Die Hochzeit

Originaltitel: The Wedding
Produktion: A&C Productions
Musik: Pianissimo

Zwei suchende Seelen, die sich auf den ersten Blick gar nicht finden lassen wollten: Andrea und Christian blicken zurück auf eine nicht immer leichte Zeit, und voraus in eine gemeinsame Zukunft – mitten im wohl wichtigsten Tag ihres Lebens. Ein Tag, der viele Nerven und viel Arbeit gekostet hat. Ein Tag, der in seiner Schönheit gegen nichts aufzuwiegen sein wird. Ein Tag, der ihnen für immer in Erinnerung bleiben wird.

Klassische Liebesfilme sind nicht mein stärkstes Gebiet, wobei ich durchaus eine große Schwäche für gut erzählte Beziehungsgeschichten haben. Irgendwo treffen sie uns doch in unserem innersten Herzen. Auch mich, wenn sie nicht gerade voller Kitsch triefen, sondern das gewisse Extra an Realismus mit sich bringen.
Einen Volltreffer hat daher dieser Streifen aus dem neu gegründeten Hause „A&C Productions“ gelandet, der sich vor Vergleichen mit Genrevertretern nicht scheuen braucht, sondern vielmehr in seiner Einzigartigkeit glänzt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Liebespaar – zwei Gestalten, die mit höchster Liebenswürdigkeit nicht nur sich gegenseitig, sondern auch alle um sich herum glücklich machen. Dabei verblassen sie zu keiner Sekunde, sondern zeigen – wenn notwendig – sympathische Ecken und Kanten. Besonders hervorheben möchte ich hier die Leistung dieser Darsteller: Wirklich selten sieht man solch eine Chemie auf der großen Leinwand!
Interessanterweise ist die Geschichte zwar nah an diesen beiden Protagonisten, doch wird sie erzählt aus den Augen zweier Junggesellen, die sich fest vorgenommen haben, als die größten Hochzeitscrasher aller Zeiten in die Geschichte einzugehen. Ihre sympathisch-unbeholfene Art versetzt dem ganzen eine gewisse Würze, und sorgt im Kinosaal für ein gutes Maß an Lachern.

Aber nicht nur die Darsteller nehmen den Zuschauer hier mitten hinein ins Geschehen: Von Set über Ausstattung und Musik ist in jeder Szene eine absolute Detailverliebtheit spürbar, wie sie nur in Produktionen mit 100% Herzblut zu sehen ist. Dabei lässt sich „Die Hochzeit“ grob in zwei größere Szenarien einteilen: Der erste Teil des Films beleuchtet die Trauung in der Kirche, welche dank guter Regieleistung und eines hervorragenden Monologs geschickt Rückblicke auf die Vergangenheit der Protagonisten mit den Geschehnissen der Gegenwart und den Hoffnungen der Zukunft verbindet.
Im zweiten Teil des Films stellt sich eine wesentlich gelassenere, aber nicht weniger spannende Partyatmosphäre ein. Hierbei schlägt „Die Hochzeit“ ganz neue Wege ein, und traut sich beispielsweise mit Indiana Jones-Reminiszenzen in genrefremde Gewässer. Eine Formel, die voll aufgeht, denn die Zuschauer werden stets mitten hinein genommen in den angenehmen Mix von tiefen Gefühlen, überschäumender Freude und ausgelassenem Spaß. Aus einer unaufhörlichen Linie voller Höhepunkte sticht das berührende Finale am meisten vor, das auch die härtesten Liebesfilmmuffel dahinschmelzen lässt.

Fazit: Mit dem eigentlich unbeschreiblichen Gefühl, Teil eines wunderbaren, etwas großartigen gewesen zu sein, verharren die Zuschauer im Kinosessel und die Popcornguys im Autositz, und lassen nochmal die wunderschönen Stunden einer ganz besonderen Premerie an sich vorbei ziehen. 10 von 10 Popcornguys!

Liebe Andrea, lieber Christian! Wir wünschen Euch alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft!

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