Auslöschung

Titel: Auslöschung
Originaltitel: Annihilation
Regie: Alex Garland
Drehbuch: Alex Garland
Musik: Ben Salisbury, Geoff Barrow
Darsteller: Natalie Portman, Oscar Isaac, Jennifer Jason Leigh

Ein Himmelskörper trifft die Erde und erzeugt ein schimmerndes, elektromagnetisches Feld, welches sich immer weiter ausbreitet. Die US-Regierung versucht, das Phänomen so lange wie möglich geheim zu halten. Gleichzeitig werden Expeditionsteams in die sogenannte Area X geschickt, um die eigenartige Erscheinung zu untersuchen. Allerdings kehrte bisher keines von diesen Teams zurück. Die Biologin Lena (Natalie Portman) betritt nun zusammen mit einer Psychologin, einer Physikerin, einer Geomorphologin und einer Sanitäterin die schimmernde Blase und sieht sich darin mit außergewöhnlichen Naturprozessen konfrontiert. Allerdings hat die Wissenschaftlerin auch einen persönlichen Antrieb: Ihr Mann Kane (Oscar Isaac), der als Soldat in einer Spezialeinheit diente, ging vor einem Jahr in die Area X.

Zu den stärksten Vertretern des Science-Fiction-Genres der letzten Jahre zählen Filme wie „Her“, „Ex Machina“, „Arrival“ und „Blade Runner 2049“. Zwar kann „Auslöschung“ diesen nicht ganz das Wasser reichen, ist aber dennoch gute und intelligente Sci-Fi-Kost mit ein paar äußerst unbequemen Horror-Elementen. Das klingt nun nach einem vorgezogenen Fazit. Nun, das ist es auch. Dies hängt aber damit zusammen, dass ich am Ende dieser Kritik über die Veröffentlichung von „Auslöschung“ sprechen möchte. Und die wirft im Grunde noch interessantere Fragen auf als der eigentliche Inhalt des Films. Es könnte sich also lohnen, bis zum Ende zu lesen.

Aber zunächst mal zum Inhalt. Es gelingt „Auslöschung“, das Interesse des Zuschauers im Grunde immer aufrecht zu erhalten. Recht schnell wird – eingebettet in eine bizarre, teilweise schöne, aber größtenteils beklemmende Atmosphäre – ein gewisses Mysterium aufgebaut und man möchte einfach wissen, was es mit diesem schimmernden Feld und den Prozessen, die darin geschehen, auf sich hat. Hier und dort mag es etwas zähere Minuten oder Passagen geben, aber der Spannung tut dies keinen größeren Abbruch. Zusammen mit den Protagonisten dringt man tiefer und tiefer in das Geheimnis vor und muss dabei auch die ein oder andere eklige oder geradezu verstörende Szene durchleben. Das hat mir gut gefallen – und da stört es auch nicht groß, dass mancher Spezialeffekt vielleicht nicht ganz so überzeugend wirkt. Mehrmals saß ich angespannt vor meinem Fernseher und gerade das Ende hat ein Mindfuck-Potential, welches schon herausfordernd sein kann. Aber es ist möglich, sich einen Reim auf das Ganze zu machen. Und es schadet ja nicht, von einem Film gefordert zu werden, möchte man meinen – aber dazu später mehr.

Die Schauspieler sind hochkarätig und machen durchweg einen guten Job. Wenn man Natalie Portman sieht, denkt man vielleicht nicht unbedingt an eine Biologie-Professorin, aber ich halte sie für eine gute Darstellerin und sie stemmt die Hauptrolle überaus ordentlich. Ihr stehen mit Tessa Thompson, Jennifer Jason Leigh und einigen anderen weitere Frauen zur Seite, die ihr Fach verstehen. Und hier zeigt sich ein interessanter Punkt: Es sind ausschließlich Wissenschaftlerinnen (und eine Sanitäterin), die das Expeditionsteam bilden. Anfangs dachte ich mir noch, dass mir der Film sicherlich irgendwann einen Grund dafür liefern wird. Doch das war nicht wirklich der Fall. Stattdessen geht der Film mit der Zusammensetzung seiner Protagonisten ganz natürlich um und hat es auch nicht nötig, plump mit dem Finger drauf zu zeigen, dass das nun allesamt Frauen sind. Dafür macht er eine andere Sache richtig, er stattet seine Charaktere nämlich mit genügend Fleisch und Hintergrund aus, das man als Zuschauer doch ausreichend mitfühlen kann. Man hat also einfach funktionierende Filmfiguren, die im Marketing nicht als emanzipatorische Rettung des Kinos (ich erinnere mich mit Schaudern an „Ghostbusters“) herhalten müssen. Das empfand ich als angenehm. Oscar Isaac möchte ich aber dennoch lobend erwähnen, auch wenn er definitiv ein Mann ist.

Leider veranlasst mich der Film jetzt nicht im allergrößten Maße dazu, mir über existenzielle Fragen den Kopf zu zerbrechen. Dafür hat mir irgendetwas gefehlt. Zum Schluss möchte ich mich aber der recht denkwürdigen Veröffentlichungspolitik von „Auslöschung“ widmen. Eigentlich sollte er ursprünglich einen ganz normalen, internationalen Kinostart bekommen. Allerdings gab es Streitigkeiten zwischen zwei beteiligten Produzenten. Der eine empfand den Film als zu intellektuell und kompliziert für ein breites Kinopublikum. Da muss ich nun doch etwas stutzen. Heißt das nun, dass ich zu blöd bin, weil der Film mich nicht komplett überzeugt hat? Oder ist es eher so, dass dem breiten Kinopublikum inzwischen nur noch sehr wenig zugetraut wird? Ein anderer Produzent des Films hat sich jedenfalls am Ende durchgesetzt und Regisseur Alex Garland konnte den Film in seinem Sinne abschließen. Dies führte zu einer eingeschränkten Kinoveröffentlichung. Auf die große Leinwand schafft es der Film nur in den USA, Kanada und China. Alle restlichen Länder, also auch wir, müssen sich „Auslöschung“ über Netflix ansehen. Was soll das nun bedeuten? Geht man tatsächlich davon aus, dass das amerikanische Publikum (der Argumentation des skeptischen Produzenten folgend) intelligenter ist als jenes in Europa? Daran hätte ich aber einige Zweifel. Fest steht für mich folgendes: Wenn man einen Film wie „Auslöschung“, der ordentliche Charaktere, eine spannende Geschichte und einen gewissen Anspruch vorzuweisen hat, nicht mehr auf ein breites Publikum loslassen kann, steht es wirklich schlecht um Zukunft und Qualität des großen Kinos. Doch das Traurige ist wohl, dass ich dem ersten Produzenten zähneknirschend Recht geben muss: Ja, „Auslöschung“ hätte es auch in Europa schwer gehabt, sein Publikum zu finden. Da muss man sich ja nur an „Blade Runner 2049“ erinnern, der in den deutschen Kinocharts 2017 irgendwo nach dem 30. Platz auftaucht.

Aber da ich weiß, dass viele Leute Netflix haben, verknüpfe ich meine Empfehlung mit einem Appell: Schaut euch „Auslöschung“ an. Der Film ist meiner Meinung nach kein Meisterwerk, ja vielleicht nicht mal sehr gut, aber er ist gut und ich halte es für wichtig, das mit einer entsprechenden Zuschauerzahl zu verdeutlichen. Es gibt von mir 8 von 10 Popcornguys!

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Serien Special: Dirk Gentlys holistische Detektei

Originaltitel: Dirk Gently’s Holistic Detective Agency
Autor: Max Landis
Produktion: Wow! Max He Really Did It!!!, AMC
Darsteller: Samuel Barnett, Elijah Wood, Hannah Marks, Jade Eshete

Der erfolglose, depressive Todd (Elijah Wood) hat einen richtig miesen Tag: Der Hotelpage entdeckt im Penthoue mehrere grausig zugerichtete Leichen, gerät ins Zielvisier der Polizei, verliert seinen Job und wird in seiner Wohnung auch noch von dem seltsamen britischen Detektiv Dirk Gently (Samuel Barnett) überrascht, der ihn in ein rasantes Abenteuer voller bizarrer Vorkommnisse verwickelt. Bald schon zweifelt er nicht nur an seinem Verstand, sondern auch an der Welt, in die er plötzlich eingetaucht ist. 

Ziemlich unscheinbar tauchte auf Netflix plötzlich diese Serie auf Netflix auf, die zuvor ihre Premerie auf BBC America gefeiert hatte. Mit Elijah Wood besetzt, erregte die Fantasy/Krimi/Comedy/Drama-Serie schnell meine Aufmerksamkeit. Ein Umstand, dem ich einige Episoden großartiger Unterhaltung verdanke. Die von Max Landis (Chronicle, American Ultra) ins Rollen gebrachte Produktion beruht auf einen Roman von Douglas Adams, der diesen als „Geister-Horror-Wer-ist-der-Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos“ bezeichnete. Diese Beschreibung passt auch gut zur Serie, die mit allerlei Überraschungen um die Ecke kommt, und somit unmöglich in eine Schublade gesteckt werden kann. Die wirre Story um den Möchtegern-Detektiv Dirk Gently, seinem Assistenten wider Willen Todd, und die vielen völlig verrückten Begegnungen mag zwar zuerst etwas unübersichtlich wirken, scheut sich aber nicht, interessante Mysterien aufzuwerfen, ohne künstliche Erklärungen abzuliefern. Zudem führt dann letztlich doch irgendwie alles zusammen, denn die Worte „Everything is connected“ hört man in dieser Serie mehr als nur einmal. Ich persönlich mag es ja, wenn ich als Zuschauer auch mal gefordert bin, eigene Interpretationen zu erstellen.

Die große Stärke sind hier allerdings ganz klar die Charaktere. Dirk Gently, ein britischer Detektiv mit einem nie enden wollendem Redeschwall, der offensichtlich mehr weiß und mehr ist, als er vorzugeben scheint, hält die Geschichte gut zusammen, die wahre Größe ist allerdings Todd Brotzman, der wie der Zuschauer völlig überfordert von einer bizarren Situation in die nächste stolpert. Fügen wir hier noch seine Schwester Amanda, die mit einer schwerwiegenden Psychose kämpft, die toughe Farah, die nach einer entführten Person sucht, die Assassine Bart, die sich auf einem vom Schicksal bestimmten Killing-Spree befindet, den Gegenspieler Gordon, dessen Stimme sich unnachahmlich nach Mr. Plinkett von RedLetterMedia anhört, an, dann nenne ich hier nur einen Bruchteil aller interessanten Charaktere, die sich hier über die Mattscheibe tummeln und für einen witzigen, emotionalen, spannenden und rätselhaften Moment nach dem anderen sorgen.

Sicher vermag diese Serie nicht jeden zu fesseln, aber ich hatte viel Freude dabei, eine Geschichte mit kreativen Ideen, toller Inszenierung und nicht wenig Blut zu verfolgen. Ich kann nur hoffen, dass die acht Episoden umfassende erste Staffel bald eine Fortsetzung erhält. Auf jeden Fall einen Blick wert!

Serien-Special: Misfits

Originaltitel: Misfits
Produktion: Clerkenwell Films
Genre: Drama, Comedy, Science-Fiction
Darsteller: Iwan Rheon, Robert Sheehan, Lauren Socha, Nathan Stewart-Jarrett, Antonia Thomas

TRAILER

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus fünf straffällig gewordenen Jugendlichen ist zum Ableisten gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Als sie in ein seltsames Unwetter geraten und scheinbar vom Blitz getroffen werden, stellt sich ihre Welt auf den Kopf: Nach und nach entdecken sie übernatürliche Kräfte an sich. Mit der Zeit lernen sie nicht nur, mit ihren Kräften umzugehen, sondern müssen auch feststellen, dass sie nicht die einzigen sind, die seit dem Sturm über besondere Fähigkeiten verfügen.

Eins gleich vorneweg: Verdammt, diese Serie ist der Hammer! Ich darf mich überglücklich schätzen, dieses erstklassige Werk entdeckt zu haben – aber fangen wir von vorn an:
Diese Gruppe Jugendlicher setzt sich aus ganz verschiedenen Charakteren zusammen, eins aber haben sie gemeinsam – irgendwie passen sie nicht in die Gesellschaft. Durch auffälliges, illegales Verhalten dazu verurteilt, der gehassten Gesellschaft einen Dienst zu erweisen, raufen sich die ungleichen Straftäter zusammen, um gemeinsam ihre Arbeit abzusitzen. Als sie aufgrund ihrer Kräfte immer wieder in ernsthafte Schwierigkeiten geraten – nicht zuletzt weil ihr ganzes Umfeld nach und nach verrückt spielt – rotten sich die ungewöhnlichen Superhelden zusammen, um gemeinsam gegen den Rest der Welt zu kämpfen. Dies bietet schon die Grundlage für eine ausgezeichnete Geschichte. Kommen dann noch geniales Storytelling, wohlüberlegter Einsatz von Kamerawinkeln und Unschärfefiltern, mitreißender Soundtrack (meist bestehend aus Britpop/-rock) und bunte, wie äußerst gut gespielte Charaktere hinzu, haben wir eine der besten Serien der letzten Jahre vor uns. Widmen wir uns den Charakteren:

Nathan Young ist der Quatschkopf der Gruppe. Politisch unkorrekt, vollkommen schamlos und pervers lässt er keine Gelegenheit verstreichen, Mädels anzugraben, sich gegen Autoritäten aufzulehnen und seine Mitmenschen mit dämlichen Sprüchen zu nerven. Vor allem die Tatsache, dass er zu Beginn der Serie anscheinend der einzige ist, der keine besondere Kraft bekommen hat, drückt seine besondere Rolle in der Gruppe aus. Was den komödiantischen Anteil der Serie angeht, ist Nathan das Herzstück.

Kelly Bailey, die Frau mit dem schlimmsten Akzent, den ich je gehört habe. Mit furchtbaren Kleidungsstil, übertrieben geschminkt und mit deftigen Wortschatz scheint sie, gerade durch ihren Akzent, direkt der Zigeuner-Wohnwagensiedlung aus Snatch entsprungen. Die oftmals hart und direkt wirkende Kelly beweist aber immer wieder Mitgefühl und Treue.

Simon Bellamy ist introvertiert, schüchtern und unter seiner undurchsichtigen Schale offensichtlich ein seltsamer Kauz. Vor allem Nathan scheint es auf den zarten Simon abgesehen haben, der mit Mobbing durch Idioten wie Nathan allerdings recht gut umgehen kann. Gerade im Umgang mit Frauen stellt sich Simon so herrlich steif an, das man jede Sekunde mitfiebert, seine holprigen Versuche würden glücken.

Die hübsche aber oftmals zickige Alisha Daniels flirtet gern und nutzt ihre Schönheit, Männer zu ihren Vorteil auszunutzen. Bald aber offenbart sich unter der oberflächlichen Hülle einer Tussi ein vielseitiger Charakter, dessen interessante Entwicklung man gerne verfolgt.

Curtis Donovan war ein junger Mann mit Zukunft: Als erfolgreicher Sportler setzte er seine Karriere mit Drogen in den Sand, und endete so beim Müllsammeln für die Gesellschaft. In dieser Gruppe ist er wohl der ehrlichste, was seiner Bereitschaft, im Notfall für seine Freunde zu handeln, aber nicht einschränkt.

Was macht „Misfits“ für mich so besonders? Iwan Rheon, der in der dritten Staffel von Game of Thrones einen sehr guten Auftritt als Folterknecht hinlegt, stellt für mich eindeutig meinen Lieblingscharakter in Misfits: Der schüchterne Simon, einfach grandios gespielt. Dennoch stehen ihm seine Kollegen in nichts nach, und so unterhalten die bunten Charaktere nicht nur in Vielseitigkeit, sondern passen sich auch perfekt an die Story um Probleme Jugendlicher an. Mit einer guten Prise Humor, ein paar Gramm glaubwürdigem Drama und einem wohltuenden Nachgeschmack an Science-Fiction zaubert Misfits ein Mahl auf den Teller, das mit interessant erzählter Charakterentwicklung und gut platzierten Cliffhangern derartigen Heißhunger erzeugt, dass man am liebsten alles auf einmal hinunterschlingen möchte.

Erwähnenswert wäre noch, dass diese Stammbesetzung nur in den ersten drei Staffeln zu sehen ist, und die Serie mit einem Neustart in der vierten Staffel ziemlich an Popularität eingebüßt hat. Die Staffeln 1-3 sind auf DVD und blu-ray zu erwerben, können aber auch kostenlos und legal auf myvideo.de (in deutsch und englisch – vor allem wegen Kellys Akzent sei der Originalton angeraten) angesehen werden.

Meine Serienentdeckung des Jahres erhält von mir volle Punktzahl – bäm!

10 von 10

Serien-Special: Spaced

Titel: Spaced
Produzenten: Jessica Hynes, Simon Pegg
Genre: Sitcom
Darsteller: Jessica Hynes, Simon Pegg, Nick Frost, Mark Heap

Daisy Steiner und Tim Bisley lernen sich zufällig bei ihrer nahezu erfolglosen Wohnungssuche kennen. Der Comiczeichner und die Autorin finden schließlich ein Angebot, dass jedoch ausschließlich an Paare gerichtet ist. Somit täuschen die beiden eine langjährige Beziehung vor, um die Wohnung zu kriegen. Als ihr Plan aufgeht, sehen sie sich in ihrem neuen Haus allerdings in äußerst skuriler Gesellschaft, und so wird die Aufgabe, ihre Tarnung aufrecht zu erhalten, nur noch schwieriger.

Ich persönlich wurde das erste Mal auf Spaced aufmerksam, als in einer Endseqzenz einer Folge „Cougar Town“ eine mit Fingerpistolen ausgetragene Schießerei stattfindet, und der „sterbende“ Travis Cobb (Dan Byrd) murmelt: „I love Spaced“ (diese Hommage bezieht sich übrigens auf diese Szene). Nun, irgendetwas kultiges musste wohl dran sein an dieser britschen Serie, und so griff ich nach weiterer Informationssuche zu. Spaced gilt in vielen Breitengraden als ein Geheimtipp, was Sitcoms anbelangt. Dabei greift die Miniserie nicht unbedingt auf typisch britischen Humor zurück, sondern bezieht seine Witze in unendlich vielen Hommagen an Film, Comic, Videospiel und Musikwelt. Das dürfte wohl auch der Grund für die Beliebtheit von Spaced sein – keine Folge vergeht, ohne dass gelungene Anspielungen auf einen großen Kult über den Bildschirm flimmern. Dabei sind es nicht nur Poster und T-Shirt-Motive, die auf große Werke hindeuten, sondern auch Dialoge und Handlungen, die ganz Bewusst ein Denkmal setzen.

Widmen wir uns den Charakteren:
Tim Bisley (Simon Pegg) ist Comiczeichner und arbeitet nebenher in einem Comicbuchladen. Nach einer langjährigen Beziehung, die immer wieder ihre Nachwehen zeigt, zieht er mit Daisy in eine Wohnung, wo er hauptsächlich zeichnet, Playstation spielt oder mit seinem besten Freund Mike auf wahnwitzige Touren geht.

Daisy Steiner (Jessica Hynes) ist eine fröhliche, stets optimistische Autorin, die, wenn sie ihre Gegenüber nicht in Grund und Boden redet, ihre Nase stets in verschiedene Magazine und Bücher steckt, um „Inspiration zu sammeln“. Darüber hinaus ist sie sehr gewandt darin, Arbeit aufzuschieben und sich vergnüglicheren Dingen zu widmen.

Mike Watt (Nick Frost) ist Tims bester Freund und absoluter Waffennarr. Er wurde Jahre zuvor von der Territorial Army ausgeschlossen, nachdem er einen Panzer gestohlen und versucht hatte, Paris einzunehmen. Stets in Army-Kleidung gehüllt und immer bereit für gefährliche Missionen, erweist er sich doch als treuer und freundlicher Zeitgenosse.

Brian Topp (Mark Heap) ist ein psychopathischer Künstler, der im Erdgeschoss des Hauses wohnt. Mit experimentellen Methoden zeichnet er, wobei er sich hauptsächlich auf Motive der Angst, Wut, Hass und Aggression bezieht. Vollkommen verwirrt und seltsam durch das Haus wandelnd, freundet er sich bald mit Tim und Daisy an.

Marsha Klein (Julia Deakin) ist die Besitzerin des Hauses. Vor allem vor ihr müssen Daisy und Tim ihre Beziehung vorgaukeln, wobei die Vermieterin ohnehin stets von ihrem massiven Weingenuss benebelt scheint. Darüber hinaus streitet sie sich oft mit ihrer Tochter und setzt sich nach jedem Streit in Tims und Daisys Wohnung, um stundenlang von ihren Problemen zu berichten.

Twist Morgan (Katy Carmichael) ist die beste Freundin von Daisy und nach eigener Aussage „in der Modebranche“ tätig, wobei sie in Wirklichkeit in einer Wäscherei arbeitet. Die immer adrett gekleidete, sehr auf ihr Äußeres bedachte junge Frau lässt es sich nicht nehmen, offen über ihre Mitmenschen zu urteilen, wobei sie selbst nicht wenige Macken offenbart.

Eine bunte Gesellschaft, die allein schon mit ihren vielschichtigen Charakteren glänzen kann. Auch wenn sich die Episoden jeweils einzelnen Themen widmen, lässt sich doch über die Folgen hinweg ein gängiges Sitcom-Gefüge erkennen, welches Simon Pegg in der Serie (so oder so ähnlich) zum Punkt bringt: „The family of the 21st Century doesn´t consists of relatives, but of friends“. Auch wenn die Freundes-Familie hier nicht im Mittelpunkt steht, bringt Spaced doch ein Motiv rüber, das ich an Sitcoms sehr schätze.
Die eigentliche Stärke liegt aber eindeutig im Nerdtum. Viele Zeitgenossen mögen „The Big Bang Theory“ als die Nerdserie schlechthin bezeichnen. Da ich nie richtig warm geworden bin mit TBBT, habe ich in Spaced eine Alternative gefunden, die mit ihren subtilen Anspielungen nicht nur breites Grinsen, sondern auch schallendes Gelächter ausgelöst hat.
Mit zwei Staffeln zu je 7 Episoden ist Spaced wahrlich kein langwieriger Spaß. Bleibt nur zu hoffen, dass die angedeuteten Pläne, noch eine dritte Staffel zu drehen oder zumindest eine große, abschließende Episode, sich noch bewahrheiten. Fakt ist jedoch: Für Liebhaber von Sci-Fi, Comics und Filmen allgemein ist Spaced eine wahre Schatztruhe an netten Anspielungen, die garantiert Spaß machen. In der Komplettbox gibt es neben den englischen Untertiteln übrigens ein Hommage-O-Meter, welches einen Verweis auf alle direkten und indirekten Anspielungen liefert – in vielen Fällen äußerst hilfreich.

Ich vergebe 9 von 10 Popcornguys für diesen Nerd-Spaß!

Serien-Special: Torchwood (Staffel 1)

Titel: Torchwood
Produktion: BBC
Darsteller: John Barrowman, Eve Myles, Burn Gorman, Naoko Mori, Gareth David-Lloyy

Hier der Trailer

Gwen Cooper führt ein normales Dasein als Streifenpolizistin in Cardiff, als sie beim Abriegeln eines Tatorts einer dieser Spezialeinheiten trifft: Torchwood. Sie beobachtet heimlich das Treiben der Agenten und wird Zeugin der Wiederbelebung eines Toten. So wird sie in die mysteriösen Ermittlungen der Spezialeinheit gezogen, und erhält schließlich die Möglichkeit, selbst Teil dieser Einheit zu werden. Fortan untersucht sie Tatorte unerklärlicher Verbrechen und Technologien, die nicht von dieser Welt stammen.

Beim ersten, flüchtigen Blick klingt Torchwood wie ein Remake von Akte X, doch wirkt die Serie bei weitem nicht so ernst. Torchwood ist ein Ableger von „Dr. Who“ – in diesem Universum verhaftet sind die Fälle also durchaus bunt und humorvoll, auch wenn nicht an Härte und Blut gespart wird. Fans von Dr. Who kennen die einen oder anderen Charaktere – nicht zuletzt, da beide Serien und die Geschichte ihrer Charaktere stark miteinander verwoben sind. Gehen wir kurz auf die Figuren ein:

Gwen Cooper ist anfangs Polizistin, doch mit ausreichend Neugier und Starrsinn keine unauffällige Ordnungshüterin. Als Torchwood-Agentin muss sie gegenüber ihren Kollegen zwar viel Fachwissen nachholen, besticht aber durch Mut und Einsatzbereitschaft.

Captain Jack Harkness ist der stets etwas altmodisch gekleidete, ernste Leiter der Torchwood-Einheit. Nicht selten taucht er in Dr. Who auf, wo seine besondere Figur keine unwichtige Rolle einnimmt. Obwohl er innerhalb der Einheit ein sehr kollegiales Verhalten zu Tage bringt, wissen seine Agenten wenig über ihren geheimnisvollen Chef.

Dr. Owen Harper
ist zwar hauptsächlich für die Untersuchung Ausserirdischer zuständig, beteiligt sich aber auch mehr als tatkräftig an Ausseneineinsätzen. Ein leichtes Machogehabe und zynische Kommentare lassen ihn vorerst wie einen recht oberflächlichen Charakter wirken, offenbaren aber bald eine tiefgehende Persönlichkeit.

Toshiko Sato ist die Computerspezialistin der Gruppe. Mit ihrem Fachwissen leistet sie einen erheblichen Teil der Arbeit der Spezialeinheit.

Ianto Jones ist ein Verwaltungsangestellter in der Zentrale von Torchwood. Er übernimmt einfache Aufgaben, erweist sich jedoch als überaus fähig, das Team in gefährlichen Situationen zu unterstützen.

Nun, sicherlich ist die Verwebung von „Torchwood“ und „Dr. Who“ für Fans beider Serien überaus interessant. Ich muss zugeben, dass ich „Dr. Who“ nur wenige Folgen lang verfolgt habe. So ganz konnte mich das ganze nicht fesseln. Mit „Torchwood“ geht es mir nun ähnlich, doch spricht mich die m.E. mehr vorhandene Ernsthaftigkeit eher an als „Dr. Who“, welches mir ein bisschen zu abgedreht und bunt erschien.
Gut, die einen oder anderen Dinge stören mich durchaus, wie so manche Animation, auf die man hätte verzichten können, das überaus coole Auftreten der Agenten gegenüber normalen Polizisten, und das teils fahrlässige Herumstolpern an Tatorten, welches mich Fragen lässt, warum sich die Torchwoodagenten noch nicht gegenseitig erschossen haben.

Über diese Dinge hinwegzusehen fällt aber nicht schwer, und so bietet Torchwood angenehme Unterhaltung. Zwar versucht man hie und da, starke Charakterentwicklung zu betreiben, aber so ganz gelingt es leider nicht. Trotzdem gucke ich die Serie trotz mancher Schwächen gern, und gebe eine Empfehlung an Freunde düsteren Sci-Fi-Stoffes weiter!

Btw: Ich gucke die Serie im Originalton, über die deutsche Synchro kam mir bisher aber noch nichts abwertendes zu Ohren!

7 von 10 Popcornguys!

Invasion

Titel: Invasion
Regisseur: Oliver Hirschbiegel
Musik: John Ottman
Darsteller: Nicole Kidman, Daniel Craig

Hier der Trailer

Eine gewaltige Explosion zerreißt den Himmel zwischen Dallas und Washington D.C. Die Trümmer des zerborstenen Spaceshuttles Patriot regnen auf die USA herab. Die Behörden bekommen die Katastrophe zwar sofort unter Kontrolle, doch bald tauchen Gerüchte auf, dass an den Wrackteilen eine merkwürdige Substanz klebt: Sie hat die extreme Kälte des Weltraums ebenso überstanden wie die glühende Hitze beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und wer mit ihr in Berührung kommt, ist nicht mehr derselbe. Die Psychaterin Caroll Bennell (Nicole Kidman) und ihr Kollege Ben (Daniel Craig) kommen einer extraterrestrischen Epidimie auf die Spur: Sporen unbekannter Herkunft verändern die Menschen, während sie schlafen. Die Infizierten verlieren jedes menschliche Gefühl, ohne sich dabei äußerlich zu verändern. Carols verschwundener Sohn könnte der Schlüssel zur Rettung sein.

„Invasion“ war an den Kinokassen alles andere als erfolgreich. Von Kritikern förmlich zerrissen konnte dem Streifen von anfang an wenig Chancen zugerechnet werden. Warum das so ist, kann ich persönlich nicht recht beurteilen. Meines Erachtens lieferte uns der deutsche Regisseur Hirschbiegel nämlich einen Actionthriller, der sich sehen lassen kann. Nicht nur die Action stimmt, auch die nötige Prise Horror ist hier vorhanden. Da ich momentan wieder einmal in meinem Zombie-Hype (The Walking Dead!!) bin, fällt es mir nicht schwer einen Vergleich zur Zombieapokalypse zu ziehen. Die letzten „Überlebenden“, sprich die normal gebliebenen, müssen um jeden Preis verhindern, einzuschlafen. Um zu überleben, müssen sie sich so unauffällig wie möglich durch die willenlos gewordene Masse bewegen. Freunde und Familie sind Teil der emotionslosen Gestalten geworden – niemandem ist mehr zu vertrauen. Beklemmung pur, die der Film wirklich gut spüren lässt. Gleichzeitig wird uns eine gute Alternative zum üblichen Ausserirdischen-Einheitsbrei serviert. Der Feind tritt auf in Form einer unauffälligen, klebrigen Masse. Keine schleimigen Aliens hocken in ihren Schiffen, polieren ihre Laserwaffen und schmieden Pläne, das Universum zu erobern. Gleich einer Infektion verbreitet sich diese unheimliche Substanz unter den Menschen, welche sich nach und nach selber zum Feind werden. Dies ist nämlich die große Gefahr: Wer sich nicht anpasst wird gnadenlos infiziert – es gibt kein Entkommen.

Der Horror scheint kein Ende zu nehmen: Carol muss mitansehen, wie nach und nach jeder aus ihrem Bekanntenkreis dem Virus zum Opfer fällt. Dennoch tut sie, was jede verzweifelte Mutter tut – sie kämpft weiter, um ihren Sohn zu retten.
In diesem Sci-Fi-Thriller stimmt fast alles, und besonders der Schluss lässt uns mit einer erschütternden Frage sitzen, welcher aus dem Inhalt des Films nicht nur exzellente Unterhaltung macht, sondern wesentliche Probleme menschlichen Zusammenlebens thematisiert.

9 von 10 Punkten!

Serien-Special: Firefly

Eigentlich wollte ich mit meinem Bericht über „Firefly – Aufbruch der Serenity“ warten, bis ich die komplette Serie durch hab. Da sie aus lediglich 14 Episoden besteht, würde das nicht lange dauern. Jetzt habe ich allerdings die Hälfte der Folgen gesichtet und mich entschieden, meinen Bericht jetzt anzufertigen. Beginnen wir mit einer groben Umschreibung:

500 Jahre in der Zukunft existiert eine völlig andere Welt. Die Menschen haben sich auf der Suche nach Rohstoffen in ein anderes Planetensystem begeben. Dort kontrolliert die totalitäre Regierung der Allianz vor allem die inneren Planeten, während auf den zahlreichen äußeren Monden des Systems Kriminelle, Weltraumpiraten und die gefürchteten Reaver ihr Unwesen treiben. Die Passagiere des Raumschiffs Serenity nehmen auf ihrer abenteuerlichen Reise jeden Job, legal oder illegal an, um die Tanks voll und Essen auf den Tisch zu haben. Als die Crew jedoch einen Passagier an Bord nimmt, welcher von der Allianz gesucht wird, gestaltet sich die Reise bald sehr viel komplizierter.

Nun, erstmal klingt das wie eine mehr oder minder gewöhnliche Science-Fiction-Serie. Im Vergleich zu Serien aus dem Star Trek-Universum fallen jedoch einige prägnante Unterschiede auf. Zum einen wird die Welt ausschließlich von Menschen bevölkert – kein ausserirdisches Leben vorhanden. Zum anderen schweben hier (von den Raumschiffen der Allianz abgesehen) keine hochtechnologischen Wunderwerke der Technik herum. Vielmehr wirkt die Serenity (welche allerdings der älteren Firefly-Klasse angehört) sehr mechianisch. Grundsätzlich scheinen die äußeren Planeten in ihrer technischen Entwicklung eher rückständig zu sein, denn nicht selten wird auf alte Handwerkstechniken und tierische Arbeitskraft zurückgegriffen. Dies spiegelt sich auch in Kleidung und Waffen wider: Keine figurbetonten Nylonstrampler, keine Laserpistolen, sondern gewöhnliche Kleidung und Anzüge, sowie an Revolvern orientierte Schusswaffen. Man kann sich schon denken, in welche Richtung dies läuft: Bei Firefly handelt es sich um Science-Fiction-Western. So seltsam das erstmal klingt, umso besser schafft es die Serie, mit Atmosphäre und Soundtrack diesen Hintergrund zu erzeugen. Sowohl Elemente des Wilden Westens, als auch Elemente fernöstlicher Kultur spielen immer wieder ins Gesamtbild, was sich auch in der Sprache widerspiegelt: Besondern beim Einsatz von Kraftausdrücken wechseln die Protagonisten oftmals in chinesische.

Was mich zudem sehr beeindruckt, ist die Vielfalt der Charaktere. Deshalb eine kurze Zusammenfassung der Crew und ihrer Passagiere:
Malcom Reynolds ist der Kapitän der Serenity. Er hat vor einigen Jahren in einem Unabhängigkeitskrieg gegen die Allianz gekämpft. Nach der vernichtenden Niederlage führt er ein halblegales Leben auf seinem Schiff. Er ist im Grunde ein gutherziger Kerl, der für seine Mannschaft alles tut. Ebenso oft beweist er aber auch notwendige Härte.
Zoe Washburne hat mit Reynolds im Krieg gekämpft. Sie ist seine Stellvertreterin und eine zuverlässige, loyale Kämpferin.
Hoban „Wash“ Washburne ist der Pilot und Ehemann von Zoe. Er beteiligt sich selten an Außeneinsätzen und demnach an den Aufträgen der Crew selbst. Dafür kann er die Serenity aus jeder brenzligen Situation heraus steuern.
Jayne Cobb ist ein Söldner. Körperlich kräftig und geschult im Umgang mit Waffen ist er ein unverzichtbarer Kämpfer. Seine Gier nach Geld macht ihn aber auch wenig loyal.
Kaylee Frye ist die stets gut gelaunte, optimistische Schiffsmechianikerin. Ihr technisches Können rettet die Mannschaft der Serenity aus vielen gefährlichen Situationen.

Desweiteren noch dauerhafte Passagiere:
Inara Serra ist eine Companion – eine sozial sehr hoch gestellte Edelprostituierte. Sie hat ein Shuttle der Serenity dauerhaft gemietet, was ihr Arbeitsfeld erweitert und im Ausgleich die Landeerlaubnis der Serenity auf allen Monden gewährt.
River Tam ist ein hochbegabtes Mädchen, welches in einer Akademie der Allianz Opfer von Tests und Eingriffen wurde. Aufgrund dessen ist sie in einem psychisch labilen Zustand, beweist aber imm wieder ihre besonderen Fähigkeiten. Von ihrem Bruder befreit befindet sie sich nun auf der Flucht.
Dr. Simon Tam ist ein junger, begabter Arzt, der seine Schwester aus den Fängen der Allianz befreit hat. Er bietet seine Dienste als Arzt an, um sich im Gegenzug auf der Serenity verstecken zu dürfen.
Shepherd Book ist ein christlicher Priester, welcher seine Abtei verlassen hat, um auf Missionsreise zu gehen. Eher zufällig landet er auf der Serenity, wo er sich zwar wenig nützlich machen kann, jedoch in vielen Entscheidungen einen moralischen Schwerpunkt setzt. Mit dem Kapitän, welcher sich nach vielen Enttäuschungen der Vergangenheit vom Glauben abgewandt hat, kommt es deshalb immer wieder zu kleinen Sticheleien („Darf ich sie an den barmherzigen Samariter erinnern?“ – „Lieber nicht..“).

Man kann sich schon vorstellen, dass diese bunte Mischung eine gute Grundlage für eine interessante Charakterentwicklung darstellt. Auch wenn die Figuren meines Erachtens nicht bis ins kleinste ausgearbeitet werden, und oftmals kleine Lücken hinterlassen werden, kommt es dennoch zu spannenden Beziehungen zwischen den Charakteren, welche die Serie bereichern.

Nun darf ich langsam zum Abschluss kommen: Wer sich für einen skurrilen Genre-Mix begeistern kann, solide Serien-Schauspielarbeit schätzt und spannende Geschichten mag, ist mit Firefly sicherlich zufrieden. Da die einzelnen Folgen für sich stehen, kann der gesamte Spannungsbogen nicht so fesseln wie z.B. in einer Serie wie Lost. Dennoch hänge ich inzwischen an dieser Serie, und finde es jetzt schon Schade, dass ich die Hälfte schon hinter mir habe.
Anmerken lässt sich noch, dass gewisse Ereignisse innerhalb der Folgen mir recht schnell schnell abgehandelt vorkommen. In anderen Serien würden solche Ereignisse ewig dahingezogen werden, um die Spannung zu steigern. Obwohl das in vielerlei Hinsicht ein Vorteil zu sein scheint, passiert mir manches oft zu schnell. Schade!

Nichtsdestotrotz ist Firefly eine wirklich gute Serie, die sich mit insgesamt ca. 10 Stunden nicht ewig hinzieht, und sich komplett für einen schlappen Preis von etwa 15 Euro äußerst preisgünstig erwerben lässt.
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EDIT:
Nun habe ich die 14te Episode gesehen. Schade! Es ist wahrlich eine Schande, dass diese tolle Serie nach nur so wenig Folgen eingestellt wurde. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, hat offensichtlich wirtschaftliche Beweggründe gegenüber einer wirklich packenden Serie vorgezogen. Mit jeder Folge ist mir die Crew der Serenity mehr und mehr ans Herz gewachsen. Von mir gibts für dieses Meisterwerk an Science-Fiction die höchste zu erringende Punktzahl!