Nachgereicht: Golden Popcornguy 2014

Die langersehnte Verleihung des Golden Popcornguy 2014. Ein inzwischen höchst anerkannter Preis unter den Filmschaffenden, sorgfältig ausgelesen und demokratisch gewählt, verliehen den besten Filmperlen des Jahres 2014. Hört rein!

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Oscars 2014: PrestoPhisto nennt seine Favoriten

Die Oscars stehen vor der Tür! Zwar konnte man wegen den Veröffentlichungsterminen in Deutschland noch nicht alle Nominierte im Kino sehen, aber ich denke, dass ich trotzdem eine vorsichtige Prognose wagen kann. Wobei Prognose das falsche Wort ist: Es handelt sich eher um eine Wunschliste, die sich nach meinem persönlichen Geschmack richtet, ohne sich an potentieller Academy-Politik zu orientieren. Einige Kategorien lasse ich hierbei auch komplett aus, weil ich entweder zu wenig Ahnung davon habe oder aber kaum einen Film daraus gesehen habe. Doch nun genug gequatscht, hier wäre meine Wahl der Oscar-Gewinner 2014:

Bester Film: GRAVITY
Die Konkurrenz in dieser Kategorie ist wahnsinnig stark. So hätte ich auch nichts gegen einen Sieg von „Captain Phillips“, „Dallas Buyers Club“, „12 Years A Slave“ oder „The Wolf Of Wall Street“. Allerdings fällt meine Wahl doch auf „Gravity“, der mich einfach von vorne bis hinten umgehauen hat.

Beste Regie: MARTIN SCORSESE („The Wolf Of Wall Street“)
Dem Mann gelingt es, mit über 70 Jahren alle Bereiche seines Films „The Wolf Of Wall Street“ nahezu perfekt aufeinander abzustimmen und keinerlei Langeweile aufkommen zu lassen. Das verdient doch wohl eine Auszeichnung!

Bester Hauptdarsteller: LEONARDO DiCAPRIO („The Wolf Of Wall Street“)
Chiwetel Ejiofor („12 Years A Slave“) und Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“) glänzen in ihren Darstellungen. Aber Leonardo DiCaprio feilt seit vielen Jahren an seiner Karriere und macht es dabei so geschickt wie kaum ein anderer. Die Zeit für einen Oscar ist überreif.

Beste Hauptdarstellerin: SANDRA BULLOCK („Gravity“)
Erst kürzlich hat mich Amy Adams in „American Hustle“ extrem fasziniert. Aber ich würde dennoch Sandra Bullock für ihre One-Woman-Show in „Gravity“ auszeichnen.

Bester Nebendarsteller: MICHAEL FASSBENDER („12 Years A Slave“)
Auch in dieser Kategorie ist die Konkurrenz sehr stark – vor allem durch Jonah Hill („American Hustle“) und Jared Leto („Dallas Buyers Club“). Dennoch würde ich Michael Fassbender für seine erschreckende Darstellung eines innerlich zerrissenen Sklavenbesitzers mit dem Oscar würdigen.

Beste Nebendarstellerin: JENNIFER LAWRENCE („American Hustle“)
Gut, Jennifer Lawrence hätte damit ihren dritten Oscar und man muss aufpassen, dass die Auszeichnung keine Selbstverständlichkeit wird. Aber verdient hätte sie es schon!

Bestes Originaldrehbuch: HER
Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber die Idee, die bereits im Trailer vermittelt wird, halte ich für äußerst frisch und originell.

Bestes adaptiertes Drehbuch. 12 YEARS A SLAVE
Ich habe zwar keines der nominierten Bücher gelesen, allerdings finde ich es großartig, dass die fast vergessenen Schriften des einstigen Sklaven Solomon Northup wieder entdeckt wurden.

Bester fremdsprachiger Film: DIE JAGD
Der einzige von mir gesehene Film der Kategorie, aber er hätte es absolut verdient.

Bestes Szenenbild: 12 YEARS A SLAVE
Man merkt dem Film einfach an, dass Steve McQueen seine Wurzeln in der bildenden Kunst hat.

Beste Kamera: GRAVITY
Hierbei muss man wohl nicht viel erklären.

Bestes Kostümdesign: AMERICAN HUSTLE
Der katastrophale Look der 70er Jahre wird hier einfach perfekt eingefangen.

Bester Schnitt: GRAVITY
Diesem Film macht vor allem in den technischen Kategorien einfach niemand was vor.

Beste Filmmusik: GRAVITY
Die Balance aus bedrohlicher Musik und absoluter Weltraumstille ist in meinen Ohren ein Hochgenuss.

Bester Filmsong: „ORDINARY LOVE“ (von U2 aus „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“)
Als langjährigen U2-Fan gibt es für mich eigentlich keine Alternative. Außerdem ist es im Kontext des Mandela-Films eine wirklich schöne Popnummer.

Beste visuelle Effekte: GRAVITY
Auch diese Entscheidung muss ich wohl nicht weiter erklären.

Freut ihr euch auf die Oscars? Was haltet ihr von der gesamten Veranstaltung? Wie würdet ihr entscheiden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Die große Jahresvorschau: Was läuft 2014 im Kino?

Das Jahr 2013 geht dem Ende zu und schon bald werden uns unzählige Jahresrückblicke unterschiedlichster Themen um die Ohren geschlagen werden. Auch von Seiten der Popcornguys werdet ihr in dieser Hinsicht nicht verschont. Aber zunächst soll es um etwas anderes gehen: Die große Vorschau zum Kinojahr 2014.

Das Jahr beginnt qualitativ auf hohem Niveau. In „12 Years A Slave“, dem neuen Drama von Steve McQueen („Shame“), spielt Chiwetel Ejiofor einen schwarzen Geigenspieler, der Mitte des 19. Jahrhunderts von seiner Familie entführt und als Sklave auf eine Plantage in die Südstaaten verkauft wird. Der packende Trailer zeigt einen imposanten Cast, der von Brad Pitt über Benedict Cumberbatch bis hin zu Michael Fassbender reicht. Letzterer scheint als diabolischer Plantagenbesitzer mal wieder eine Glanzleistung abzuliefern. Ebenfalls im Januar soll das Drama „All Is Lost“ anlaufen, in welchem Robert Redfort auf offener See ums nackte Überleben kämpft. „Le Passé – Das Vergangene“ erzählt die aufwühlende Geschichte eines Paares, das sich trennen möchte, worunter insbesondere die Kinder zu leiden haben. Alleine wegen der bezaubernden Bérénice Bejo („The Artist“) sollte nach diesem Film Ausschau gehalten werden. Mehr Action dürfte es in „47 Ronin“ geben. In dem fantasievollen und optisch ansprechenden Trailer sehen wir Keanu Reaves, der es als Samurai mit allerlei Gegnern aufnehmen muss. Bodenständiger wird es dagegen in „Diana“, worin Naomi Watts die verstorbene britische Prinzessin mimt. Der Trailer allerdings wirkt an manchen Stellen schon ziemlich kitschig.

Im Februar erwartet uns eine weitere Biografie: In „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ spielt Idris Elba einen jungen Nelson Mandela, der sich für die Demokratie in seiner südafrikanischen Heimat einsetzt. Lustiger wird es dagegen in „Stromberg – Der Film“, worin Christoph Maria Herbst in seiner Paraderolle den Sprung auf die große Leinwand wagt. Mit „Beauty and the Beast“ wird die klassische Geschichte vom verwunschenen Biest und der schönen Belle neu erzählt – und zwar in der bislang teuersten französischen Filmproduktion überhaupt. Etwas preiswerter, aber dafür mit nahezu garantierter Emotionalität, erzählen die Coen-Brüder in „Inside Llewyn Davis“ die Geschichte eines umherziehenden Country-Sängers im Amerika der 60er Jahre. Ebenfalls in der Vergangenheit angesiedelt ist „American Bullshit“. In dem interessant wirkenden Mafia-Krimi geben sich unter anderem Christian Bale, Bradley Cooper und Jennifer Lawrence die Klinke in die Hand – mit stellenweise höchst gewöhnungsbedürftigen Frisuren. Lars von Trier schockt unterdessen mit dem ersten Teil von „Nymphomaniac“ und wird garantiert die Gemüter spalten, wenn er Stars wie Charlotte Gainsbourg, Willem Dafoe oder Shia LaBeouf in expliziten Sexszenen aufeinander los lässt. Dagegen wirkt „Pompeji“, in welchem es um den tragischen Untergang der namensgebenden römischen Stadt geht, nach gewohnter Hollyood-Kost. Insbesondere für weibliche Fans dürfte das Mitwirken von Kit Harrington („Game of Thrones“) erwähenswert sein. Ermüdend ist dagegen die Tatsache, dass antiker Stoff mal wieder in Sepiafarben und überzogenen Kontrasten dargestellt werden muss.

Apropos antike Sepiafarben: Im Frühling bricht mit „300: Rise of an Empire“ endgültig die Blockbuster-Welle los. In der Fortsetzung zur Comicverfilmung von 2006 wird der Angriff der Perser auf Athen thematisiert, welcher unter anderem in der großen Seeschlacht von Salamis gipfelt. In luftige Höhen schwingt sich Andrew Garfield in „The Amazing Spider-Man 2“. Spidey bekommt es hier mit Jaimie Foxx als Electro zu tun, doch der Gerüchteküche lässt sich das Erscheinen vieler weiterer Gegner entnehmen, was in diesem Ausmaß schon recht bedenklich wirkt. Im April erscheint außerdem das Bibel-Epos „Noah“ mit Russell Crowe in der Hauptrolle. Regie führt Darren Aronofsky, was auf einen künstlerisch interessanten Kurs hoffen lässt. Zumindest stießen erste Testscreenings auf keine breite Zustimmung, was nun natürlich die Geldgeber bei einer derart hohen Investition nervös macht. Für mich bleibt die Hoffnung, dass der finale Schnitt so wenig wie möglich von Aronofskys ursprünglicher Intention zerstört. Ebenfalls teuer dürfte die Neuinterpretation von „Godzilla“ gewesen sein, bei welcher das namensgebende Monster sicherlich vieles zerstören darf. Interessant ist auch, dass Bryan Cranston („Breaking Bad“) hierbei mitwirkt. Weniger mainstreamig erscheint da der Thriller „Out Of The Furnace“, bei welchem sich Christian Bale in kriminelle Gefilde begibt.

Im Juli steht mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ eine weitere Comicverfilmung an. Der deutsche Titel ist zwar dämlich gewählt, aber der Trailer scheint durch das Zusammenführen der verschiedenen Mutanten-Generationen doch ansprechend. Mit „Jupiter Ascending“ bringen die Macher der Matrix-Reihe ein Science-Fiction-Film in die Kinos, bei welchem Mila Kunis und Channing Tatum Hauptrollen übernehmen. Im August haben wir das Vergnügen, uns „Sin City 2: A Dame To Kill For“ anzusehen. Basierend auf den großartigen Comics von Frank Miller verspricht der nächste und längst überfällige Ausflug in die Stadt der Sünde eine Menge Coolness und Brutalität, aber vor allem optischen Hochgenuss. Ebenfalls im Sommer bekommen wir eine völlig neue Superhelden-Truppe serviert: „Guardians of the Galaxy“ stammt zwar auch aus dem Hause Marvel, jedoch könnten bewaffnete Waschbären, grünhäutige Kampfamazonen und sprechende Bäume für eine völlig neue Filmerfahrung sorgen. Zumindest liegen in diesem Film meine größten Hoffnungen, was Superhelden-Verfilmungen angeht.

Im Oktober verwöhnt uns der große David Fincher mit „Gone Girl“, der Verfilmung eines Bestsellers mit dem zukünftigen Batman-Schauspieler Ben Affleck in der Hauptrolle. Ebenfalls am Start ist Christopher Nolan mit seinem Science-Fiction-Streifen „Interstellar“, wobei er unter anderem Matthew McConaughey und Anne Hathaway auf Zeitreisen schickt. Nach den eher enttäuschenden Comicverfilmungen „The Dark Knight Rises“ und „Man of Steel“ muss sich Nolan – zumindest nach meiner Auffassung – erneut als Filmemacher beweisen. Im November folgen wir Jennifer Lawrence erneut nach Panem, wobei die letzte Romanvorlage „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ in zwei Teilen verfilmt wird. Um Weihnachten herum wird es nochmals biblisch, wenn Ridley Scott die allseits bekannte Mose-Geschichte in „Exodus“ verfilmt. Neben Christian Bale in der Hauptrolle darf sich auch Aaron Paul („Breaking Bad“) mit ägyptischen Sklaventreibern herum schlagen. Und letztendlich kehren wir vermutlich zum letzten Mal nach Mittelerde zurück, wenn Peter Jackson mit „Der Hobbit: Hin und zurück“ die Geschichte von Bilbo Beutlin, den Zwergen und dem Drachen Smaug zu Ende erzählt.

Es gibt 2014 noch einige Filme, die bisher keinen Starttermin haben. Freuen darf man sich aber trotzdem auf die Komödie „Birdman“, in der Michael Keaton einen gealterten Schauspieler mimt, den eine längst vergangene Superhelden-Rolle nicht mehr los lässt. Der Western „Jane Got A Gun“ litt in letzter Zeit unter regem Regie- und Schauspielerwechsel, aber allem Anschein nach wird der Streifen mit Natalie Portman in der Hauptrolle doch noch das Licht der Welt erblicken. Und schließlich spielt die großartige Marion Cotillard in „The Immigrant“ eine polnische Auswanderin, die in Amerika zur Prostitution gezwungen wird.

Natürlich werden im nächsten Jahr viele Filme erscheinen, die man noch gar nicht wirklich auf dem Radar haben kann, aber wir hoffen, dass wir hiermit schon mal einige wichtige Orientierungspunkte für den geneigten Kinoliebhaber liefern. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass es hinsichtlich des deutschen Starttermins noch die ein oder andere Verschiebung geben könnte. Die angesprochenen Filme werden im Folgenden nochmals kurz aufgelistet – in einigen Fällen sogar schon mit entsprechendem Trailer im Link. Viel Spaß damit!

Januar:
12 Years A Slave
Le Passé – Das Vergangene
Diana
47 Ronin
All Is Lost

Februar:
Stromberg – Der Film
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Beauty And The Beast
Inside Llewyn Davis
Nymphomaniac 1

März:
American Bullshit
300: Rise Of An Empire

April:
Out Of The Furnace
The Amazing Spider-Man 2
Noah

Mai:
Godzilla

Juli:
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
Jupiter Ascending

August:
Sin City 2: A Dame To Kill For
Guardians of the Galaxy

Oktober:
Gone Girl

November:
Interstellar
Die Tribute von Panem 3 – Flammender Zorn (Teil 1)

Dezember
Exodus
Der Hobbit: Hin und zurück

Ohne Starttermin:
Birdman
Jane Got A Gun
The Immigrant