Der große Rückblick zum Kinojahr

Die Popcornguys blättern durch ihre 2013 angesammelten Kinokarten und sinnieren zu den Perlen des Films, aber auch zu den großen Enttäuschungen.

Im ersten Teil des Videos widmen wir uns den bitteren bis schmerzhaften Enttäuschungen, die uns in den Kinosäalen dargeboten wurden:

Im zweiten Teil stellen wir Euch unsere besonderen Highlights dieses Kinojahres vor – viel Spaß:

Jahresrückblick 2012 – Teil 2 (PrestoPhisto)

Und hier kommt der zweite Teil unseres Rückblicks auf das Kinojahr 2012!

Prometheus – Dunkle Zeichen (8/10)
Ein Archäologenpaar untersucht Höhlenmalereien verschiedener Zeitepochen und erkennt in den Überschneidungen eine Karte, die zu einem weit entfernten Mond führt. Finanziert von der einflussreichen Weyland Corporation besteigt das Pärchen gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern das Raumschiff „Prometheus“, um im All nach den Ursprüngen der Menschheit zu suchen. Auf dem fernen Mond angekommen treffen die Forscher tatsächlich auf ihre Schöpfer – doch bald bricht der reinste Albtraum aus. Das Prequel zu Ridley Scotts Meisterwerk „Alien“ spaltete schon früh die Fangemeinde. Ich persönlich hatte mit den oft kritisierten Logiklöchern weniger Probleme, da ich in den meisten offene Fragen sah, die zum Spekulieren anregen. Doch das Drehbuch muss sich dennoch für die wohl dämlichsten Naturwissenschaftler der Kinogeschichte verantwortlich zeigen. Auch den Hauptfiguren fehlt es an charakterlicher Tiefe, die nur oberflächlich angedeutet wird – obwohl vor allem Naomi Rapace und Michael Fassbender gut spielen. Trotz der Schwächen freue ich mich auf eine Fortsetzung und verteile 8 von 10 Punkte!

Wer’s glaubt, wird selig (7/10)
„Wer’s glaubt wird selig“ ist eine lockere Komödie aus Bayern, die in einem wirtschaftlich verzweifelten Skiörtchen spielt. Dem Wirt Georg kommt jedoch die rettende Idee. Er möchte aus dem Ort eine Pilgerstätte machen, indem er seine kürzlich verstorbene Schwiegermutter heilig sprechen lässt. Um dies zu erreichen, inszeniert der Wirt zusammen mit anderen Dorfbewohnern einige skurrile Begebenheiten, die er dem Vatikan als Wunder verkaufen will. „Wer’s glaubt, wird selig“ kann seinen Pfiff nicht permanent halten, aber der Streifen bietet schwarzen Humor und ist für unkomplizierte Unterhaltung bestens geeignet. 7 von 10 Punkte!

Cosmopolis (6/10)
In „Cosmopolis“ spielt Robert Pattinson einen jungen Milliardär, der in seiner Limousine durch Manhatten fährt, um sich beim Friseur die Haare schneiden zu lassen. In der Stadt ist durch den Präsidentenbesuch, eine Demonstration und die Beerdigung eines Musikstars einiges geboten. Der Milliardär bespricht sich unterwegs mit verschiedenen Menschen, die in seinen Wagen steigen, und wickelt Geschäfte ab. Philosophische Gespräche über Ökonomie und Leben wechseln sich mit flüchtigem Sex und Blasenentleerungen. Regisseur David Cronenberg wagt hier ein cineastisches Experiment, welches meiner Meinung nach aber wenig geglückt ist. Die Dialoge, die den Großteil des Films ausmachen, sind meist ermüdend und kaum verfolgbar. Außerdem ist Robert Pattinson trotz aller Mühen die Hauptrolle in dieser Art Film zwei bis drei Nummern zu groß. Doch aufgrund des Mutes aller Beteiligten gibt es 6 von 10 Punkte!

Looper (9/10)
„Looper“ ist ein Science-Fiction-Film, der im Jahr 2044 spielt. Dort gibt es die sogenannten Looper, die als Auftragskiller unliebsame Personen für ein Syndikat ausschalten. Die Zielpersonen werden dabei per Zeitreise aus der Zukunft geschickt und sofort nach ihrem Eintreffen erschossen. Gelegentlich passiert es auch, dass ein Looper seinem 30 Jahre älteren Ich gegenüber steht und dennoch abdrücken muss. Im Film geht es um den Killer Joe, gespielt von Joseph Gordon-Levitt, dem genau dies passiert. Doch er zögert mit der Hinrichtung seines älteren Ichs, gespielt von Bruce Willis, was Joe gegenüber seinen Vorgesetzten in erhebliche Schwierigkeiten bringt. „Looper“ ist in meinen Augen eine kleine Überraschung und zählt mit seiner innovativen Art und hohen Spannung zu den besten Filmen des Jahres. 9 von 10 Punkte!

Savages (6/10)
„Savages“ spielt in Kalifornien und handelt von zwei Beach-Boys, die in einem tollen Haus wohnen, sich eine hübsche Freundin teilen und ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von Mariuhana bestreiten. Dadurch geraten sie ins Visier eines brutalen mexikanischen Drogenkartells, welches von Salma Hayek geführt wird. Schließlich entführen die Verbrecher die gemeinsame Freundin der Beach-Boys, woraufhin diese Versuche unternehmen, sie zu befreien. Meiner Meinung nach konnte sich „Savages“ nicht wirklich entscheiden, was es sein wollte – unbeschwerte Drogenkomödie oder brutales Drama. Vielleicht wollte es auch beides sein, doch dann hat es nicht funktioniert. Negativ fiel mir außerdem die relative Talentlosigkeit der Hauptdarsteller auf. Gut waren dagegen Salma Hayek und Benicio del Toro in ihren fiesen Nebenrollen. Es gibt 6 von 10 Punkte!

James Bond 007: Skyfall (9/10)
Daniel Craig schlüpft zum dritten Mal in die Rolle des berühmten Geheimagenten. Ein ehemaliger Mitarbeiter des MI6 hat es auf Bonds Chefin M abgesehen und nutzt die Informationen einer gestohlenen Festplatte, um den Geheimdienst zu terrorisieren. Agent 007, der seit einiger Zeit untergetaucht war, wird trotz der Zweifel an körperlicher und geistiger Verfassung reaktiviert und auf den Fall angesetzt. „Skyfall“ ist einer der größten Kinoerfolge des Jahres und in meinen Augen auch Daniel Craigs bester Bond-Film. Wohl dosierte Action wechselt sich mit ruhigen Charaktermomenten, aufregenden Kamera- und Lichteinstellungen sowie trockenen Sprüchen. Gekrönt wird der Film durch Javier Bardems Leistung als kultiger Bösewicht Raoul Silva. Es gibt 9 von 10 Punkte!

Die Vermessung der Welt (7/10)
In „Die Vermessung der Welt“ geht es um den Naturforscher Alexander von Humboldt und den Mathematiker Carl Friedrich Gauß, die beide die Welt vermessen wollen, dabei jedoch zu komplett verschiedenen Methoden greifen. Während Humboldt in die Ferne reist, um fremde Kulturen und Tiere erforschen zu können, bleibt Gauß mit seiner Mathematik daheim am Schreibtisch. Trotzdem gibt es eine Gemeinsamkeit: Beiden fällt es schwer, aufgrund ihres wissenschaftlichen Eifers und Intellekts von anderen Menschen ihres Umfels verstanden zu werden. „Die Vermessung der Welt“ ist eine Produktion aus deutschem Hause, die sich mit ihrer 3D-Technik nicht vor der amerikansichen Konkurrenz zu verstecken braucht. Durchgängig fesselnd war der Streifen jedoch nicht, weswegen es nur 7 von 10 Punkte gibt.

Cloud Atlas (9/10)
In der Romanverfilmung „Cloud Atlas“ geht es um sechs verschiedene Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Mitte des 19. Jahrhunderts reist ein amerikanischer Anwalt mit dem Schiff über den Pazifik und freundet sich mit einem Sklaven an. Anfang des 20. Jahrhunderts möchte ein junger Komponist ein Meisterwerk verfassen. Ende des 20. Jahrhunderts deckt eine aufstrebende Journalistin einen Atomskandal auf. 2012 ist ein alternder Verleger auf der Flucht vor seinen Gläubigern. 2144 kämpft ein weiblicher Klon um seine Menschenrechte. Und 2321 herrschen auf Hawaii postapokalyptische Zustände. All diese Geschichten werden in „Cloud Atlas“ geschickt verbunden und ziehen Zuschauer mit genügend Aufmerksamkeit in ihren Bann. Der visuell und erzählerisch höchst ansprechende Film erhält 9 von 10 Punkte!

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (8/10)
In der Vorgeschichte zum „Herrn der Ringe“ schließt sich der Hobbit Bilbo Beutlin einigen Zwergen und dem Zauberer Gandalf an, um den sagenhaften Zwergenschatz des Berges Erebor zurück zu erobern. Dabei gilt es jedoch, mit einem Drachen fertig zu werden – und ganz nebenbei entdeckt Bilbo auch noch den mächtigen Herrscherring. Wohl keiner anderer Film wurde 2012 sehnlicher herbei gewünscht als „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“. Gefallen hat er mir, doch vollständig überzeugt hat er mich nicht. Ein zu künstlicher Look, stellenweise überdrehte Action und peinliche Elemente wie Hasenschlitten trübten mein Kinoerlebnis. Trotzdem war der Auftakt gut und ich freue mich auf Teil zwei und drei. 8 von 10 Punkte!

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (10/10)
In „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ geht es um den indischen Jungen Pi, der Sohn eines Zoodirektors ist. Als der komplette Zoo verkauft wird und sich die Tiere an Bord eines Frachters befinden, bringt ein gewaltiger Sturm das Schiff zum Sinken. Pi hat als einziger überlebt und befindet sich nun auf einem Rettungsboot mitten auf dem Pazifik – in Gesellschaft eines gefährlichen Tigers namens Richard Parker. Der Junge und das Tier bauen sich allmählich eine Art Partnerschaft auf und nehmen gemeinsam den Überlebenskampf auf. „Life of Pi“ ist jedoch nicht nur ein Abenteuerfilm – es ist eine Parabel auf das Leben und kann in seiner Auflösung tatsächlich die Frage nach Gott beantworten. Für mich ist Ang Lees Werk zusammen mit „The Artist“ der beste Film des Jahres und verdient 10 von 10 Punkte!

Drive (10/10)
In „Drive“ spielt Ryan Gosling einen wortkargen Mechaniker und Stuntfahrer, der nachts als Fluchtfahrer für Diebstähle und Raubüberfälle tätig ist. Was zunächst nach einem wilden Actionfilm mit viel Adrenalin klingt, ist in Wahrheit ein unglaublich ruhiger und dezenter Streifen, der – parallel mit den kurzen Gewaltübergriffen des Protagonisten – nur stellenweise explodiert. Dann aber so richtig. Ryan Gosling spielt mit einer sagenhaften Intensität und auch die Nebenrollen sind mit Bryan Cranston und Carey Mulligan hervorragend besetzt. Der eigenwillige, aber intensive Streifen erhält 10 von 10 Punkte!

50/50 – Freunde fürs (Über)leben (8/10)
Joseph Gordon-Levitt spielt Adam, dem ein seltener und schwer zu behandelnder Krebs diagnostiziert wird. Die Menschen in seinem Umfeld sind ihm nur eine bedingte Hilfe: Sein dementkranker Vater versteht ihn nicht, seine Mutter möchte bei ihm einziehen, seine Freundin betrügt ihn, sein bester Kumpel denkt nur an Sex und seine frisch von der Uni kommende Therapeutin ist vollkommen überfordert. Dennoch geht Adam die Krankheit mutig und möglichst entspannt an. Das Ergebnis ist ein herzensguter Film, der die Balance zwischen Komödie und Drama gut hält. Zu den besten Momenten kommt es meiner Meinung nach, wenn die dramatische Komponente überwiegt und die Operation immer näher rückt. Es gibt 8 von 10 Punkte!

Shame (9/10)
In „Shame“ spielt Michael Fassbender einen sexsüchtigen Geschäftsmann in New York, dem es seine Zwänge nicht erlauben, sich emotional auf andere Menschen einzulassen. Der Besuch seiner psychisch labilen Schwester und der Versuch einer Beziehung mit einer Arbeitskollegin stellen daher nur kurze Lichtblicke dar. Michael Fassbender liefert mit einer ähnlich unaufdringlichen Art wie Ryan Gosling eine grandiose Schauspielleistung in diesem düsteren und bedrückenden Film ab. Es gibt 9 von 10 Punkte!

Wir hoffen, euch hat der Rückblick gefallen! Und für das kommende Jahr wünschen wir euch natürlich auch ebenso viele tolle Kino- und Filmerlebnisse! Vergesst in diesem Zusammenhang auch nicht unsere Verleihung des „Goldenen Popcornguy“!

Hier geht es zur Abstimmung!

Jahresrückblick 2012 – Teil 1 (PrestoPhisto)

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen und es wird Zeit, eine ganze Reihe von Kinofilmen Revue passieren zu lassen. Ich möchte nicht viel vorweg nehmen, aber ich kann schon mal verraten, dass 2012 einige sehr gute, manchmal sogar großartige Filme zu Bestaunen waren. In diesem Sinne: Viel Spaß mit dem ersten Teil unseres Rückblicks!

Der Gott des Gemetzels (8/10)
Das Jahr begann für mich mit Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“. Die schwarze Komödie basiert auf einem Theaterstück und dreht sich um zwei Elternpaare, die im Gespräch den Konflikt ihrer Kinder lösen wollen. Bald eskaliert die Lage und die Erwachsenen zeigen im bitterbösen Wortgefecht ihr wahres Gesicht. Polanski gelang es mit Hilfe der grandiosen Besetzung – bestehend aus Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly – köstlich aufzuzeigen, wie zerbrechlich doch die Maske des Anstands und guten Benehmens sein kann. Die Dialoglastigkeit mindert dabei den Filmspaß nur geringfügig. Es gibt 8 von 10 Punkte!

Ziemlich beste Freunde (8/10)
„Ziemlich beste Freunde“ war einer der größten Kinoerfolge in Deutschland und wurde viele Monate lang regelmäßig aufgeführt. Der französische Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert, handelt von der Begegnung zwischen zwei komplett verschiedenen Menschen. Auf der einen Seite ist Philippe, ein vermögender Mann fortgeschrittenen Alters, der seit einem Umfall vom Hals an abwärts gelähmt ist. Auf der anderen Seite ist Driss, ein arbeitsloser Ex-Häftling, der zunächst unfreiwillig die neue Pflegekraft des Behinderten wird. Es entwickelt eine ungewöhnliche, aber ebenso amüsante und tiefgründige Freundschaft, die aus „Ziemlich beste Freunde“ einen ganz besonderen Film macht. Es gibt 8 von 10 Punkte!

Verblendung (8/10)
„Verblendung“ ist David Finchers Verfilmung des gleichnamigen Thriller-Romans aus Schweden. Darin geht es um einen Enthüllungsjournalisten, gespielt von Daniel Craig, der beruflich in die Enge getrieben ist und deswegen den lukrativen, aber gefährlichen Auftrag eines alternden Unternehmers annimmt. Dieser engagiert den Journalisten, um den Mordfall seiner Nichte aufzuklären, wobei er im Grunde seine gesamte Familie verdächtigt. Daniel Craig erhält die Unterstützung einer eigensinnigen und komplizierten Hackerin, die grandios von Rooney Mara dargestellt wird. „Verblendung“ mag zwar ein paar Längen haben, ist jedoch aufgrund der Besetzung und der düsteren Atmosphäre ein überdurchschnittlich guter Thriller. Es gibt 8 von 10 Punkte!

The Artist (10/10)
Der möglicherweise beste Film 2012 kommt aus Frankreich und trägt den Titel „The Artist“. Im Zentrum des schwarz-weißen Stummfilms steht der Filmstar George Valentin, dessen Karriere parallel zum Erfolgskurs des Tonfilms in die Brüche geht. Neben Valentins treuem Hund ist es vor allem die bezaubernde Schauspielkollegin Peppy Miller, die den Star nicht fallen lassen will – doch ihre Liebesbeziehung gestaltet sich nicht gerade einfach. „The Artist“ ist ein rundum gelungener Film, der Zuschauer mit ausreichend Offenheit und Feingefühl in allen Belangen befriedigt. Das Meisterwerk wurde zurecht mit Oscars ausgezeichnet und erhält auch von uns 10 Punkte!

Dame, König, As, Spion (6/10)
„Dame, König, As, Spion“ basiert auf einem Roman und erzählt die Geschichte über einen Maulwurf beim britischen Geheimdienst während der Zeit des Kalten Krieges. Obwohl der Film unter anderem mit Gary Oldman herausragend besetzt ist, sprang bei mir der Funke nicht so recht über. Möglicherweise lag es an meiner damaligen Müdigkeit, aber die kühle Inszenierung und die ermüdend hohe Dichte an politisch-historischen Fakten ließen bei mir nur wenig Spannung oder Begeisterung aufkommen. „Dame, König, As, Spion“ bekommt 6 von 10 Punkte!

Die Tribute von Panem – The Hunger Games (8/10)
„Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ spielt in der fiktiven Zukunftswelt Panem, die in insgesamt zwölf Distrikte unterteilt ist. Von diesen muss jeder Personen als Tribute für die sogenannten Hungerspiele zur Verfügung stellen. Die Spiele gleichen Gladiatorenkämpfen, in denen sich meist Jugendliche zur Unterhaltung der Zuschauer bis auf den Tod bekämpfen müssen. Für den zwölften Distrikt tritt unter anderem die junge Katniss an, die überragend von Jennifer Lawrence gespielt wird. „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ ist der überaus gelungene Auftakt einer Trilogie, welcher trotz ein paar kleiner Schwächen überzeugen kann. Es gibt 8 von 10 Punkte!

The Grey – Unter Wölfen (8/10)
In „The Grey – Unter Wölfen“ spielt Liam Neeson einen Jäger, der zusammen mit einigen Arbeitern einer Ölgesellschaft einen Flugzeugabsturz überlebt. Die Gruppe befindet sich nun in einer verschneiten und abgelegenen Gegend Alaskas und kann auf keine Hilfe von Außen hoffen. Zusätzlich gibt es ein weiteres Problem: Ein Rudel angriffslustiger Wölfe macht erbarmungslos Jagd auf die Menschen. Ein harter Überlebenskampf beginnt, der zwar einige genretypische Klischees aufweist, aber enorm von der Schauspielkraft Liam Neesons profitiert. 8 von 10 Punkte!

Marvel’s The Avengers (6/10)
In der Comicverfilmung „The Avengers“ aus dem Hause Marvel droht die Invasion einer übermächtigen Alien-Streitmacht. Aus diesem Grund müssen sich die mächtigsten Helden der Erde verbünden, darunter Captain America, Iron Man, Thor und der unglaubliche Hulk. Es entbrennt eine Effektschlacht vom Feinsten, die problemlos ein Millionenpublikum fand. Doch für mich hatte der Film trotz der guten Action und ein paar amüsanten Momenten nicht besonders viel zu bieten. Dank flacher Charaktere und einer wenig ausgeklügelten Handlung bekommen die Rächer von mir nur 6 von 10 Punkte!

Dark Shadows (7/10)
Johnny Depp spielt in „Dark Shadows“ einen Vampir des späten 18. Jahrhunderts, der wegen der Machenschaften einer bösen Hexe lebendig vergraben wird. Im Jahr 1972 wird er aus seinem Sarg befreit und nimmt Kontakt mit seinen eigenwilligen Nachkommen auf. Der Vampir möchte die familieneigene Fischkonserven-Fabrik wieder auf Vordermann bringen, doch erneut stellt sich die Hexe von damals in seinen Weg. „Dark Shadows“ klang vielversprechend: Ein Film von Tim Burton, ein wunderbarer Cast und endlich ein Vampir, der kein Vegetarier ist und nicht im Sonnenlicht das Glitzern anfängt. Doch leider wurde es nur ein recht durchschnittlicher Spaß, der sein Potential verschenkte. 7 von 10 Punkte!

Snow White and the Huntsman (6/10)
Die Trailer zu „Snow White and the Huntsman“ versprachen einen visuellen Hochgenuss – doch leider ist die Optik auch fast schon alles, was man an diesem Film genießen konnte. Auch ein paar gute Zwergenwitze können über eine träge Handlung und hölzern agierende Hauptdarsteller nicht hinweg täuschen. Der einzige Lichtblick ist Charlize Theron, die in der Rolle der bösen Königin eine gute Show liefert. „Snow White and the Huntsman“ bekommt 6 von 10 Punkte!

The Amazing Spider-Man (7/10)
Das Comic-Reboot „The Amazing Spider-Man“ stieß schon im Vorfeld auf gemischte Gefühle. Dabei waren die Voraussetzungen nicht durchweg schlecht: Ein vielversprechender Independent-Regisseur, zwei interessante Newcomer als Hauptdarsteller und ein bisher unverbrauchter Bösewicht. Leider gelingt es „The Amazing Spider-Man“ nicht, die vielen guten Ansätze vernünftig unter einen Hut zu bringen, beziehungsweise auszuschöpfen. Trotzdem darf man auf weitere Teile gespannt sein. Der Auftakt erhält jedoch nur 7 von 10 Punkte.

Lachsfischen im Jemen (7/10)
„Lachsfischen im Jemen“ ist eine satirische Komödie, in der ein Scheich auf die Idee kommt, im Wüstenland Jemen die Lachsfischerei einzuführen. Das Unterfangen erscheint aussichtslos, doch der Scheich baut auf die Unterstützung einer Anwältin und eines Angelexperten, die von Emily Blunt und Ewan McGregor dargestellt werden. Der Humor des Films ist britisch und spitz, die Hauptdarsteller harmonieren großartig. Leider rücken die satirischen Aspekte gegen Ende in den Hintergrund und machen der kitschigen Romanze etwas zu viel Platz. Trotzdem bekommt „Lachsfischen im Jemen“ 8 von 10 Punkte!

The Dark Knight Rises (8/10)
Im Abschluss von Christopher Nolans Batman-Trilogie „The Dark Knight Rises“ muss der angeschlagene Bruce Wayne wieder in Form kommen, um es mit dem mächtigen Terroristen Bane aufnehmen zu können. Dabei begegnet er auch der undurchschaubaren Catwoman und wird schließlich von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Hohe Erwartungen richteten sich an den Film, doch leider gelingt es „The Dark Knight Rises“ nicht, die eigenen Ansprüche zu erfüllen. Zu viele neue Charaktere und Handlungsfäden ergeben kein rundes Gesamtbild und können nicht an den weitaus intelligenteren Vorgänger „The Dark Knight“ anknüpfen. Dennoch lieferte Christopher Nolan einen würdigen Abschluss seiner Trilogie, der 8 von 10 Punkte erhält!

Ted (7/10)
In „Ted“ geht es um den junggebliebenen John und seinen sprechenden Teddybären, den er seit seiner Kindheit besitzt. Die Freundschaft der beiden geht tief, belastet aber zunehmend die Beziehung Johns zu seiner Freundin Lori. Nach einigen heftigen Eskapaden des Teddybären wird John gewzungen, sich zwischen Lori und Ted zu entscheiden. Der Erschaffer der Serie „Family Guy“ liefert hier eine sehr amüsante, wenn auch äußerst derbe Komödie. Wer diese Art des Humors teilt, wird durch Ted sicherlich gut unterhalten werden. Es gibt 7 von 10 Punkte!

Demnächst gibt es den zweiten Teil des Rückblicks! Wir freuen uns über eure Kommentare und wünschen euch an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch ins Jahr 2013!