Die Top-5 der Kino-No-Gos

Heute möchte ich an dieser Stelle keinen speziellen Film unter die Lupe nehmen, sondern kurz und knackig über gewisse gesellschaftliche Phänomene berichten, die mir im Kino in regelmäßigen Abständen das Popcorn hochkommen lassen. Ich präsentiere: Die Top-5 der Kino-No-Gos!

No-Go Nummer 5: Labernde Filmexperten
Es wirkt vielleicht etwas seltsam, wenn ein Hobby-Filmkritiker über labernde Filmexperten herzieht. Aber während eines Films muss es doch möglich sein, die Lippen weitestgehend geschlossen zu halten und mit Analyse und Kritik abzuwarten.

No-Go Nummer 4: Abbruch des Abspanns
Ich persönlich musste noch nie erleben, dass ein Abspann vorzeitig ausgeblendet wurde, doch ein solcher Fall wurde mir zugetragen. Natürlich gibt es Filme, nach denen man schnellstmöglich den Saal verlassen will. Aber manche Kinobesucher legen auch Wert darauf, das Gesehene sacken zu lassen, beziehungsweise die Credits zu lesen. Dies sollte berücksichtigt werden.

No-Go Nummer 3: 3D-Zuschlag
Ich weiß, 3D ist ein Thema für sich. Und hin und wieder gibt es tatsächlich Filme, in denen auch mir dieses Gimmick zusagt. Allerdings überwiegen doch jene Filme, die nur aus einem einzigen Grund in 3D gezeigt werden – und dieser Grund nennt sich Geld. Klar, in der Filmindustrie geht es an allen Ecken und Enden um das liebe Geld. Doch mir fällt neben dem 3D-Zuschlag spontan kein anderer Bereich ein, in welchem dem geneigten Filmliebhaber derart dreist und unnötig das Geld aus der Tasche gezogen wird. In ländlichen und kleinstädtischen Gegenden bieten sich dazu oft keine Alternativen, denn die 2D-Variant eines Films wird einfach nicht angeboten.

No-Go Nummer 2: Handys
Der moderne Mensch will permanent erreichbar sein. Woher er den Eindruck hat, dass er für die Welt dermaßen wichtig ist, ist mir schleierhaft. Ständig aufleuchtende Handydisplays sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Kinobesuchs, ja sogar tatsächliches SMS-Geschreibe kommt vor. Liebe Leute, ihr habt bezahlt, um einen Film zu sehen, nicht um eure sozialen Kontakte zu pflegen. Und wenn man die Uhrzeit checken möchte, bietet die Kinoleinwand in der Regel genug Licht, um auf einer herkömmlichen Armbanduhr etwas erkennen zu können.

No-Go Nummer 1: Müll
Ich mag Katastrophenfilme und Endzeitszenarien. Aber die katastrophalste Endzeit beginnt oft, wenn die Lichter nach dem Film wieder angehen. Nicht nur, dass permanentes Geraschel von Süßigkeitenverpackungen den Filmgenuss stört. Nein, viele Menschen sind offenbar auch nicht in der Lage, den entstehenden Müll aus dem Saal hinaus zu nehmen. Einige schaffen es ja nicht einmal, die gekauften Produkte von der Tüte zum Mund zu führen. Anders kann ich mir den Saustall zwischen den Sitzreihen nicht erklären. Oder wie kommt es, dass beispielsweise von Popcorntüten oft 50 Prozent des Inhalts am Boden zu finden ist? Die Leute sollten sich schämen, was sie alles an Geld und Nahrung weg werfen.

So, Dampf abgelassen! Möglicherweise gibt es ja auch Kino-Phänomene, die euch stören. Wenn ja, dürft ihr uns das gerne in den Kommentaren wissen lassen. Abschließend bleibt mir nur noch ein zusammenfassendes Filmzitat: PUNISH!