsmith
Erscheinungsjahr: 1989

Kirk und seine Crew befinden sich gerade auf einem Landurlaub, als Spocks Halbbruder Sybock (Laurence Luckinbill) einige Abgeordnete der Föderation in seine Gewalt bringt. Er provoziet damit das Erscheinen der „Enterprise“ und es gelingt ihm auch, das Schiff in seine Gewalt zu bringen. Sein charismatisches Auftreten und die hypnotische Fähigkeit, andere Personen mit derem tiefsten Schmerz zu konfrontieren, haben ihm viele Anhänger verschafft. Sein Ziel ist es, mit der „Enterprise“ ins Zentrum des Universums vorzudringen und dort das zu finden, was in vielen Kulturen als Gott bezeichnet wird.

Während die drei vorherigen Teile eine Art inoffizielle Trilogie bilden, steht Shatners Regieausflug für sich – und das ist auch gut so. Denn nach reiflicher Überlegung komme ich zum Entschluss, dass dies der schlechteste Film der Reihe ist. Die Story mag ein paar gute Ansätze haben, doch in ihrer Gesamtheit wirkt sie geradezu lächerlich und hanebüchen. Gegenspieler Sybock mag von der grundsätzlichen Ideologie her interessant wirken, doch auch er rückt den Plot in kein stimmiges Licht. Glücklicherweise stützt sich Shatner bei seiner Inszenierung hin und wieder ganz auf die Charaktere und erschafft zumindest ein paar Szenen zum wohligen Schmunzeln – beispielsweise den Lagerfeuergesang von Kirk, Spock und McCoy. Dennoch kann ich für diesen Film nicht mehr als 5 von 10 Popcornguys springen lassen.

Star Trek VI: Das unentdeckte Land

Regie: Nicholas Meyer
Musik: Cliff Eidelmann
Erscheinungsjahr: 1991

Die Explosion des Mondes Praxis führt dazu, dass die Hauptenergiequelle des klingonischen Imperiums zerstört wird. Die Klingonen sind nun zu Friedensverhandlungen mit der Föderation gezwungen, wenn sie ihre Rasse erhalten wollen. Kirk, der dem alten Feind den Mord an seinem Sohn nicht verzeihen kann, bleibt skeptisch. Allerdings wird ihm und der Crew der „Enterprise“ die Aufgabe übertragen, den klingonischen Kanzler sicher zu den Verhandlungen auf der Erde zu geleiten. Nach einem ersten Aufeinandertreffen geschieht etwas Unfassbares: Allem Anschein nach eröffnet die „Enterprise“ das Feuer auf das Schiff des Kanzlers. Anschließend werden zwei Mitglieder der Sternenflotte hinüber gebeamt, wo sie den klingonischen Kanzler töten. Kirk steht unter Mordverdacht und wird zusammen mit Schiffsarzt McCoy zur Gefängnisstrafe auf Rura Penthe verurteilt. Während die Friedensverhandlungen nun mehr als gefährdet sind, versucht Spock mit Hilfe der restlichen Crew die wahren Geschehnisse hinter diesem Attentat aufzudecken.

Für den letzten Kinofilm der Original-Crew kehrt Nicholas Meyer in den Regiestuhl zurück und bringt die Reihe überaus gekonnt zu Ende. Es gelingt ihm, die Situation des Kalten Krieges auf das Star-Trek-Universum zu übertragen und damit auch Kirks schwieriges Verhältnis zu den Klingonen aufzuarbeiten. Als Antagonist dient in erster Linie der klingonische General Chang (Christopher Plummer), der einen faszinierenden Hang zu Shakespeare-Zitaten aufweist und dem Film eine gewisse Klasse verleiht. Der Grundton ist in erster Linie also ernst und düster und man merkt, dass die politische Zukunft auf dem Spiel steht. Dennoch ist genug Raum für Witz und Ironie. Und das optimistische Ende lässt sich als eine Verneigung vor der Grundintention des Star-Trek-Erschaffers Gene Roddenberry interpretieren. Dafür gibt es stolze 8 von 10 Popcornguys!

Zum Schluss dieses Beitrags soll der bekannte Vulkanier-Gruß an alle Leser unseres Blogs gerichtet werden: Lebe lang und in Frieden.