Golden Popcornguy 2016 – Die Gewinner

Und hier sind sie: Die Gewinner des Golden Popcornguy 2016! Dankeschön an alle treuen Leser, die eifrig abgestimmt haben.

Advertisements

Jahresvorschau 2017

So aufregend und stellenweise unglaublich 2016 in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht auch gewesen sein mag: Echte Highlights im Kino waren vergleichsweise rar. Insofern schauen wir an dieser Stelle lieber in die Zukunft und setzen uns mit dem Kinoprogramm 2017 auseinander.

Früh im Jahr startet „Passengers“. In diesem teilweise romantisch wirkendem Science-Fiction-Film spielen die sehr populären Darsteller Jennifer Lawrence und Chris Pratt zwei Passagiere eines Raumschiffs, welches sich auf einer 120-jährigen Reise zu einer weit von der Erde entfernten Kolonie befindet. Beide Reisende werden viel zu früh aus ihrem Schlaf geweckt und müssen sich die Zeit vertreiben – allerdings nicht nur mit Däumchen drehen. Der Trailer deutet an, dass es in Sachen Action und Spannung ganz schön zur Sache gehen wird. Als lustig könnte man die derb wirkende Komödie „Why him?“ empfinden. Bryan Cranston spielt hier einen Vater, dessen Tochter mit einer recht dubiosen Gestalt – gespielt von James Franco – zusammen ist. Zwischen den beiden Männern kommt es zu einigen Reibereien und peinlichen Situationen. Ab Mitte Januar häuft sich dann allmählich das Oscar-Material. Den Anfang macht bei uns das Filmmusical „La La Land“. Regie führt Damien Chazelle, der mit „Whiplash“ einen der intensivsten Filme der letzten Jahre abgeliefert hat. In seinem neuesten Werk geht es um die Liebesgeschichte zwischen einem Jazzmusiker (Ryan Gosling) und einer Schauspielerin (Emma Stone), die beide ihr Glück in Los Angeles suchen. Der Trailer war bezaubernd und bereits jetzt häufen sich Auszeichnungen und Nominierungen. Der Historienfilm „The Birth Of A Nation“ dreht sich um einen gebildeten Afroamerikaner, der zur Zeit der Sklaverei einen blutigen Aufstand gegen die Weißen anführt. Allein wegen der letztjährigen Whitewashing-Debatte dürfte der Film bei den diesjährigen Oscars eine Rolle spielen – allerdings muss ich auch zugeben, dass der Trailer für sich gesehen einiges hermacht. Chancen dürfte sich eigentlich auch die opulente Kriegssatire „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ ausrechnen. Hierbei geht es um einen jungen amerikanischen Soldaten im zweiten Irakkrieg, der bei seiner Heimkehr als Held gefeiert wird. Regisseur Ang Lee („Life Of Pi“) führt bei diesem Film einige filmische Experimente durch (Stichwort: High frame rate), leider sind die bisherigen Kritiken eher durchwachsen. Ganz hervorragende Kritiken hat dafür „Manchester By The Sea“ erhalten. Es wird die Geschichte eines eigenbrötlerischen Hausmeisters (Casey Affleck) erzählt, dessen verstorbener Bruder ihn zum Vormund seines 15-jährigen Neffen gemacht hat. Für „Hacksaw Ridge“ hat Mel Gibson im Regiestuhl Platz genommen. Andrew Garfield spielt hier einen US-Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg den Dienst an der Waffe verweigerte, aber dennoch viele seine Kameraden während einer Schlacht rettete. Ende Januar meldet sich M. Night Shyamalan mit einem Film namens „Split“ zurück. In diesem Psycho-Thriller spielt James McAvoy einen Entführer mit 23 Persönlichkeiten, der einige junge Frauen gefangen hält. Obwohl der Trailer am Ende fast schon zu viel verrät, hofft man doch, dass Shyamalan mit „Split“ zu seinen alten Qualitäten zurück findet.

Der Februar startet mit „Live By Night“, einem Gangsterfilm von und mit Ben Affleck, welcher im Amerika der 1920er und 30er Jahre spielt. Interessant wird sein, welche Akzente Affleck abseits seiner zukünftigen Comic-Verfilmungen setzt. Skandal-Regisseur Paul Verhoeven präsentiert uns „Elle“, in welchem es um eine eiskalte Unternehmerin geht, deren Leben sich nach der Vergewaltigung durch einen Fremden komplett verändert. Etwas lockerer kommt der Trailer von „The Founder“ daher. Michael Keaton spielt in dieser Biographie den Gründer der weltweit erfolgreichen Fast-Food-Kette McDonald’s. Freunde von Dystopien und Weltuntergängen könnten dagegen bei „The Girl With All The Gifts“ auf ihre Kosten kommen. In der Romanverfilmung ist der Großteil der Menschheit von einem Virus befallen, welches die Betroffenen ihrer menschlichen Eigenschaften beraubt. Gemma Arterton spielt hier eine Lehrerin, die infizierte Kinder an einer speziellen Schule einer Militärbasis unterrichtet. Auch bei „Sieben Minuten nach Mitternacht“ handelt es sich um eine Romanverfilmung. Hierbei geht es um einen 13-jährigen Jungen, der von Albträumen geplagt wird und schließlich in einer Beziehung zu einer Art Baummonster steht. Die Trailer lassen auf einen interessanten und kreativen Fantasyfilm hoffen. Mit „The Lego Batman Movie“ kehrt der Dunkle Ritter auf die große Leinwand zurück – natürlich etwas weniger dunkel als gewohnt. Obwohl mir der erste „Lego“-Kinofilm ein wenig zu rasant und vollgepackt vorkam, werde ich dieses Projekt wegen Batman im Auge behalten. Mitte Februar kommt eine Fortsetzung ins Kino, mit der ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet hätte: „T2 Trainspotting“. Regisseur Danny Boyle hat den Cast des Kultfilms rund um Ewan McGregor wieder vereint und schon mal einen sehr stimmungsvollen Trailer präsentiert.

„Silence“, das neueste und mit großer Spannung erwartete Werk von Regisseur Martin Scorsese, hat seinen Starttermin bei uns Anfang März. Andrew Garfield und Adam Driver spielen zwei Jesuiten, die nach Japan reisen um dort ihren anscheinend vom Glauben abgefallenen Mentor (dargestellt von Liam Neeson) zu finden. Auf ihrer Reise werden sie unter anderem mit brutalen Christenverfolgungen konfrontiert. Ich persönlich erwarte von „Silence“ großes Drama und spirituellen Tiefgang. Für einen Blockbuster überdurchschnittlich tiefgründig erscheint der Trailer zu „Logan“. Hugh Jackman schlüpft anscheinend ein letztes Mal in die Rolle des beliebten Mutanten Wolverine. Sämtliche Abenteuer der X-Men in den letzten Jahren konnten mich nicht mehr ins Kino locken, doch der bereits erwähnte und recht interessant gestaltete Trailer ließ mich dann doch aufmerksam werden. Ein weiterer Blockbuster im März ist „Kong: Skull Island“, unter anderem mit Brie Larson, Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson und John Goodman. Während der erste Trailer noch ein ziemliches Geheimnis um den titelgebenden Affen macht, geizt der zweite nicht mit Action oder dem ein oder anderen Schenkelklopfer. Das hat dann meine Erwartung wieder auf ein gesundes Maß gesenkt. Allerdings sind die Bilder ohne Frage beeindruckend und mit einer brauchbaren Unterhaltung wird man wohl rechnen dürfen. Mit „Moonlight“ startet im März ein absoluter Kritikerliebling, in welchem es um den Werdegang eines homosexuellen, afroamerikanischen Mannes geht. Zugegeben, der Protagonist vereint so viele Minderheiten in sich, dass man schon von einer Anbiederung hinsichtlich Oscars sprechen könnte. Aber wenn „Moonlight“ als Film überzeugt, soll er jeden Preis bekommen, den er verdient. Im Science-Fiction-Film „God Particle“ hat ein Teilchenbeschleuniger auf einer US-amerikanischen Raumstation eine Fehlfunktion, weswegen die gesamte Erde plötzlich verschwindet. Der Streifen soll anscheinend einen weiterer Teil des „Cloverfield“-Universums darstellen. Ende März startet mit „Ghost In The Shell“ die Verfilmung eines Animes, beziehungsweise Mangas, von welchem ich absolut gar nichts weiß. Doch der Trailer war beeindruckend und Hauptdarstellerin Scarlett Johansson ist im hautengen Anzug selbstverständlich ein absoluter Hingucker. Weniger begeistert war ich von den ersten bewegten Bildern zu Guy Ritchies „King Arthur – Legend Of The Sword“. Kameraführung, Schnitt und Musik wollen für mich einfach nicht zum Mittelalter-Setting passen. Aber ich habe natürlich nichts dagegen, wenn ich am Ende positiv überrascht werden sollte. Einen weiteren Kostümfilm stellt „Tulpenfieber“ dar. Christoph Waltz spielt einen Kaufmann im Amsterdam des 17. Jahrhunderts, dessen junge Frau (Alicia Vikander) eine Affäre mit einem talentierten Maler (Dane DeHaan) eingeht. Ich muss zugeben, dass dieser Film vor allem wegen seines Casts in meiner Liste steht. Märchenhaft wird es mit „Die Schöne und das Biest“. Disney hat spätestens nach „Das Dschungelbuch“ begriffen, dass sich mit Realverfilmungen alter Klassiker viel Geld verdienen lässt. Ob die Neuinterpretation einen vegleichbaren Charme wie das Original entwickeln kann, ist natürlich eine andere Frage. Der Trailer war trotz CGI-Überfluss einigermaßen nett und Emma Watson ist in der Rolle der Belle immerhin schön anzusehen. Für ein bisschen Nostalgie dürfte es reichen.

Und schon ist es April. „Free Fire“ verschlägt uns in die 70er Jahre und zeigt Brie Larson, die bei einem Waffendeal zwischen zwei Gangs vermittelt – doch hierbei geht so einiges schief. In „Gold“ spielt Matthew McConaughey einen Goldgräber, dem in Indonesien der ganz große Wurf gelingt. Doch das viele Geld bringt nicht nur Gutes mit sich. Der rasante Trailer erinnert ein wenig an „The Wolf Of Wall Street“ und verspricht gute Unterhaltung – natürlich nicht zuletzt wegen dem herausragenden Hauptdarsteller. Wie eine Mischung aus „Gravity“ und „Alien“ kommt dagegen der im Mai startende „Life“ daher. Die Besatzung einer Raumstation (unter anderem gespielt von Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds) muss sich mit einer intelligenten und äußerst gefährlichen außerirdischen Lebensform auseinandersetzen. Ob der Streifen gut oder lediglich ein Best Of diverser Sci-Fi-Klassiker ist, wird sich zeigen. In „Fluch der Karibik 5: Salazars Rache“ schlüpft Johnny Depp abermals in die Rolle des trottelig-tuntigen Piraten-Haudegens Jack Sparrow – die Frage ist nur, wer da wirklich darauf gewartet hat. Ich zumindest halte die Reihe für ziemlich ausgelutscht und glaube nicht daran, dass sie mich wieder in ihren Bann ziehen kann. Auch wenn Javier Bardem als Bösewicht natürlich reizvoll ist.

Der Sommer wird wie gewohnt von Blockbustern dominiert, wobei natürlich die Superhelden nicht fehlen dürfen. So startet im Juni mit „Wonder Woman“ ein weiterer Film aus dem DC-Kosmos, welches mit „Batman v Superman“ und „Suicide Squad“ ja nicht gerade auf einem idealen Fundament steht. Der Trailer zum Solo-Abenteuer der Kriegeramazone wirkt solide, doch für mich muss sich Gal Gadot als Hauptdarstellerin erst noch beweisen und mir auch insgesamt die Figur schmackhaft machen. Im Juli krabbelt wieder einmal Spider-Man über die Kinoleinwand. Der Film trägt den Titel „Spider-Man: Homecoming“, aber mindestens ebenso passend wäre „Spider-Man: It’ll Work This Time“. Spidey ist nun wieder Eigentum der heimischen Marvel-Filmstudios und kann aus diesem Grund als Mitglied der Avengers verwendet werden. Dieser Entwicklung stehe ich relativ gleichgültig gegenüber und auch der Trailer hat mich nicht gerade von meinen Ermüdungserscheinungen hinsichtlich Comic-Verfilmungen befreit. Etwas aufregender finde ich da schon den Kinostart von „Bullyparade – Der Film“. Ich habe keine Ahnung, ob sich der Humor der Kultserie nach all der Zeit in einem Spielfilm umsetzen lässt. Doch Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian haben mit der „Bullyparade“ meine Jugend geprägt und allein deswegen ist diese Komödie quasi Pflicht. Ebenfalls im Juli startet „Valerian“, ein Science-Fiction-Film von Luc Besson. Der opulente Trailer bewegt sich irgendwo auf der schmalen Linie zwischen Faszination und Augenkrebs und ich bin unschlüssig, ob ich die Optik nun gut oder schlecht finden soll. Auch die Hauptdarstellerin – bekannt als die wirklich unterirdische Antagonistin aus „Suicide Squad“ – stimmt mich nicht gerade optimistisch. Allerdings gibt es im Hochsommer noch einen Film, auf den ich mich ziemlich freue: „Dunkirk“ von Christopher Nolan. Wie der Titel vermuten lässt, dreht sich der Film um die Rettung britischer, französischer und belgischer Truppen durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Nach dem überaus ambitionierten „Interstellar“ finde ich es gut, dass Nolan ein – für seine Verhältnisse – bescheidenes Projekt umsetzt.

Im August kommt mit „Planet der Affen 3: Survival“ der vermeintliche Abschluss der neuen Affen-Trilogie ins Kino. Ich muss sagen, dass mir die ersten beiden Teile der Reihe ziemlich zusagen und ich gespannt darauf bin, ob und wie die Geschichte nun abgeschlossen wird. Neben den sehr guten Effekten, für die sich wieder Andy Serkis verantwortlich zeigt, darf man sich auch auf Woody Harrelson in der Rolle des menschlichen Gegenspielers freuen. Fans von Stephen King dürften dem Kinostart von „Der Dunkle Turm“ entgegen fiebern. Bei den Büchern bin ich nie sonderlich weit gekommen, weswegen ich auch nicht wirklich sagen kann, inwieweit der Film mit der Vorlage konform geht. Der Cast mit Idris Elba und Matthew McConaughey kann sich aber definitiv sehen lassen und auf den ersten Trailer bin ich durchaus neugierig. Apropos Stephen King: Sein Horrorklassiker „Es“, den ich sehr schätze, wird ebenfalls verfilmt. Einen Starttermin gibt es leider noch nicht, aber ich vermute, dass man im Spätsommer mit dem erste Teil des geplanten Zweiteilers rechnen darf. Mit „Es“ verbinde ich hohe Erwartungen, aber gleichzeitig auch tiefe Ängste. Ist dieses großartige Buch überhaupt in wenigen Stunden verfilmbar? Nun, seit der wunderbaren und in ähnlichen Gefilden schwimmenden Serie „Stranger Things“ bin ich da etwas optimistischer. Gespannt erwarte ich auch erstes Bildmaterial zu „Alien: Covenant“. Dieser ist quasi die Fortsetzung zu „Prometheus“, soll aber gleichzeitig wieder stärker in die Richtung der alten „Alien“-Filme gehen. Ridley Scott führt Regie, was leider nicht mehr unbedingt ein Garant für gutes Kino ist, aber hoffnungsvoll bin ich dennoch.

Bei der Fortsetzung eines anderen Sci-Fi-Klassikers hat Scott dagegen auf den Regie-Stuhl verzichtet. Der im Oktober startende „Blade Runner 2049“ wird vom großartigen Denis Villeneuve inszeniert, vor der Kamera sind unter anderem Harrison Ford, Ryan Gosling und Jared Leto zu sehen. Bis dahin muss ich dem etwas sperrigen Erstling nochmal eine Chance geben. Im November versammelt DC seine größten Superhelden auf der großen Leinwand und lässt sie in „Justice League“ von der Leine. Einen wirklichen Trailer gibt es noch nicht, nur etwas lose zusammenhängendes Material von der Comic Con. Darin ist aber schon erkennbar, dass DC auf seine Kritiker reagiert und die bierernste Stimmung, wie man sie aus „Batman v Superman“ kennt, durch Humor auflockern möchte. Ein große Vorfreude empfinde ich deswegen aber nicht. Anders sieht es da schon bei „Star Wars: Episode VIII“ aus. Auch wenn sich „Das Erwachen der Macht“ meiner Meinung nach berechtigte Kritik gefallen lassen muss, hat mich J.J. Abrams „softes Reboot“ doch überzeugt und mir vor allem sympathische Charaktere präsentiert. Ich bin gespannt darauf, wie es mit Rey, Finn, Poe und Kylo Ren weitergeht. Darüberhinaus glaube ich, dass Rian Johnson – im Gegensatz zu Abrams – in Sachen Handlung etwas gewagter inszenieren kann und auch muss.

Neben all diesen mehr oder weniger großen Namen wird 2017 natürlich noch viele Filme mit sich bringen, von denen ich zum jetzigen Zeitpunkt gar nichts weiß. Und wer weiß: Vielleicht verbergen sich gerade hier die letztendlich besten Filme. Die Popcornguys wünschen euch an dieser Stelle schon mal ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und dort natürlich viel Spaß im Kino!

Movie Round Up

Ich war im Kino – aber ich habe länger nichts darüber geschrieben. Deswegen gibt es jetzt in aller Kürze ein Movie Round Up. Da dürfte für jeden Geschmack was dabei sein. Viel Spaß!

ICH BIN DANN MAL WEG

Die Lektüre von Hape Kerkelings Reisebericht „Ich bin dann mal weg“ war einer der Gründe, weswegen ich nach bestandenem Abitur mit zwei Schulfreunden ein Stück weit den Jakobsweg in Frankreich ging. Schon allein deswegen war die gleichnamige Verfilmung des Buchs quasi Pflicht. In die Rolle des deutschen Komikers schlüpft Devid Striesow, der nicht nur eine optische Ähnlichkeit zum Original aufweist, sondern den Film auch schauspielerisch zu tragen weiß. Zu Beginn des Films ist der Entertainer einem Burnout nahe. Der Arzt empfiehlt einige Monate Ruhe und obwohl Kerkeling nicht ausdrücklich religiös ist, weckt der Jakobsweg sein Interesse. Der nicht unbedingt athletisch gebaute Komiker tritt seine Wallfahrt an und muss sich bald mit aufdringlichen Fans, wunden Füßen und überfüllten Klosterherbergen auseinander setzen. Allerdings gibt es auch positive Erfahrungen. So trifft Kerkeling auf die zurückhaltende Stella (Martina Gedeck) und die bissige Journalistin Lena (Karoline Schuch). Beide Frauen werden seine zeitweiligen Gefährtinnen und gemeinsam rückt das große Ziel – Santiago de Compostela – trotz aller Strapazen und persönlicher Probleme näher und näher. Der Film hat durchaus seine Längen. Szenen, die sich unwiderruflich ins Gedächtnis brennen, gibt es eher nicht. Allerdings hat „Ich bin dann mal weg“ viel Herz und einen geerdeten Humor, was am Ende ein absolut zufriedenstellendes Filmerlebnis ergibt. Ein durch und durch netter Film – und zwar im besten Sinne des Wortes. Es gibt 7 von 10 Popcornguys!

THE REVENANT – DER RÜCKKEHRER

Mein geschätzter Popcornguy-Kollege hat hierzu eine vortreffliche Kritik geschrieben. Mir bleibt nur noch eines zu sagen: Viele Filme sind Produkte, „The Revenant“ ist Kunst. Ich verteile stolze 9 von 10 Popcornguys!

CREED – ROCKY’S LEGACY

Ich bin kein großer Freund von Box-Filmen. Mit dem Sport an sich kann ich auch nicht viel anfangen. Und Sylvester Stallone mag ein cooler Typ sein, doch als Schauspieler habe ich ihn bisher kaum ernst genommen. Warum also habe ich mir überhaupt „Creed – Rocky’s Legacy“ angesehen? Nun, die Kritiken waren gut. Und ich hatte Zeit. Aber hat es sich gelohnt? Definitiv! Der Film ist ein Teil der „Rocky“-Reihe, bei welcher ich mich nur dunkel an den ersten Teil erinnere. Ich bin also alles andere als ein Experte, aber trotzdem ist die Handlung von „Creed“ schnell erklärt: Michael B. Jordan spielt Adonis Johnson, den unehelichen Sohn der inzwischen verstorbenen Boxer-Legende Apollo Creed. Dieser wurde einst von der noch größeren Boxer-Legende Rocky Balboa (Sylvester Stallone) besiegt. Der zu Aggressionen neigende Johnson gibt seinen Beruf auf, um seinen Traum von der Boxer-Karriere verwirklichen zu können. Aus diesem Grund sucht er Rocky auf, welcher nach anfänglichem Zögern zum Mentor des jungen Mannes wird. Soweit klingt die Story nicht sonderlich komplex, was aber überhaupt nicht schlimm ist. „Creed“ erzählt seine Geschichte sympathisch und mit überraschend viel Herz. Jordan holt als Protagonist den Zuschauer gut ab und zeigt sein schauspielerisches Können vor allem im späteren Verlauf des Films, wenn sein Charakter die wahren inneren Konflikte offenbart. Stallone zeigt, dass die Oscar-Nominierung mehr als gerechtfertigt ist. In deutlich mehr als einer Szene konnte ich mir eine emotionale Regung nicht verkneifen. Und selbst das obligatorische Love-Interest (gespielt von Tessa Thompson) ist keineswegs nur dazu da, am Rande des Boxrings schön auszusehen. Auch auf technischer Seite kann „Creed“ punkten. So erinnere ich mich besonders an einen Kampf in der Mitte des Films, welcher als beeindruckender One Shot gefilmt wurde. Es gibt 8 von 10 Popcornguys!

THE BIG SHORT

Ähnlich wie bei „Creed“ waren es auch bei „The Big Short“ lediglich die guten Kritiken, die mich ins Kino lockten. Doch was sich bei dem einen Film als Glücksgriff erwies, war beim anderen eher ein Griff ins Klo. Oder zumindest ein Griff Richtung Schüssel. In „The Big Short“ geht es um die Finanzkrise von 2008 – vermutlich ein wichtiges und auch heute noch relevantes Thema, von dem ich persönlich aber überhaupt keine Ahnung habe. Und daran hat auch der Film nichts geändert. In fast schon epileptischem Tempo werden dem Zuschauer Tonnen an Fachbegriffen und Sachverhalten um die Ohren gepfeffert. Vor dem Film wusste ich, dass es um ein paar Typen (gespielt unter anderem von Ryan Gosling, Steve Carell, Christian Bale und Brad Pitt) geht, die schon lange im Voraus Zeichen der Finanzkrise gesehen haben und deswegen Profit aus der Sache schlagen konnten. Nach dem Film kann ich auch nicht mehr zur Handlung sagen. Gut, es gibt auch Positives zu vermelden: Die Schauspieler (allen voran Christian Bale) spielen super, der Cutter macht einen richtig guten Job, Ryan Gosling durchbricht regelmäßig die vierte Wand und diverse Stars haben Gastauftritte, in denen sie sich direkt an den Zuschauer wenden und besonders schwere Begriffe erklären. Margot Robbie hat diesbezüglich einen Auftritt, der länger im Gedächnits bleiben wird. Diese Elemente sind cool und haben mich einigermaßen bei der Stange gehalten. Aber „The Big Short“ ist kein „The Wolf Of Wall Street“. Er ist nicht unterhaltsam genug, weswegen sich eine Tatsache immer deutlicher heraus kristallisiert hat: Ich habe keinen Plan, was da gerade verdammt nochmal passiert. Und es war für mich keine angenehme Planlosigkeit, wie man sie bei einem guten Mystery-Psycho-Thriller empfindet. Es war eher eine immer nerviger werdende Planlosigkeit. Vielleicht ist dies aber auch teilweise gewollt, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Laien durch „The Big Short“ Ahnung vom Finanzsystem bekommen. Für Eingeweihte könnte der Film dagegen recht interessant oder aufschlussreich sein. Ich habe meiner Schwester von meinen Eindrücken erzählt und sie meinte, dass sich das nach einem BWL-Porno anhört. Das trifft es ganz gut. Für mich war es jedenfalls nichts. Wegen der Inszenierung gibt es knappe 6 von 10 Popcornguys, aber mehr darf „The Big Short“ von mir nicht erwarten.

DAS BRANDNEUE TESTAMENT

Gott (Benoît Poelvoorde) existiert – doch er ist ein Tyrann. Gemeinsam mit seiner eingeschüchterten Frau (Yolande Moreau) und seiner zehnjährigen Tochter Éa (Pili Groyne) lebt er in einer Hochhauswohnung in Brüssel. Gott ist ein verbitterter Choleriker, der eine sadistische Freude daran empfindet, die Menschheit mit unnützen Geboten zu plagen. Beispielsweise schafft Gott von seinem PC aus die Gesetzmäßigkeit, dass das Telefon immer dann klingelt, wenn man gerade in eine warme Badewanne eingestiegen ist. Tochter Éa hat irgedwann genug. Sie möchte sich an ihrem Vater rächen und schickt jedem Menschen seine persönliche Todesdaten. Dies verändert das gesellschaftliche Leben auf der Welt enorm. Außerdem verlässt Éa die Wohnung, um genau wie ihr Bruder damals Apostel zu sammeln, die ihr ein brandneues Testament schreiben. Die Komödie des belgischen Regisseurs Jaco Van Dormael ist überaus frech und provokant. Gemäß der Natur eines schwarzen Humors weiß man als Zuschauer regelmäßig nicht, ob man jetzt lachen oder ensetzt sein soll. Dennoch hat der originelle Blödsinn eine Menge Charme und bietet mit Sicherheit Raum für theologische Diskussionen – unter anderem zum Thema Gottesbild. Leider gerät die Haupthandlung dem Film zunehmend aus dem Blick. Mit jedem neuen, durchaus sympathischen Apostel Éas wird nämlich ein neues thematisches Fass aufgemacht. Für sich allein betrachtet ist jede einzelne Geschichte gut, aber in sich stimmiges Ganzes konnte ich am Ende nicht erkennen. Trotzdem spreche ich eine Empfehlung aus, vielleicht auch gerade für diejenigen, die sich gerne tiefer mit dem Thema Religion auseinandersetzen. Es gibt 7 von 10 Popcornguys!

MACBETH

Zum Schluss möchte ich noch über die Shakespeare-Verfilmung Macbeth sprechen. Ich selbst habe die literarische Vorlage nicht gelesen, jedoch ist die Story schnell erklärt: Der schottische Heerführer Macbeth (Michael Fassbender) schlägt erfolgreich Schlachten für seinen König Duncan (David Thewlis). Dabei begegnen ihm drei Hexen, die ihm prophezeien, dass er der nächste König von Schottland werde. In Macbeth entbrennt ein innerer Konflikt, doch seine ehrgeizige Ehefrau (Marion Cotillard) treibt ihn entschieden dazu an, den Königsmord zu planen. Was nun folgt, ist eine Geschichte über Aufstieg, Tyrannei, Wahnsinn und Niedergang – in Justin Kurzels Film vermengt mit einer gehörigen Menge an Schweiß, Dreck und Blut. In das düster-realistische Mittelaltersetting, welches hier durch Kostüm, Maske und Kulisse zum Leben erweckt wird, habe ich mich regelrecht verliebt. Einzig die Sprache hat mir anfangs ein wenig Probleme gemacht. Man hat sich dafür entschieden, Shakespeares Wortlaut in den Dialogen und Monologen zu verwenden, was auf den ein oder anderen geschwollen wirken kann und auch für die ein oder andere gefühlte Länge sorgt. Allerdings ist die Handlung derart simpel und gleichzeitig kraftvoll, dass ich mich nach und nach recht gut einfühlen konnte. Shakespeares Sprache trägt auch einen großen Teil zum künstlerischen Flair des Films bei – und dass es sich um einen Kunstfilm handelt, erkennt man unter anderem auch an den großartigen, stellenweise herausfordernden Bildkompositionen. Zuletzt lebt „Macbeth“ natürlich von seinen Darstellern. Marion Cotillard macht als ehrgeizige und durchtriebene Lady Macbeth eine gute Figur. Man muss dazu sagen, dass ich Madame Cotillard aber prinzipiell gerne sehe. Die schauspielerische Wucht des Films geht jedoch ganz klar von Michael Fassbender aus. Es gibt kaum etwas, was der Mann nicht kann, so scheint es. Egal ob stoisch, von Selbstzweifeln zerfressen oder dem Wahnsinn nahe: Fassbender überzeugt auf ganzer Linie. Ich kann „Macbeth“ jedem empfehlen, der mittelalterliche Settings und Kunstfilme zu schätzen weiß. Es gibt 8 von 10 Popcornguys!

Der große Rückblick zum Kinojahr

Die Popcornguys blättern durch ihre 2013 angesammelten Kinokarten und sinnieren zu den Perlen des Films, aber auch zu den großen Enttäuschungen.

Im ersten Teil des Videos widmen wir uns den bitteren bis schmerzhaften Enttäuschungen, die uns in den Kinosäalen dargeboten wurden:

Im zweiten Teil stellen wir Euch unsere besonderen Highlights dieses Kinojahres vor – viel Spaß:

Die große Jahresvorschau: Was läuft 2014 im Kino?

Das Jahr 2013 geht dem Ende zu und schon bald werden uns unzählige Jahresrückblicke unterschiedlichster Themen um die Ohren geschlagen werden. Auch von Seiten der Popcornguys werdet ihr in dieser Hinsicht nicht verschont. Aber zunächst soll es um etwas anderes gehen: Die große Vorschau zum Kinojahr 2014.

Das Jahr beginnt qualitativ auf hohem Niveau. In „12 Years A Slave“, dem neuen Drama von Steve McQueen („Shame“), spielt Chiwetel Ejiofor einen schwarzen Geigenspieler, der Mitte des 19. Jahrhunderts von seiner Familie entführt und als Sklave auf eine Plantage in die Südstaaten verkauft wird. Der packende Trailer zeigt einen imposanten Cast, der von Brad Pitt über Benedict Cumberbatch bis hin zu Michael Fassbender reicht. Letzterer scheint als diabolischer Plantagenbesitzer mal wieder eine Glanzleistung abzuliefern. Ebenfalls im Januar soll das Drama „All Is Lost“ anlaufen, in welchem Robert Redfort auf offener See ums nackte Überleben kämpft. „Le Passé – Das Vergangene“ erzählt die aufwühlende Geschichte eines Paares, das sich trennen möchte, worunter insbesondere die Kinder zu leiden haben. Alleine wegen der bezaubernden Bérénice Bejo („The Artist“) sollte nach diesem Film Ausschau gehalten werden. Mehr Action dürfte es in „47 Ronin“ geben. In dem fantasievollen und optisch ansprechenden Trailer sehen wir Keanu Reaves, der es als Samurai mit allerlei Gegnern aufnehmen muss. Bodenständiger wird es dagegen in „Diana“, worin Naomi Watts die verstorbene britische Prinzessin mimt. Der Trailer allerdings wirkt an manchen Stellen schon ziemlich kitschig.

Im Februar erwartet uns eine weitere Biografie: In „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ spielt Idris Elba einen jungen Nelson Mandela, der sich für die Demokratie in seiner südafrikanischen Heimat einsetzt. Lustiger wird es dagegen in „Stromberg – Der Film“, worin Christoph Maria Herbst in seiner Paraderolle den Sprung auf die große Leinwand wagt. Mit „Beauty and the Beast“ wird die klassische Geschichte vom verwunschenen Biest und der schönen Belle neu erzählt – und zwar in der bislang teuersten französischen Filmproduktion überhaupt. Etwas preiswerter, aber dafür mit nahezu garantierter Emotionalität, erzählen die Coen-Brüder in „Inside Llewyn Davis“ die Geschichte eines umherziehenden Country-Sängers im Amerika der 60er Jahre. Ebenfalls in der Vergangenheit angesiedelt ist „American Bullshit“. In dem interessant wirkenden Mafia-Krimi geben sich unter anderem Christian Bale, Bradley Cooper und Jennifer Lawrence die Klinke in die Hand – mit stellenweise höchst gewöhnungsbedürftigen Frisuren. Lars von Trier schockt unterdessen mit dem ersten Teil von „Nymphomaniac“ und wird garantiert die Gemüter spalten, wenn er Stars wie Charlotte Gainsbourg, Willem Dafoe oder Shia LaBeouf in expliziten Sexszenen aufeinander los lässt. Dagegen wirkt „Pompeji“, in welchem es um den tragischen Untergang der namensgebenden römischen Stadt geht, nach gewohnter Hollyood-Kost. Insbesondere für weibliche Fans dürfte das Mitwirken von Kit Harrington („Game of Thrones“) erwähenswert sein. Ermüdend ist dagegen die Tatsache, dass antiker Stoff mal wieder in Sepiafarben und überzogenen Kontrasten dargestellt werden muss.

Apropos antike Sepiafarben: Im Frühling bricht mit „300: Rise of an Empire“ endgültig die Blockbuster-Welle los. In der Fortsetzung zur Comicverfilmung von 2006 wird der Angriff der Perser auf Athen thematisiert, welcher unter anderem in der großen Seeschlacht von Salamis gipfelt. In luftige Höhen schwingt sich Andrew Garfield in „The Amazing Spider-Man 2“. Spidey bekommt es hier mit Jaimie Foxx als Electro zu tun, doch der Gerüchteküche lässt sich das Erscheinen vieler weiterer Gegner entnehmen, was in diesem Ausmaß schon recht bedenklich wirkt. Im April erscheint außerdem das Bibel-Epos „Noah“ mit Russell Crowe in der Hauptrolle. Regie führt Darren Aronofsky, was auf einen künstlerisch interessanten Kurs hoffen lässt. Zumindest stießen erste Testscreenings auf keine breite Zustimmung, was nun natürlich die Geldgeber bei einer derart hohen Investition nervös macht. Für mich bleibt die Hoffnung, dass der finale Schnitt so wenig wie möglich von Aronofskys ursprünglicher Intention zerstört. Ebenfalls teuer dürfte die Neuinterpretation von „Godzilla“ gewesen sein, bei welcher das namensgebende Monster sicherlich vieles zerstören darf. Interessant ist auch, dass Bryan Cranston („Breaking Bad“) hierbei mitwirkt. Weniger mainstreamig erscheint da der Thriller „Out Of The Furnace“, bei welchem sich Christian Bale in kriminelle Gefilde begibt.

Im Juli steht mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ eine weitere Comicverfilmung an. Der deutsche Titel ist zwar dämlich gewählt, aber der Trailer scheint durch das Zusammenführen der verschiedenen Mutanten-Generationen doch ansprechend. Mit „Jupiter Ascending“ bringen die Macher der Matrix-Reihe ein Science-Fiction-Film in die Kinos, bei welchem Mila Kunis und Channing Tatum Hauptrollen übernehmen. Im August haben wir das Vergnügen, uns „Sin City 2: A Dame To Kill For“ anzusehen. Basierend auf den großartigen Comics von Frank Miller verspricht der nächste und längst überfällige Ausflug in die Stadt der Sünde eine Menge Coolness und Brutalität, aber vor allem optischen Hochgenuss. Ebenfalls im Sommer bekommen wir eine völlig neue Superhelden-Truppe serviert: „Guardians of the Galaxy“ stammt zwar auch aus dem Hause Marvel, jedoch könnten bewaffnete Waschbären, grünhäutige Kampfamazonen und sprechende Bäume für eine völlig neue Filmerfahrung sorgen. Zumindest liegen in diesem Film meine größten Hoffnungen, was Superhelden-Verfilmungen angeht.

Im Oktober verwöhnt uns der große David Fincher mit „Gone Girl“, der Verfilmung eines Bestsellers mit dem zukünftigen Batman-Schauspieler Ben Affleck in der Hauptrolle. Ebenfalls am Start ist Christopher Nolan mit seinem Science-Fiction-Streifen „Interstellar“, wobei er unter anderem Matthew McConaughey und Anne Hathaway auf Zeitreisen schickt. Nach den eher enttäuschenden Comicverfilmungen „The Dark Knight Rises“ und „Man of Steel“ muss sich Nolan – zumindest nach meiner Auffassung – erneut als Filmemacher beweisen. Im November folgen wir Jennifer Lawrence erneut nach Panem, wobei die letzte Romanvorlage „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ in zwei Teilen verfilmt wird. Um Weihnachten herum wird es nochmals biblisch, wenn Ridley Scott die allseits bekannte Mose-Geschichte in „Exodus“ verfilmt. Neben Christian Bale in der Hauptrolle darf sich auch Aaron Paul („Breaking Bad“) mit ägyptischen Sklaventreibern herum schlagen. Und letztendlich kehren wir vermutlich zum letzten Mal nach Mittelerde zurück, wenn Peter Jackson mit „Der Hobbit: Hin und zurück“ die Geschichte von Bilbo Beutlin, den Zwergen und dem Drachen Smaug zu Ende erzählt.

Es gibt 2014 noch einige Filme, die bisher keinen Starttermin haben. Freuen darf man sich aber trotzdem auf die Komödie „Birdman“, in der Michael Keaton einen gealterten Schauspieler mimt, den eine längst vergangene Superhelden-Rolle nicht mehr los lässt. Der Western „Jane Got A Gun“ litt in letzter Zeit unter regem Regie- und Schauspielerwechsel, aber allem Anschein nach wird der Streifen mit Natalie Portman in der Hauptrolle doch noch das Licht der Welt erblicken. Und schließlich spielt die großartige Marion Cotillard in „The Immigrant“ eine polnische Auswanderin, die in Amerika zur Prostitution gezwungen wird.

Natürlich werden im nächsten Jahr viele Filme erscheinen, die man noch gar nicht wirklich auf dem Radar haben kann, aber wir hoffen, dass wir hiermit schon mal einige wichtige Orientierungspunkte für den geneigten Kinoliebhaber liefern. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es hinsichtlich des deutschen Starttermins noch die ein oder andere Verschiebung geben könnte. Die angesprochenen Filme werden im Folgenden nochmals kurz aufgelistet – in einigen Fällen sogar schon mit entsprechendem Trailer im Link. Viel Spaß damit!

Januar:
12 Years A Slave
Le Passé – Das Vergangene
Diana
47 Ronin
All Is Lost

Februar:
Stromberg – Der Film
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Beauty And The Beast
Inside Llewyn Davis
Nymphomaniac 1

März:
American Bullshit
300: Rise Of An Empire

April:
Out Of The Furnace
The Amazing Spider-Man 2
Noah

Mai:
Godzilla

Juli:
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
Jupiter Ascending

August:
Sin City 2: A Dame To Kill For
Guardians of the Galaxy

Oktober:
Gone Girl

November:
Interstellar
Die Tribute von Panem 3 – Flammender Zorn (Teil 1)

Dezember
Exodus
Der Hobbit: Hin und zurück

Ohne Starttermin:
Birdman
Jane Got A Gun
The Immigrant