Kinoauftakt 2017

PASSENGERS

Begonnen hat mein Kinojahr mit der Sci-Fi-Romanze „Passengers“. Auf dem Raumschiff „Avalon“, welches sich auf einer 120 Jahre dauernden Reise zur Kolonie Homestead II auf einem weit entfernten Planeten befindet, erwacht Passagier Jim Preston (Chris Pratt) viel zu früh aus dem Kälteschlaf. Eigentlich sollte der Maschinenbauingenieur erst kurz vor der Ankunft zu sich kommen, um sich dann auf sein neues Leben vorzubereiten. Aber da Homestead II noch etwa 90 Jahre entfernt ist und Preston nicht wirklich etwas an seiner verzwickten Situation ändern kann, muss er sich mit dem Gedanken anfreunden, die Kolonie niemals zu sehen. Anfangs ist er allein auf dem Raumschiff, abgesehen vom Roboterbarkeeper Arthur (Michael Sheen). Doch dann gesellt sich eine weitere Passagierin, die frühzeitig aufgewacht ist, zu ihm: Die Journalistin Aurora, dargestellt von Jennifer Lawrence. Zwischen den beiden entwickelt sich allmählich eine Liebschaft, die jedoch von verschiedenen äußeren Umständen und auch inneren Konflikten bedroht wird.

„Passengers“ kam bei vielen Kritikern nicht besonders gut an. So ganz kann ich das nicht verstehen, denn über weite Strecken fühlte ich mich vom Film, an dessen Optik nichts auszusetzen ist, ordentlich unterhalten. Bedenken hatte ich anfangs beim Cast: Chris Pratt erschien mir zu lustig und zu attraktiv, als dass ich ihn in einem – augenscheinlich – seriösen Sci-Fi-Film ernst nehmen könnte. Und genau wie er läuft auch die omnipräsente Jennifer Lawrence Gefahr, eher als Promi denn als Schauspielerin wahrgenommen zu werden. Doch gerade Chris Pratt hat mich im ersten Drittel des Films überzeugt. Hier habe ich ihm den verzweifelten Einsamen abgenommen, wobei es auch geholfen hat, dass er mit ungepflegtem Bart und verfilzten Haaren ganz schön heruntergekommen ausgesehen hat. Auch Lawrence hat nicht groß gestört, wenn man mal von ihren hysterischen Anfällen absieht, die mich langsam aber sicher etwas nerven. Darüberhinaus kommt „Passengers“ mit einer ethischen Fragestellung daher, die man so im Trailer nicht erahnen kann – die aber meiner Meinung nach das Interessanteste im ganzen Film darstellt. Leider wird jenes Thema nicht zur Gänze ausgearbeitet, beziehungsweise bleibt „Passengers“ in vielerlei Hinsicht eher oberflächlich. Er manövriert sich zwar passabel durch verschiedene Genre-Stimmungen (von Science-Fiction über Drama und Komödie bis hin zum kurzen Psycho-Thriller ist so gut wie alles dabei) und hält den Zuschauer gut bei der Stange, aber am Ende ist „Passengers“ nichts Halbes und nichts Ganzes. Allerdings reicht es gut und gerne für 7 von 10 Popcornguys!

HELL OR HIGH WATER

David Mackenzie ist der Regisseur des Neo-Westerns „Hell or High Water“, dessen Drehbuch aus der Feder von Taylor Sheridan („Sicario“) stammt. Der Film spielt in Texas und handelt von den zwei Brüdern Tanner und Toby Howard (Ben Foster und Chris Pine), deren hochverschuldeter Besitz von einer Bank zwangsversteigert werden soll. Die beiden beginnen also, mehrere Filialen eben dieser Bank auszurauben. Dabei werden sie vom kurz vor der Rente stehenden Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges) und dessen indianisch-mexikanischen Partner Alberto Parker (Gil Birmingham) verfolgt.

Auf „Hell or High Water“ wurde ich recht spontan aufmerksam, doch um den Kinobesuch bin ich sehr froh. Er erzählt eine in allen Bereichen gut überzeugende Geschichte, angefangen bei den Charakteren bis hin zum tristen und eigentümlich schönen Texas-Look. Mark Foster spielt den hitzköpfigen und unberechenbaren Bruder, was man ihm problemlos abnimmt. Chris Pine ist inmitten des restlichen Casts eigentlich viel zu attraktiv, doch mit Hilfe seines Barts und einer guten Performance kämpft er erfolgreich gegen dieses Problem an. Besonders unterhaltsam waren aber die Szenen zwischen Jeff Bridges und Gil Birmingham. Die beiden Ranger ziehen sich gegenseitig auf, wobei von Seiten Jeff Bridges auch nicht mit rassistischen Bemerkungen gegeizt wird. Trotzdem vermitteln die beiden auf der Leinwand, dass ihre beiden Figuren im Grunde durch Respekt und Freundschaft verbunden sind. An den entscheidenden Stellen fährt der Film mit der nötigen Härte auf und am Ende wird die Geschichte rund und stimmungsvoll zu Ende erzählt. „Hell or High Water“ erhält demnach von mir starke 8 von 10 Popcornguys und ist im noch jungen Kinojahr 2017 mein bisheriges Highlight.

LA LA LAND

Damien Chazelle (der Regisseur des großartigen „Whiplash“) bringt uns das Filmmusical „La La Land“ ins Kino. Es geht darin um den ehrgeizigen Jazzpianisten Sebastian (Ryan Gosling) und die aufstrebende Schauspielerin Mia (Emma Stone), die sich in Los Angeles über den Weg laufen und sich eigentlich anfangs gar nicht riechen können. Allerdings entwickelt sich zwischen den beiden allmählich eine schöne Romanze, die in fantastischen Bildern eingefangen und mit ergreifend-mitreißender Musik unterlegt wird. Allerdings stellt das, was Mia und Sebastian zusammengebracht hat – nämlich die Kunst an sich – ihre Beziehung auch auf die Probe.

„La La Land“ wurde derart gefeiert, dass ich unheimlich neugierig auf den Film war und Probleme hatte, meine Erwartungen niedrig zu halten. Die Tatsache, dass es sich um ein Filmmusical handelt, hat mich dabei jedoch nichts ins Kino gelockt. Eigentlich mag ich Musicals nicht besonders. Mir hat es sich noch nicht so wirklich erschlossen, dass eine Geschichte über Gesang und Tanz besser erzählt werden kann, als auf herkömmliche Art und Weise. Genau genommen empfinde ich viele Musicals als unnötig aufgeblasen und überdramatisiert. An „La La Land“ haben mich im Vorfeld also eher der Regisseur und die beiden Hauptdarsteller interessiert – und von Stone und Gosling wurde ich auch nicht enttäuscht. Ich mag beide sehr und empfand die Chemie zwischen den beiden als stimmig. Um die Songs – die zugegebenermaßen grandios inszeniert waren – kam ich natürlich nicht herum, wobei ich sagen muss, dass die eigentlichen Musical-Szenen eher rar sind. Herkömmliche Dialog-Szenen überwiegen und ich glaube, dass man die Geschichte letztendlich auch nicht als Musical hätte erzählen müssen. Allerdings kann ich den Reiz, den Musik und Tanz in „La La Land“ ausmachen, schon auch verstehen und will da nicht zu sehr meckern. Lieber würde ich noch eine bestimmte Fragestellung erwähnen, die meiner Meinung nach den Antrieb für die Handlung des Films darstellet: Muss man als Künstler seine Vorstellungen von der eigenen perfekten Kunst zu Gunsten des Geschmacks der breiten Masse opfern, um davon leben zu können? Die Figuren von Gosling und Stone haben zu dieser Frage verschiedene Meinungen, wodurch Reibereien enstehen, die für mich interessant waren und mich auch ein wenig zum Nachdenken anregten. Hinzu kommt das wunderbar verschachtelte Ende, welches auf fast schon fiese Art und Weise mit den Erwartungen des Zuschauers spielt. Alles in allem ist „La La Land“ also nicht so herausragend wie „Whiplash“, aber 8 von 10 Popcornguys sind absolut verdient.

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Her

Titel: Her (Originaltitel: Her)
Regie: Spike Jonze
Musik: Arcade Fire
Darsteller: Joaquin Phoenix, Scarlett Johansson, Amy Adams

Im Jahre 2025: Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) schreibt Liebesbriefe für Menschen, die ihren Partnern gegenüber nur schwer ihre Gefühle ausdrücken können. Doch während Theodore in der Arbeit höchst emotionale Texte verfasst, hat die Liebe sein Privatleben verlassen. Er steht kurz vor der Scheidung von seiner Frau Catherine (Rooney Mara), von der er seit Längerem getrennt lebt, und fristet ein einsames und introvertiertes Dasein. Selbst den Kontakt zu seiner besten Freundin Amy (Amy Adams) hält er nur halbherzig aufrecht. Theodores Leben ändert sich schlagartig, als er sich ein neuartiges Operating System für seinen Rechner zulegt. Die künstliche Intelligenz spricht mit einer Frauenstimme zu ihm und stellt sich als Samantha (Scarlett Johansson) vor. Anfangs ist sie nur dafür gedacht, Theodore bei der Bewältigung organisatorischer Aufgaben zu helfen. Doch die Gespräche mit Samantha werden tiefgründiger, offener und intimer, bis die beiden schließlich erkennen, dass sie mehr verbindet. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung, die vor ebenso ungewöhnlichen Herausforderungen steht.

Grotesk, witzig, traurig, ergreifend, nachdenklich, kreativ, anspruchsvoll – all diese Worte treffen auf „Her“ zu. Der Film fordert von seinem Zuschauer, sich auf eine absolut ungewöhnliche Liebesgeschichte einzulassen. Jeder muss für sich entscheiden, ob er das kann, ich jedoch habe es für meine Begriffe getan und versuche nun, meine Eindrücke zu sortieren.

Beginnen möchte ich mit dem Fokus auf das Drehbuch, welches wohlverdient die diesjährige Oscar-Trophäe gewonnen hat. Spike Jonze kreierte eine in ihrer Grundstruktur äußerst klassische Liebesgeschichte, weswegen man nun keine krassen Sprünge ins Science-Fiction-Genre erwarten sollte. Die Romanze zwischen Theodore und Samantha bildet das Herz des Films und läuft nach bekanntem Schema ab: Zwei Personen finden sich, fühlen sich zueinander hingezogen, sind glücklich, bemerken erste Probleme, suchen nach Lösungen und kommen auf irgendeine Weise zu einem Ende. Dieses Muster ist nichts Neues, höchst innovativ ist dagegen der Rahmen der Geschichte. Und genau hier erlaubt es der Film, über gewisse Themen ins Grübeln zu kommen: Das Verhältnis des Menschen zur Technik, Vereinsamung trotz moderner Kommunikationsmöglichkeiten und die Definition von Liebe und Menschsein. Doch das Drehbuch von „Her“ drängt sich dabei nicht auf, vielmehr wird es dem Zuschauer selbst überlassen, in welche Richtung er seine Gedanken treiben lässt. Und selbst wenn man diese anspruchsvollen Fragen außer Acht lassen möchte, kann man sich dennoch an puren Emotionen, großartiger Komik, grandiosen Dialogen und sympathischen Charakteren erfreuen.

Somit komme ich zu den Schauspielern, die allesamt außergewöhnliche Darbietungen vorzuzeigen haben. Joaquin Phoenix – den meisten wohl noch als psychisch labiler Kaiser in „Gladiator“ bekannt – trägt als Hauptfigur den Film und beweist Klasse und Vielfältigkeit. Amy Adams ist in einer kleineren Rolle zu sehen und gibt die graue Maus, was ihr gut liegt und äußerst sympathisch gelingt. Mit Rooney Mara und Olivia Wilde wird insbesondere männliche Kinobesucher etwas fürs Auge geboten. Besonders betonen möchte ich allerdings die Leistung von Scarlett Johansson. Sie spielt Samantha und kann daher nur mit ihrer Stimme dem Operating System Charakter verleihen. Mimik und Gestik beraubt mag dies zunächst eine schwierige Einschränkung für einen Schauspieler sein. Allerdings gelingt es Scarlett Johansson nur über ihre Stimme, ein absolut klares Bild dieser künstlichen Intelligenz entstehen zu lassen, was ihre Figur tatsächlich greifbar macht. Unter diesem Aspekt werde ich mich bei Gelegenheit dem O-Ton des Films widmen.

Die Musik des Films stammt von der kanadischen Indie-Rockband Arcade Fire und untermalt den Film mit sphärischen Klängen. Der Soundtrack spiegelt und steuert die Emotionen des Zuschauers, ist zumeist ruhig und verträumt, bisweilen aber auch bodenlos traurig oder höchst euphorisch. Arcade Fire zeigen demnach auch auf diesem Gebiet, dass sie zu den momentan wichtigsten Musikern überhaupt gehören. Das Setting des Films ist äußerst schön gelungen und vermittelt klar, aber unaufdringlich die Gewissheit, dass diese Geschichte in der Zukunft spielt. Neben der interessanten Raumgestaltung sticht besonders die Mode des Films ins Auge. So scheinen Schnauzbärte und endlos hochgezogene Hosen im Jahre 2025 der letzte Schrei zu sein.

Fazit: „Her“ ist eine wunderschöne Filmperle – auf der einen Seite so klein, still und in sich rund, auf der anderen aber so wahnsinnig groß. Dieser Film mag vielleicht unter dem Radar von vielen laufen, braucht sich aber nicht in den Schatten irgendeines anderen diesjährigen Filmes stellen. Eher im Gegenteil: 9 von 10 Popcornguys.

Serien-Special: Cougar Town (Staffel 1)

Titel: Cougar Town
Produktion: Bill Lawrence
Darsteller: Courtney Cox, Christa Miller, Busy Phillipps, Dan Byrd

Hier ein Trailer

Jules Cobb, eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, findet sich – kurz nach ihrer Scheidung – plötzlich in einem trostlosen Leben wieder. Sie fühlt sich plötzlich alt und völlig unfähig, neue Bekanntschaften zu machen. Ihr umfangreicher Job und ihre wohlwollende Sorge um ihren 18-jährigen Sohn Travis reichen nicht aus, um ihre Einsamkeit zu stillen. Ihre junge Kollegin Laurie versucht ihr zu helfen, sich wieder auf (kurze) Beziehungen einzulassen. Ihr wahres Glück aber findet sie in ihrem Kreis aus Nachbarn und Freunden, welcher ihr Leben nicht nur bereichert, sondern manchmal auch auf den Kopf stellt.

So, nach diesem Trailer und dieser Bezeichnung stellt man sich die berechtigte Frage, warum MrFlouzy diese Serie guckt. Das klingt doch wirklich sehr nach einer typischen Frauenserie voller Drama. Nun, diesen Eindruck wird die erste Staffel nicht ganz los, denn immerhin ist die Hauptperson Jules, welche dabei ist, in vollen Zügen in ein neues, frisches Leben einzusteigen. Grundsätzlich erwarb „Cougar Town“ mein Interesse, weil die Serie aus der Feder von Bill Lawrence, dem Macher von „Scrubs“ stammt.  Wo ich die ersten Folgen mit eher gemischten Gefühlen verfolgte, stellte sich bald ein hohes Interesse ein. Beleuchten wir vorerst die Charkatere:

Jules Cobb (Courtney Cox) ist attraktiv, voller Selbstzweifel und ziemlich irre. Ihr Ungeschick im Umgang mit Männern macht es ihr schwer, doch kompensiert sie das gern durch ihre gute Beziehung zu ihren Freunden – und jeder Menge Wein.

Travis Cobb (Dan Byrd) ist der knapp 18-jährige Sohn von Jules. Seine Mutter lässt selten eine Gelegenheit aus, ihn zu blamieren – dennoch liebt er sie, und ist um ihre hypersensible Sorge froh.

Ellie Torres (Christa Miller) ist die beste Freundin und Nachbarin von Jules. Gerne nutzt sie unangenehme Situationen ihrer Mitmenschen, um sich zu amüsieren. Trotz ihrer äußerst harten Schale zeigt sie immer wieder einen weichen Kern (und könnte deshalb genauso gut Jordan Sullivan heißen^^)

Andy Torres (Ian Gomez) ist der gutmütige Ehemann von Ellie. Der wahre Pantoffelheld kümmert sich liebevoll um seine Frau und sein Kind, wobei er gerne insgeheim allerlei Verrücktheiten mit seinem besten Freund Bobby – Jules Ex-Mann – anstellt.

Bobby Cobb (Brain Van Holt) ist der Ex-Mann von Jules. Der eher erfolglose Golflehrer lebt auf einem Boot, welches auf einem Parkplatz abgestellt wurde. Obwohl er als Vater ziemlich versagt hat, will er sich weiterhin um seinen Sohn kümmern, und teilt die Erziehung freundschaftlich mit Jules.

Laurie Keller (Busy Phillipps) ist Freundin und Arbeitskollegin. Obwohl sie jung und naiv wirkt, lässt sie keine Gelegenheit aus, Jules wertvolle Tipps im Umgang mit Männern zu geben – sehr zum Missfallen von Ellie.

Grayson Ellis (Josh Hopkins) ist der Nachbar von Jules. Er befindet sich im selben Alter und ist ebenfalls frisch geschieden. Im Gegensatz zu Jules fällt es ihm nicht schwer, sich auf wesentlich jüngere Partner einzulassen. Der anfangs sehr distanzierte Grayson wird bald ein Teil der Clique, und nähert sich widerstrebend immer mehr Jules an.

Eine wirklich bunte Mischung. Bill Lawrence versteht es, eine gute Mischung zwischen typischen Frauengeschichten und Beziehungen zwischen Familienmitgliedern und Freunden zu schaffen. Wo zu Anfang der Staffel vor allem Jules Suche nach einer verpassten Jugend im Mittelpunkt steht, wandelt sich Cougar Town zunehmend in eine Familienserie. Denn so nehme ich die Gruppe wahr: Eine liebevolle, ziemlich verrückte Familie.
Sicher, der Plot der Serie ist nicht für Jedermann geschaffen. „Cougar Town“ wird sicher auch nie so gut sein wie „Scrubs“ (Hell no). Trotzdem konnte ich nicht umhin, mich ein klein wenig zu verlieben. Ein bisschen verliebt in Florida, ein bisschen verliebt in die irren Geschehnisse, die manchmal äußerst ungeschickten Verhaltensweisen der Charaktere, aber auch verliebt in die unkitschige, doch schöne Grundstimmung der Serie. Und natürlich verliebt in Courtney Cox. Ist doch klar.

Als großer Fan von „Scrubs“ ist es immer wieder schön, bekannte Gesichter auftauchen zu sehen, und obwohl sich die Serien stark unterscheiden, ist der besondere Comedy-Geist auch in „Cougar Town“ zu spüren. Als ebenfalls großer Fan von „Friends“ ist es wundervoll, Courtney Cox in einer frischen „Familienserie“ zu erleben.

Von mir gibts für die erste Staffel insgesamt verdiente 8 von 10 Popcornguys!

The Dangerous Lives of Altar Boys

Titel: Lost Heaven (Originaltitel: The Dangerous Lives of Altar Boys)
Regisseur: Peter Care
Musik: Marco Beltrami, Josh Homme
Darsteller: Jodie Foster, Kieran Culkin, Emile Hirsch, Jena Malone

Georgia der 70er Jahre. Die 13-jährigen Tim (Kieran Culkin) und Francis (Emile Hirsch), Schüler der achten Klasse einer Klosterschule, leiden unter dem eisernen Regiment der strengen Schwester Assumpta (Jodie Foster) und Pater Casey (Vincent D’Onfrio). Wenig beeindruckt von der Autorität der Erwachsenen, vertreiben sie sich ihre Freizeit mit Alkohol, Mutproben und der Arbeit an ihrem gotteslästerlichen Comic „Atomic Trinity“. Im Zusammenhalt untereinander finden sie die Unterstützung und Anerkennung, die sie bsiher in ihrem Leben vermissten. Schließlich tritt Margie Flynn in Francis‘ Leben, und so muss er sich nicht nur gegen Schwester Assumpta wehren, welche ihren Comic entdeckt hat, sondern sich auch mit den Problemen einer Beziehung auseinandersetzen.

Gleich vorweg möchte ich sagen: Der offizielle deutsche Titel für diesen Film ist „Lost Heaven“. Auf der von mir gekauften Special Edition ist allerdings der viel besser klingende Originaltitel enthalten. Der 2001 erschienene Film erhielt nicht viel Aufmerksamkeit. Im gewöhnlichen Sortiment der Läden habe ich ihn auch noch nicht gesehen – ergattert habe ich diese DVD in einem Ramschladen für nen schlappen Euro. Man kann also nicht viel davon erwarten – oder? Ich  habe meine Erwartungen dementsprechend nicht zu hoch angesetzt, und war überrascht! Der Film überzeugt mit einer interessanten Kombination aus Comic, Jugendfilm, Tragikomödie und Liebesgeschichte, sowie solider Schauspielarbeit. Vier Jungs, welche sich selbst eigens zugeschnitte Superhelden kreieren, verwandeln ihre Umwelt in den Schauplatz einer actiongeladenen Comicwelt. Immer wieder wechselt sich der Realfilm mit den Comicszenen ab, und so wird aus der Schwester Assumpta, welche mit dem Mofa durch die KIeinstadt düst, schnell eine überaus fiese Anführerin einer Nonnen-Motorradgang. Dass diese Comicszenen im Zusammenhang mit dem echten Leben der Jungs stehen, liegt auf der Hand, und so wirken die von Todd McFarlane gezeichneten Szenen (welche mich optisch stark an  Heavy Metal F.A.K.K.²  erinnerten, ebenso im Grad der Brutalität) bei weitem nicht so fiktiv, wie man sie in einer reinen Comicverfilmung betrachten würde. Ernstere Töne spricht der Film sowieso an, wenn von Margies unangenehmer Vergangenheit die Rede ist, oder Tim und Francis im ernsthaften Streit um ihre Freundschaft liegen, oder der Film in einen sehr dramatischen Höhepunkt gipfelt.

Daraus lässt sich also schließen: Der Film vereint vieles, und schafft diese Kombination auch gut. Zwar hätte ich mir bei Charaktern wie Schwester Assumpta mehr Tiefe, oder gewisse Handlungsstränge besser ausgebaut gewünscht, doch zufriedenstellend ist das Ergebnis allemal. Exzellent besetzt, spannend erzählt und mit toller Kamera- und Schnittarbeit versehen ist der Film durchgweg angenehm zu betrachten. Die Filmmusik von Marco Beltrami und Josh Homme (Queens of the Stone Age!!!!) tut ihr übriges, dem Streifen einen Hauch der 70er zu verpassen, und so eine tolle Atmosphäre zu erzeugen.
Kein Meisterwerk also, aber gute Unterhaltung mit Tiefgang, welche mir 7 von 10 Popcornguys wert ist.

Die Liste

So, lange hats gedauert, nun ist sie endlich fertig: Die Liste. Jene Aufzählung, mit deren Hilfe die Popcornguys eine persönliche sowie spontane Top 100 der besten Filme aufstellen wollen. Dabei sind wir wie folgt vorgegangen: Prestophisto hat eine beträchtliche Anzahl von Filmen gesammelt, die ihm und größtenteils auch mir gefallen. Ich habe sodann weitere Filme hinzugefügt, und anschließend markiert. Filme, die außschließlich Prestophisto in dieser Liste wünscht, sind blau gekennzeichnet. Filme, die ich (MrFlouzy) in diese Liste einbringe, sind grün. Jene Filme, welche wir gleichermaßen schätzen, sind schwarz belassen.
Die Filme sind alphabetisch geordnet. Es ist ohnehin schwer genug, die richtigen 100 auszuwählen – eine wertende Reihenfolge ist einfach nicht möglich!

Wie findest Du die Liste? Bei welchen Filmen stimmst Du zu / lehnst vollkommen ab? Viel Spaß beim durchforsten 😉

  1. 127 Hours
  2. 21 Gramm
  3. 300
  4. (500) days of summer
  5. Absolute Giganten
  6. About Schmidt
  7. American Beauty
  8. Ananas Express
  9. Armee der Finsternis
  10. Big Fish
  11. Batman (Burton)
  12. Batman begins
  13. Batmans Rückkehr
  14. Benny & Joon
  15. Besser geht’s nicht
  16. Biutiful
  17. Black Swan
  18. Blood Diamond
  19. Braveheart
  20. Bruce Lee – Todesgrüße aus Shanghai
  21. Casino Royale
  22. Cast Away
  23. Children of Men
  24. Corpse Bride
  25. Das Boot
  26. Das Leben des Brain
  27. Das Parfum
  28. Der Club der toten Dichter
  29. Der Herr der Ringe die Gefährten
  30. Der Herr der Ringe die zwei Türme
  31. Der Herr der Ringe die Rückkehr des Königs
  32. Der mit dem Wolf tanzt
  33. Der seltsame Fall des Benjamin Button
  34. Der weiße Hai
  35. Departed – unter Feinden
  36. Die fabelhafte Welt der Amelié
  37. Die Ritter der Kokosnuss
  38. Edward mit den Scherenhänden
  39. Einer flog übers Kuckucksnest
  40. Fear and Loathing in Las Vegas
  41. Fight Club
  42. Fluch der Karibik (Teil 1)
  43. From Hell
  44. Forrest Gump
  45. Gladiator
  46. Gran Torino
  47. Hangover (Teil 1)
  48. Hot Fuzz
  49. Inception
  50. Indiana Jones 1
  51. Indiana Jones 2
  52. Indiana Jones 3
  53. Inglorious Basterds
  54. Inside Man
  55. Insomnia – Schlaflos
  56. Jurassic Park
  57. Leon der Profi
  58. Lucky Number Slevin
  59. Matrix (Teil 1)
  60. Million Dollar Baby
  61. Mulholland Drive
  62. Mysic River
  63. Nightmare before Christmas
  64. Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens
  65. Pan’s Labyrinth
  66. Prestige
  67. Pulp Fiction
  68. Reservoir Dogs
  69. Requiem for a Dream
  70. Robin Hood – König der Diebe
  71. Saw (Teil 1)
  72. Schindlers Liste
  73. Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt
  74. Shaun of the Dead
  75. Shining
  76. Shutter Island
  77. Sieben
  78. Sin City
  79. Sleepy Hollow
  80. Snatch
  81. Spider-Man (Teil 1)
  82. Star Trek (J.J. Abrams)
  83. Star Trek 2
  84. Star Trek 4
  85. Star Trek 6
  86. Star Wars 4
  87. Star Wars 5
  88. Star Wars 6
  89. Stay
  90. Superbad
  91. Spiel mir das Lied vom Tod
  92. Sweeney Todd
  93. The Book of Eli
  94. The Dark Knight
  95. The Green Mile
  96. The Wrestler
  97. Tree of Life
  98. Once
  99. Watchmen
  100. Zwei glorreiche Halunken

„Besser geht’s nicht“

So liebe Leute: Hier die erste Filmbewertung.

Natürlich ist noch nicht ganz sicher, wie unsere Kritiken am besten dargestellt werden, d.h. die Form der einzelnen Wertung kann sich noch oftmals ändern.

Beginnen möchte ich mit einigen Infos:

Titel: Besser geht’s nicht (Original: As good as it gets)
Regisseur: James L. Brooks
Musik: Hans Zimmer
Darsteller: Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear, Cuba Gooding Junior

Hier der Trailer

Beschreibung auf dem Cover:

Er wäscht seine Hände jedesmal mit einem frischen Stück Seife, niemals tritt er auf Pflasterfugen, sein Tagesablauf ist penibel eingeteilt: Der New Yorker Schriftsteller Melvin (Jack Nicholson) ist ein exzentrischer Zeitgenosse. Seine Nachbarn (u. a. Greg Kinnear) fürchten ihn als griesgrämigen Kotzbrocken und Hundehasser. Jeden Tag geht er in dasselbe Café, beleidigt Gäste und Bedienungen. Einzig die resolute Kellnerin Carol (Helen Hunt) kann dem neurotischen Ekelpaket Paroli bieten. Und Melvin zeigt Interesse! Bei einer chaotisch-komischen Autotour mit ihr und seinem schwulen Nachbarn kommt man sich näher. Wird aus Melvin doch noch ein „normaler“ Mensch? 

Nun, mit Jack Nicholson in der Rolle eines zwangsneurotischen Schriftstellers, welcher seine Umwelt mit sadistischer Grausamkeit entgegen tritt, ist der Film glänzend besetzt. Helen Hunt als geplagte Mutter eines kranken Kindes, welche sich zwischen allen Problemen des Alltags auch noch mit dem irren Kunden Melvin herumschlagen muss, brilliert ebenso – hin und her gerissen zwischen Ärger und Interesse. Beide haben dafür 1998 den Oscar als bester Schauspieler und beste Schauspielerin erhalten. Verdient, würde ich sagen, denn sie überzeugen! Greg Kinnear als homosexueller Künstler und Hundebesitzer sowie Cuba Gooding Jr. als harter Kunsthändler ebenso, wobei Letztgenannter relativ wenig Auftritte hat.

Der Film ist witzig und interessant aufgebaut. Immer wieder erheitert Melvins Gebaren die Zuschauer, wodurch für den allzeit genervten Schriftsteller immer mehr Sympathien aufkommen. Das Ende zieht sich für meinen Geschmack etwas hin, und wirkt – das ist wieder meine Auffassung – etwas gewöhnlich und kitschig. Das tut dem Gesamtbild jedoch keinen Abbruch. Von mir eine eindeutige Empfehlung!

Von mir gibts dafür 8 von 10 Popcornguys!

Film ab!

Dies ist die erste Vorstellung der Popcornguys. Wir – das sind David und Flo – werden hier auf diesem Blog unsere Meinung zu ausgewählten Filmen posten. Desweiteren werden – je nachdem wie viel Zeit wir dazu haben – Videos auf unserem Youtubekanal und natürlich auch Audiokommentare auf audioflick.net erscheinen.

Ohne weitere Worte zu verlieren: „Let’s go! Show the movie!“