Mother!

Titel: Mother!
Originaltitel: Mother!
Regie: Darren Aronofsky
Musik: Jóhann Jóhannsson
Darsteller: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Michelle Pfeiffer

Ein Schriftsteller mit Schreibblockade (Javier Bardem) und dessen bedeutend jüngere Ehefrau (Jennifer Lawrence) bewohnen ein abgeschiedenes Landhaus und führen dort ein zurückgezogenes Leben. Während er auf seine Inspiration wartet, versucht sie das Haus zu verschönern und steckt viel Mühe in die Renovierung. Eines Tages wird die Einsamkeit der beiden gestört: Es tauchen ein Fremder (Ed Harris) und kurze Zeit später dessen Frau auf, die vom Schriftsteller bereitwillig aufgenommen werden. Die junge Dame des Hauses ist von Anfang an skeptisch – und später erst recht, als ihr nach und nach die Kontrolle über die Situation verliert.

Bei vielen Filmen weiß man recht schnell, ob man sie mag oder nicht. Manchen jedoch tut es gut, mal eine Nacht drüber zu schlafen. Doch manchmal bringen selbst mehrere Nächte nichts, wenn es um die Frage geht, wie man einen Film denn nun finden soll. Darren Aronofskys neuester Film „Mother!“ ist einer dieser Fälle.

Aronofsky ist für sperrige und unkonventionelle Werke bekannt. „The Fountain“ habe ich noch nicht gesehen, aber dafür ist mir sein aufwühlender Psycho-Thriller „Black Swan“ noch gut in Erinnerung. „Noah“ ist eine recht eigenwillige Bibelverfilmung, aber lässt sich immerhin als ungewöhnlich bezeichnen. Insofern reiht sich „Mother!“ hier gut ein. Es braucht recht lange, bis man sozusagen im Film angekommen ist – auch wenn es einen die durch die Bank großartigen Schauspieler leichter machen. Jennifer Lawrence, die mir in anderen Filmen in ihren hysterischen Momenten schon gelegentlich too much war, liefert hier eine starke Performance an. Javier Bardem ist ohnehin ein darstellerischer Ungetüm und auch die kleineren Nebenrollen sind mit Ed Harris und Michelle Pfeiffer (die immer noch rassigen Catwoman-Charme versprüht) ideal besetzt.

Was lässt „Mother!“ also so schwierig und unzugänglich werden? Es ist die Geschichte an sich, die einem erst nach und nach klar macht, dass es hier keineswegs um einen realistischen Plot geht. Im Gegenteil. Wenn man dem Film mit dieser Erwartung begegnet, wird man relativ schnell zum Schluss kommen, dass das hier alles wenig Sinn macht und sich die Personen sehr seltsam, ja geradezu unmenschlich verhalten. Eine Zeit lang habe ich trotzdem probiert, den Film auf diese Art zu lesen. Ich dachte mir, dass es möglicherweise um die Schwierigkeiten von Beziehungen mit großen Altersunterschieden geht. Ich dachte mir, dass es auf Dominanz und Unterwerfung in der Liebe hinauslaufen könnte. Ich dachte mir, dass es um die Beziehung zwischen einer relativ normalen Person und einem Künstler gehen könnte. Aber letztendlich führen alle diese Versuche in die Leere. „Mother!“ gibt sich letztendlich komplett einer Welt aus Metaphern und Symbolen hin, die anders gelesen werden wollen. Am Ende sprach mich der Film auf einer geradezu existentiell-religiösen Ebene an – und war auf einmal ziemlich interessant. Die Themen, die aufgeworfen wurden, sind spannend und denkwürdig, Handlung und Charaktere für sich genommen eher nicht. Und das ist möglicherweise die Schwierigkeit, die ich mit „Mother!“ habe. Ich habe Lust, über die mit dem Film zusammenhängenden Themen zu diskutieren und für mich weiter zu philosophieren – aber Lust, den Film direkt nochmal anzusehen, habe ich nicht. Dafür hat er mich dann doch zu wenig gekickt.

Mit einer Bewertung habe ich meine Probleme, denn der Film arbeitet weiter. Ich tendiere zu 7 von 10 Popcornguys, könnte mir aber vorstellen, dass sich dieses Fazit verändern wird, sollte ich „Mother!“ noch einmal sehen. Fest steht: Der Film ist nichts für Leute, die einfach Horror oder Thriller erwarten. Es ist ein herausfordernder, komplexer, stark symbolischer Film, der etwas in einem auslöst – oder einen recht schnell extrem frustrieren, vielleicht sogar anekeln wird, denn gerade im letzten Viertel haben es die Szenen echt in sich.

Advertisements

Killers Bodyguard

Originaltitel: Hitman´s Bodyguard
Regisseur: Patrick Hughes
Musik: Atli Örvarsson
Darsteller: Ryan Reynolds. Samuel L. Jackson, Élodie Yung, Gary Oldman, Salma Hayek

Der ehemalige weissrussische Präsident Vladislav Dukhovich (Gary Oldman) steht wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen vor dem internationalen Gerichtshof. Um ihn zu verurteilen, ist die Aussage des höchst gefährlichen Auftragskillers Darius Kincaid (Samuel L. Jackson) nötig, welcher unter Schutz einer Interpol-Einheit, angeführt von der Agentin Amelia Roussel (Élodie Yung), beinahe einem Anschlag zum Opfer fällt. Sie sieht nur einen Ausweg, Kincaid sicher zum Gericht zu bringen, und zieht den ehemaligen Nr. 1-Personenschützer Michael Bryce (Ryan Reynolds) hinzu. 

Das Skript zu „Hitmans Bodyguard“ wurde schon vor der Verfilmung gelobt, allerdings handelte es sich da noch eher um ein Drama. Innerhalb kurzer Zeit hat man daraus aber eine Buddy/Roadmovie/Actionkomödie gemacht, die zwar keine ausgetretene Pfade verlässt, sondern sich auf bekannte Formeln verlässt, aber dennoch eine jede Menge Spaß macht.

Der Regisseur Patrick Hughes, der bisher nur für eher zweifelhafte Meisterwerke wie „Expandebles 3“ verantwortlich ist, macht einen grundsoliden Job: Die Charaktere angenehm überzeichnet, das Tempo rasant, und die Action gut inszeniert, feiert „Killers Bodyguard“ jedes Klischee, das man in einer Actionkomödie nur unterbringen kann. Dabei schickt uns der Film durch harte Faustkämpfe, blutige Schießereien und wahnwitzige Verfolgungsjagden, lediglich unterbrochen von kleinlichen Streitereien zwischen den Hauptfiguren.

Dabei ist es die hervorragende Chemie zwischen Reynolds und Jackson, die ihre Hassliebe herrlich ausspielen, und ihre gemeinsame Vergangenheit mit Flashbacks gut ausstatten. So stürzen der korrekte Bodyguard und der spontane, wahnsinnige Auftragskiller von einer verrückten Situation in die nächste, stets hin- und hergerissen sich gegenseitig zu ermorden oder sich doch das Leben zu retten. Sicher könnte man hier Typecast vorwerfen, und ankreiden, dass die beiden nur ihre typischsten Rollen ausfüllen, aber die Harmonie stimmt.
Auch der restliche (groß besetzte) Cast liefert gut ab, wenn auch der ein oder andere Storystrang den Film etwas überfrachtet, und gerade der Showdown dann etwas zu viel für mich war. Nichtsdestotrotz sieht man den Darstellern einfach an, dass der Dreh viel Spaß gemacht haben muss – allein das ist für mich mittlerweile ein bedeutendes Qualitätsmerkmal.

Fazit: Over-the-Top Action, irre Verfolgungsjagden, Gewalt und jede Menge Flüche: Nichts neues, aber jede Menge Spaß! Wer Lust auf einen witzig-abgedrehten Abend hat: Ab ins Kino, Motherfuckers!

Planet der Affen: Survival

Titel: Planet der Affen: Survival
Originaltitel: War for the Planet of the Apes
Regie: Matt Reeves
Musik: Michael Giacchino
Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Amiah Miller

Einige Jahre nach dem Ausbruch der sogenannten Affengrippe scheint eine Koexistenz zwischen Affen und Menschen unmöglich – erst recht nach dem brutalen Angriff des rachsüchtigen Koba (Toby Kebbell) auf die Überlebenden in San Franciso. Doch Koba ist tot und der Schimpanse Caesar (Andy Serkis) führt nach wie vor seine Gruppen Affen an. Inzwischen droht Gefahr von einer anderen Seite: Eine Militäreinheit namens „Alpha-Omega“ versucht, die Affen in den Wäldern aufzuspüren und zu töten. Angeführt werden die Militärs von einem fanatischen Colonel (Woody Harrelson), der in dem Konflikt eine schier religiöse Verpflichtung sieht. Caesar, bislang um Frieden und Toleranz bemüht, wird vor schwere Prüfungen und Entscheidungen gestellt.

Die aktuelle Blockbusterlandschaft ist von eher trostlosem Charakter – und ähnlich spritzig war der diesjährige Kinosommer. Doch hin und wieder gibt es Lichtblicke. Einer davon ist der dritte Teil der neuen „Planet der Affen“-Trilogie. Bereits die beiden vorherigen Filme habe ich sehr genossen und dementsprechend habe ich mich auf den Abschluss der Trilogie gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst muss das angesprochen werden, was von der ersten Sequenz an ins Auge sticht: Die Technik. Bereits die Vorgänger haben 2011 und 2014 für Aufsehen gesorgt. Doch 2017 übertrifft sich Weta Digital (die Effekt-Firma wurde vor allem durch die „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt) nochmal selbst. Realistischer sahen die Affen, aufwendig durch Motion-Capture-Verfahren zum Leben erweckt, noch nie aus. Die Details – beispielsweise die Mimik oder das nasse Fell – haben mich stark verblüfft. Besser kann es eigentlich nicht werden, doch das dachte man 2011 und 2014 ja auch schon. Der optische Genuss wird durch eine gelungene Kameraführung und den wie immer guten Soundtrack von Michael Giacchino unterstützt. Die Musik vermittelt Größe, überzeugt aber vor allem in den persönlichen und emotionalen Szenen zwischen einzelnen Charakteren. Überhaupt ist der Film eher ruhiger und lässt sich Zeit, die Action wird wohl dosiert eingesetzt, dann aber durchaus knackig.

In Sachen Story könnten die Trailer auf eine falsche Fährte führen: Auf der einen Seite Affen, auf der anderen Menschen, alles spielt irgendwie im Wald – das kennt man doch schon. Doch das täuscht. Ich möchte aus Spoilergründen nicht zu viel verraten, doch die Handlung bietet einen Twist, welcher die gesamte Science-Fiction-Thematik der Filmreihe auf ein neues Level hebt. Eben jenen Twist fand ich derart interessant, dass ich aus der Richtung gerne noch mehr erfahren hätte. Womöglich hat man es sogar verpasst, am Ende des Films einen entsprechenden Wow-Effekt zu präsentieren. Aber nichtsdestotroz bin ich mit der Handlung zufrieden. Mindestens ebenso wichtig wie die Story sind die Charaktere im finalen Affen-Film. Egal ob Hauptfigur Caesar, der unverwüstliche Rocket (Terry Notary) oder Orang-Utan Maurice (Karin Konoval), die gute Seele der Trilogie – irgendwie hat man sie alle ins Herz geschlossen. Und obwohl es eigentlich nur animierte Affen sind, geht man als Zuschauer emotional mit und hofft, dass alle am Ende noch leben. Da es in erster Linie Caesars Reise ist, wird seinem Charakter natürlich besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Seine Situation ist derart schwer, dass er sich zwischen Toleranz oder Zorn entscheiden muss – aber mehr soll an dieser Stelle nicht gesagt werden.

Die Probleme des Films sind eher kleinerer Natur und auch eine Frage des Geschmacks. Beispielsweise gibt es einen Charakter namens Böser Affe (Steve Zahn), der in seiner schusseligen Art die zugegeben recht depressive Stimmung auflockern soll. Manchmal funktioniert das auch – manchmal aber auch gar nicht. Das sind dann so Momente, die zumindest mich etwas aus dem Film reißen. Hinzu kommen ein paar kleinere Längen im Mittelteil, aber im Grunde ist das nichts, was man dem Film mächtig ankreiden könnte.

Fazit: Alles in allem hat uns Regisseur Matt Reeves wieder einen guten Blockbuster geliefert – und darüber hinaus die Trilogie absolut zufriedenstellend abgeschlossen. Besonders oft passiert das Filmreihen ja nicht. Zwar lässt man sich auch hier ein paar gar nicht mal so uninteressante Hintertürchen offen, aber in erster Linie ist es doch die Geschichte Caesars, die hier zum Abschluss kommt. Ich verteile starke 8 von 10 Popcornguys und empfehle den Gang ins Kino – falls der Film bei euch noch läuft.

Atomic Blonde

Titel: Atomic Blonde
Regisseur: David Leitch
Musik: Tyler Bates
Dasteller: Charlize Theron, James McAvoy, John Goodman

Berlin 1989. Kurz vor dem Fall der Mauer spitzt sich die Situation in der geteilten Stadt immer mehr zu. Während die Öffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit auf die Proteste in Ostberlin richtet, kämpfen die verschiedenen Geheimdienste um wertvolle Informationen auf beiden Seiten der Mauer. Als ein MI6-Agent erschossen wird und eine wertvolle Liste mit ihm verschwindet, wird die Agentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) angesetzt, um gemeinsam mit ihrem exzentrischen Kollegen David Percival (James McAvoy) die gestohlenen Informationen wieder zu beschaffen, bevor sie größeren Schaden anrichten können.

David Leitch, der in der Vergangenheit hauptsächlich als Stuntman vor der Kamera stand, versucht sich nun seit einigen Jahren im Regiestuhl. Mit seiner Mitarbeit an JohnWick und als Second-Unit-Director für diverse Blockbuster hat er sich schon einen Namen gemacht, sodass er den Teaser für Deadpool 2, und schließlich auch den ganzen Film inszenieren durfte. Vorher nahm er sich jedoch noch der Verfilmung einer Graphic Novel an: The Coldest City bzw. Atomic Blonde.

Seine Erfahrungen in Sachen Stunt und Action kommen ihm hierbei nur allzu gelegen, denn diese ist – das kann man ohne Zögern sagen – wirklich gut gestaltet, und gipfelt in einer knallharten Actionsequenz, die mich nicht nur an „The Raid“ erinnerte, sondern in ihrer Härte und Offenheit zu einem direkten Vergleich herangezogen werden kann.

Ein ebenso gutes Händchen beweisen die Macher bei Atmosphäre und Kamerastil. Immer wieder lässt sich der Film ein wenig Zeit, Momente gekonnt einzufangen und mit dem richtigen 80er-Song zu untermalen. Auch wenn das alles etwas gar hochpoliert wirkt, und mehr wie eine 80er-Hommage als das tatsächliche Berlin der 1980er Jahre wirkt, versprüht der Film dennoch einen gewissen Charme.

Nicht nur Charzlize Theron glänzt als knallharte, attraktive Agentin auf ganzer Linie. Auch der restliche Cast (u.a. Toby Jones, Bill Skarsgard, Sofia Boutella, Eddie Marsan, Til Schweiger (!!!)) überzeugt voll und gibt uns mehr oder weniger interessante Charaktere an die Hand, über deren zusammenwirken wir uns immer wieder den Kopf zerbrechen. Hier offenbart sich die Schwäche des Films: Agententhriller sind selten einfach gestrickt, doch zwischen allen von Misstrauen geprägten Gesprächen zwischen den Figuren, ihren Beweggründen und überraschenden Wendungen verliert man irgendwann schlicht den Überblick. So ganz wollte sich die komplizierte Geschichte uns nicht erschließen. Grob konnten wir uns allerdings schon gut damit anfreunden, und die anderen Reize des Films konnten gut darüber hinweg trösten.

Fazit: Atomic Blonde ist ein guter, unterhaltsamer Agententhriller mit einigen ikonischen Bildern, perfekt inszenierter Aktion und mitreißendem Soundtrack. Auch wenn er nicht in die Geschichte eingehen wird, unterhält er auf beste Weise – klare Empfehlung mit 7 von 10 Popcornguys!

Wonder Woman

Titel: Wonder Woman
Originaltitel: Wonder Woman
Regie: Patty Jenkins
Musik: Rupert Gregson-Williams
Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Connie Nielsen

Während einer Auseinandersetzung mit dem klingonischem Imperium muss Captain James T. Kirk (Chris Pine) in einer Rettungskapsel die Enterprise verlassen. Der junge Sternenflotten-Kapitän gerät in ein Wurmloch und landet auf der Erde zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Trotz seiner amerikanischen Wurzeln kann sich Kirk als Brite tarnen und sogar als Spion die deutsche Wehrmacht infiltrieren. Der Zeitreisende beobachtet mit wachsender Sorge die Aktivitäten eines deutschen Generals namens Erich Ludendorff (Danny Huston), der zusammen mit der Chemikerin Isabel Maru (Elena Anaya) ein neues, unglaublich tödliches Giftgas entwickelt. Kirks Tarnung fliegt letztendlich auf und er muss fliehen. In der Nähe einer Mittelmeer-Insel stürzt sein Flugzeug ab und der Sternenflotten-Kapitän wird von einer jungen Amazone namens Diana (Gal Gadot) gerettet. Kirk betritt eine ihm fremde, aber optisch recht ansprechende Welt: Starke, von Göttervater Zeus abstammende Frauen üben sich in der Kriegskunst und warten auf die Rückkehr von Kriegsgott Ares, ihrem alten Feind. Kirk erzählt den Amazonen vom Krieg, woraufhin Diana eine Entscheidung fällt. Sie verlässt ihre Insel und begleitet den Mann nach London, da sie in all den Geschehnissen das böse Wirken von Ares sieht. Der Sternenflotten-Kapitän kann seine attraktive Retterin nicht an diesem Plan hindern, und doch muss er sich allmählich fragen, ob nicht sein eigenes Verhalten in der Vergangenheit eine massive Verletzung der Obersten Direktive darstellt.

Das Drama mit DC

DC hat es nicht leicht mit seinem Filmuniversum. Angefangen hat es ja vor einigen Jahren mit „Man Of Steel“, der neuen und realistischen Interpretation von Superman. Leider beschäftigte sich der Film hauptsächlich damit, Henry Cavill – ausgestattet mit maximal zwei Gesichtsausdrücken – durch eine relativ lieblose Handlung zu manövrieren, um sich dann am Ende in brachialer Action selbst zu ertränken. Zack Snyders realistischer Ansatz ging nicht ganz auf. Ein wenig später folgte mit „Batman v Superman“ das Aufeinandertreffen von Batman und Superman, Dcs größter Helden. Dank Ben Affleck war dieser Film ein wenig besser als „Man Of Steel“, allerdings war er am Ende zu überladen und litt immer noch unter der ungünstigen Charakterauslegung des Stählernen. „Batman v Superman“ lässt sich vielleicht mit einem an und für sich vielversprechenden Typen vergleichen, der sich beim Wohnungsumzug einfach um zwei oder drei Kartons verschätzt und deswegen die Treppen runterfällt – allerdings in Slow Motion und mit einem Badass-Spruch auf den Lippen. Der letzte Film aus dem DC-Filmuniversum war dann „Suicide Squad“, bei welchem es phasenweise schwer war, überhaupt eine anständige Filmstruktur zu erkennen.

Wonder Woman – Das Vorfeld

„Wonder Woman“ soll es also nun richten. Mein Problem: Eigentlich mag ich Wonder Woman nicht besonders. Das fängt beim Kostüm an, geht bei der seltsamen Verwurstelung griechischer Mythologie weiter und hört bei Dingen wie dem „Lasso der Wahrheit“ oder dem „Unsichtbaren Flugzeug“ auf. Gal Gadots erster Auftritt als Wonder Woman in „Batman v Superman“ hat mich nun auch nicht gerade heiß auf ihr Solo-Abenteuer gemacht. Sie war zwar nicht nervig, wie befürchtet, dafür aber überflüssig. Trotzdem wollte ich dem Charakter in einem anderen Medium noch eine Chance geben und habe es mit dem einsteigerfreundlichen Comic aus der „Earth One“-Reihe probiert. Mit Superman hat das damals funktioniert – mit Wonder Woman leider nicht.

Als schließlich die ersten seriösen Kritiken zu „Wonder Woman“ eintrudelten, war meinerseits die Überraschung recht groß. Der Film kam sehr gut an, wurde stellenweise sogar in den Himmel gelobt und kam als eine Art Messias für das – zumindest aus Kritiker-Sicht – gebeutelte DC-Filmuniversum rüber. An der Stelle konnte man sich viele Fragen stellen, denn die Fronten zwischen Filmkritikern und den „echten“ DC-Fans waren in der Internet-Diskussion ja recht verhärtet. Was war nun los? Wer hat Recht? Aus Fan-Perspektive haben die Kritiker doch sämtliche DC-Filme in der Luft zerrissen. Sollte „Wonder Woman“ dem „echten“ DC-Fan dann nicht logischerweise gar nicht gefallen? Und hängen die guten Kritiken denn wirklich mit der Qualität des Films zusammen? Oder gibt es – da es eine Comicverfilmung von einer Frau mit einer Frau und mit einem potentiellen weiblichen Publikum ist – eine Art Kritiker-Bonus? Ich muss zugeben, ganz uninteressant sind diese Fragen nicht, beziehungsweise können sie dem persönlichen Amusement dienlich sein.Trotzdem wollte ich mich vor dem Kinobesuch ganz bewusst von dieser politischen Aufladung distanzieren und den Film als solchen wahrnehmen. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist.

Wonder Woman – Die grobe Struktur

Was genau haben wir denn nun mit „Wonder Woman“? Auf den ersten Blick ist der Film eine recht klassische Origin-Geschichte und insofern gefällig strukturiert. Am Anfang lernt man Diana und die Welt der Amazonen kennen. Im weiteren Verlauf des Films wird die Hauptfigur mit der realen Härte des Ersten Weltkriegs konfroniert. Charaktere verändern ihre Beziehungen zueinander, Nebencharaktere werden vorgestellt, es gibt ein paar Entwicklungen, den ein oder anderen gelungenen Witz und sogar ein paar wirklich emotionale Momente. Am Schluss steht der obligatorische CGI-Showdown, wobei dieser nicht ganz so schlimm ist, wie man es von anderen Genre-Vertretern kennt. Die Effekte sind mal mehr, mal weniger gut, der Soundtrack ist relativ klassisch und unterstützt die Bilder passend, fällt aber ansonsten nicht weiter auf – wenn man mal von diesem rockigen Riff absieht, welches bereits aus „Batman v Superman“ bekannt ist. Die Action ist befriedigend inszeniert, wobei es für meinen Geschmack die Slow Motion nicht gebraucht hätte. So viel also zur Struktur, die oberflächlich betrachtet Hand und Fuß hat.

Charaktere, Gal Gadot und Ideale

Die Nebenfiguren auf der Seite unserer Helden bleiben für mein Empfinden relativ blass und ziehen den Film in der Mitte ein wenig in die Länge. Zumindest war ich hier gedanklich ein paar Mal ganz woanders. Einen recht glaubwüdigen Auftritt legt dagegen Chris Pine in der Rolle des Steve Trevor hin. Auffällig ist auch die gute Chemie zwischen ihm und der Hauptdarstellerin, womit ich bei einem der wichtigsten Punkte dieser Kritik angekommen wäre: Gal Gadot. Ganz offensichtlich ist sie eine bildhübsche und unheimlich attraktive Frau. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber in diesem Fall verweigere ich eine Diskussion. Allerdings macht eine gute Optik allein ja noch keine gute Schauspielerin. Und hier muss man meiner Meinung nach differenziert herangehen. Auch durch „Wonder Woman“ kann ich in Gal Gadot noch keine Darstellerin erkennen, die eines Tages für eine innerlich zerrissene oder wahnsinnig anspruchsvolle Rolle verdient mit dem Oscar ausgezeichnet wird. Doch das stört an dieser Stelle so gut wie gar nicht. Wonder Womans Charakter begegnet der Welt außerhalb der Amazonen-Insel überrascht, geschockt, stoisch und gewissermaßen naiv. Insofern kommt die vermeintlich einfach gestrickte Rolle Gal Gadots durchschnittlicher Schauspielkunst gut entgegen. Man nimmt ihr den Charakter ab und hat eine Freude dabei, mit ihr durch die Handlung zu gehen. Und allein dadurch schlägt „Wonder Woman“ die Konkurrenz im Hause DC schon mal deutlich.

Weniger glücklich bin ich mit den meisten Figuren auf der Seite der Gegenspieler. An der Stelle muss ich mich fragen, wann es denn überhaupt den letzten wirklich geilen Bösewicht in einer Superheldenverfilmung gab. War das denn tatsächlich der Joker in „The Dark Knight“? Wie dem auch sei, die menschlichen Antagonisten in „Wonder Woman“ erhalten kaum Hintergrund oder Substanz und sind daher austauschbar. Kriegsgott Ares wird aufgrund seiner optischen Inszenierung auch nicht lange im Gedächtnis bleiben. Allerdings zeigt der Showdown mit ihm Aspekte des Films auf, die „Wonder Woman“ für mich besser als die meisten Marvel-Abenteuer machen. Zunächst einmal vertritt Ares eine Philosophie, an der sich die Ideale Wonder Womans messen müssen. Er ist also nicht nur eine physische, sondern vor allem eine psychologische Herausforderung. Ares zwingt Wonder Woman dazu, zu dem zu stehen, was sie als Charakter ausmacht, nämlich ihr Glaube an die Liebe und an das Gute in jedem Menschen. Natürlich muss sie im Film die Erfahrung machen, dass das mit Gut und Böse nicht immer so einfach ist. Wonder Woman werden die vielen Graustufen in der Moral des Menschen bewusst gemacht. Und natürlich stößt eine Figur wie sie auf den vermeintlich abgeklärten Realismus, beziehungsweise Zynismus des Publikums. Da ist die Gefahr groß, dass ein idealistischer Charakter wie Wonder Woman schnell als naiv oder gar dumm abgestempelt wird. Vor allem, wenn der Protagonist – im Gegensatz zu Marvel – eben nicht die eigenen Ideale durch augenzwinkernden Sarkasmus oder witzige One-Liner relativiert. Das Ganze hätte also leicht schief gehen können, aber ich würde sagen, dass die Rechnung aufgegangen ist. „Wonder Woman“ geht das Risiko ein, aber steht am Ende mit einer ehrlichen und optimistischen Heldin da, der man ihre Ideale ansieht und abnimmt. Also genau das, was Henry Cavills Superman meiner Meinung nach gebraucht hätte.

Fazit

„Wonder Woman“ ist ein überaus unterhaltsamer und auch wichtiger Blockbuster, wenn es um die Gleichberechtigung im Filmgeschäft geht – nicht in erster Linie, was Frauen vor der Kamera betrifft, sondern eher, was Frauen dahinter angeht. Regisseurin Patty Jenkins hat es geschafft, mit einem hohen Budget einen Blockbuster zu drehen, der die meiste vergleichbare Konkurrenz hinter sich lässt. Sicherlich ist es Quatsch, zu sagen, dass Frauen nun allgemein die besseren Superheldenverfilmungen liefern. Schließlich gab es dieses Jahr ja auch „Logan“. Allerdings würde ich hinter der Aussage stehen, dass uns Jenkins im Gegensatz zu Zack Snyder den besseren Superman geliefert hat – nur eben mit Rock und Brüsten. Es gibt von mir knappe, aber verdiente 8 von 10 Popcornguys.

Suburra

Titel: Suburra – 7 Tage bis zur Apokalypse
Originaltitel: Suburra
Regie: Stefano Sollima
Musik: M83
Darsteller: Pierfrancesco Favino, Greta Scarano, Alessandro Borghi

Rom, 2011: Der Küstenvorort Ostia soll in eine Art Las Vegas umgewandelt werden, wobei hinter den Kulissen ein berüchtigter römischer Gangster die Fäden zieht. Ein Abgeordneter, der als Politiker in die Prozesse verwickelt ist, verbringt eine Nacht mit zwei Prostituierten und Drogen. Eine der Frauen überlebt den Abend nicht, ihre Leiche muss verschwinden. Die löst eine Reihe von Ereignissen aus, bei welchen die verschiedensten kriminellen Kräfte Roms aneinander geraten und sich bekriegen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, und gerade die kleinen Nummern, die nicht viel mehr als Bauern im Schachspiel der Mächtigen sind, müssen ums Überleben kämpfen.

Es fällt mir immer häufiger auf, dass viele der wirklich guten Kinofilme im Jahr total unter dem Radar der breiten Masse laufen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist “Suburra”. Der italienische Mafia-Thriller wurde in der herausragenden Sendung “Kino+” empfohlen, was mich zum Kauf der Blu-ray bewegt hat. Ich sollte es nicht bereuen.

“Suburra” mag eine italienische Produktion sein, schließt aber mühelos an die großen Hollywood-Thriller eines Martin Scorseses an. Die Handlung ist einigermaßen komplex und erfordert die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Verschiedenste Personen geraten in ein verwirrendes und oftmals tödliches Netz aus Intrigen, Korruption, Rache und Macht. Obwohl sämtliche Charaktere Dreck am Stecken haben, bekommt nahezu jede Figur auch ihre menschlichen Momente und wird damit nachvollziehbar. Einigen drückt man sogar die Daumen, man wünscht sich, dass sie irgendwie heil aus der Sache rauskommen. Die Schauspieler – mir durch die Bank unbekannt, da es Italiener sind – liefern allesamt eindrucksvolle, intensive und glaubwürdige Darstellungen ab. Regisseur Sefano Sollima inszeniert die Geschichte, die sich in einem Zeitraum von sieben Tagen abspielt, mit großer Spannung. Bereits am Anfang des Films wird in Schriftzügen angekündigt, dass am Ende die Apokalypse steht. Und so darf man sich auf einen Schluss voller Härte und Brutalität einstellen. Dabei bleibt die wohl dosierte Action allerdings immer Mittel zum Zweck, die Charaktere und die Handlung geraten nie aus dem Fokus.

Der Look des Films ist großartig. Sollima hat zusammen mit Kameramann Paolo Carnera eindrucksvolle Bilder und Fahrten voll von betörender Schönheit entworfen. Die äußerst ästhetische Optik wird perfekt von vielen Songs der französischen Electronic- und Dreampop-Band M83 unterstüzt. Die sphärischen Klänge dieser Musik vermitteln Größe und Magie, wobei sie oft im krassen Gegensatz zur eigentlichen Grausamkeit von “Suburra” stehen. Doch genau dieser Kontrast trägt wohl dazu bei, dass der Film – wie bereits erwähnt – trotz aller Härte seltsam menschlich und gefühlvoll wirkt.

Fazit: Ich spreche für “Suburra” eine klare Empfehlung aus und verteile starke 9 von 10 Popcornguys. Alle Fans von guten Thrillern – oder vielleicht sogar allgemein Fans guter Filme – sollten hier zugreifen und diesen wunderbaren Film aus Italien unterstützen.

Alien: Covenant

Titel: Alien: Covenant
Originaltitel: Alien: Covenant
Regie: Ridley Scott
Musik: Jed Kurzel
Darsteller: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Danny McBride

Warnung: Diese Kritik enthält leichte Spoiler zum Film „Prometheus“!

Im Jahr 2104 erwacht die Crew des Kolonieschiffs Covenant aufgrund eines Unfalls frühzeitig aus dem Schlaf. An Bord befinden sich weitere 2000 schlafende Menschen, die den noch mehrere Jahre entfernten Planeten Origae-6 besiedeln sollen. Doch nun empfängt die Crew Signale von einem näheren und paradiesisch wirkenden Planeten. Die Covenant setzt sich ein neues Ziel, wird dort aber mit einem unvorstellbarem Grauen konfrontiert.

„Alien: Covenant“ geht – mehr oder weniger – als Fortsetzung zum 2012 veröffentlichten „Prometheus“ durch. Dieser stieß damals besonders unter Fans der „Alien“-Filmreihe auf scharfe Kritik. Ich habe mir den Streifen erst kürzlich wieder angesehen und muss sagen, dass er – vor allem im Vergleich mit „Alien: Covenant“ – doch einige Stärken hat. Natürlich, die Charaktere sind teilweise strohdumm und am Ende wird es mit den vielen Alien-Mutationen recht unübersichtlich. Aber die Grundidee, dass der Mensch seinen Schöpfer im All sucht und findet, um dann festzustellen, dass dieser ihn auslöschen möchte, ist beängstigend und ziemlich genial. Mir gefällt also der philosophische und theologische Touch von „Prometheus“. Möglicherweise ist es ja das größte Problem von diesem Film, dass er am Ende krampfhaft zu einem Teil der „Alien“-Filmreihe verbogen wird. Es hätte auch ein eigenständiger und ziemlich guter Sci-Fi-Streifen werden können. Nun, dem ist nicht so. Stattdessen war da am Ende eine Art Alien und eine große, offene Frage – um die es in der Fortsetzung hätte gehen können. Theoretisch.

Tatsächlich hat es den Anschein, als würde „Alien: Covenant“ die losen Enden von „Prometheus“ unter den Tisch kehren wollen, damit man sich möglichst schnell wieder in gewohnten „Alien“-Gewässern befindet. Die von mir angedeutete große, offene Frage wird dementsprechend nicht beantwortet. Überhaupt wird die Lücke zwischen „Prometheus“ und „Alien: Covenant“ mehr oder weniger in ein paar Rückblenden geschlossen. Bis auf den Androiden David ist auch keine bereits bekannte Person ein entscheidender Teil der Handlung. Stattdessen präsentiert uns der Film neue und wieder einmal reichlich dumme Charaktere. Diese stolpern ohne nennenswerte Motivationen durch eine Handlung, die sich vor allem durch Vorhersehbarkeit und fehlende Spannung auszeichnet. Um mir die erinnerungswürdigen Szenen an den Fingern abzählen zu können, würde mir die Hand eines T-Rex reichen. Es gibt im Grunde kaum intensive Momente, kaum eine Todesszene, die schockt oder mulmig stimmt, kaum Stimmung, die wegen des zu hastigen Tempos gar nicht erst aufkommen kann.

Katherine Waterston spielt die neue Hauptfigur, deren Namen ich mir schon während des Films kaum merken konnte. Emotional ist am Anfang des Films einiges bei ihr los, aber so wirklich kann man dafür kein Gefühl entwickeln, weil man quasi unvermittelt in ihre Tragödie hineingeworfen wird. Allerdings verflüchtigt sich das Thema im Laufe des Films, phasenweise war mir ihr Charakter überhaupt nicht präsent und ich habe sie fast schon ausgeblendet. Um sie herum tummeln sich wie bereits erwähnt haufenweise austauschbare Figuren, deren Ableben sich oftmals ziemlich platt andeutet. In anderen Worten: Wenn sich ein Charakter in diesem Film mal „frisch machen“ möchte, hätte er sich in den meisten Fällen die Blasenentleerung sparen können. Eine kleine Ausnahme bildet Danny McBride, dessen Figur einen kurzen Moment hatte, in welchem ich eine emotionale Regung bei mir gespürt habe. Ansonsten herrscht leider darstellerische Fehlanzeige, natürlich abgesehen von Michael Fassbender. Er ist in einer nicht ganz leichten Doppelrolle zu sehen und sorgt dadurch für die unbehaglichsten Momente – in denen übrigens nie ein Alien involviert ist, was auch zu Denken geben sollte. Ich würde behaupten, dass Fassbender und seine Rollen dafür sorgen, dass der Film nicht komplett absäuft, denn mit seiner Figur ist eine Sci-Fi-Thematik verbunden, die ein klein wenig an „Prometheus“ erinnert und interessant erscheint. Leider wird diese nicht ausreichend oder stimmungsvoll genug in den Fokus gerückt, weswegen der Film sich eben nur knapp über dem Durchschnitt halten und nicht gut werden kann.

Auch bei den restlichen Aspekten des Films habe ich nicht viel Gutes zu berichten. Einige der realen Raumschiff-Kulissen sind schön und manche Außenaufnahmen machen etwas her. Aber viele der restlichen Effekte wirken für einen Film dieser Größenordnung nicht angemessen. Und gerade das CGI, mit welchem die Aliens dargestellt werden, kommt oftmals ziemlich billig rüber. Letztendlich muss auch aus technischer Sicht gesagt werden, dass „Alien: Covenant“ nichts besser macht als die bisherigen Teile der „Alien“-Filmreihe. Selbst der Soundtrack kann keine einzige neue markante Note setzen. Stattdessen bedient sich Komponist Jed Kurzel schamlos und ungeschickt an der Musik von „Alien“ aus 1979 und „Prometheus“.

Fazit: Gemessen an der Vorgeschichte des Franchise ist “Alien: Covenant” eine ziemliche Enttäuschung. Eine Empfehlung kann ich nicht aussprechen, stattdessen würde ich sogar “Life” als den besseren Alien-Film aus diesem Jahr hervorheben. Regisseur Ridley Scott verspielt sich langsam aber sicher den Rest seines Bonus, denn meiner Meinung nach hat er seit “Gladiator” keinen wirklich guten Film mehr auf die Reihe gebracht. Von daher bin ich froh, dass er bei “Blade Runner 2049” – welcher ja quasi ein weiteres seiner Sci-Fi-Babys darstellt – weder im Regiestuhl sitzt, noch das Drehbuch verfasst hat. Zumindest nach allem, was ich weiß. “Alien: Covenant” erhält von mir nüchterne 6 von 10 Popcornguys.