Fremd in der Welt

Originaltitel: I Don´t Feel At Home In This World Anymore
Regisseur: Macon Blair
Musik: Brooke Blair, Will Blair
Darsteller: Melanie Lynskey, Elijah Wood

Die depressive Ruth (Melanie Lynskey) lässt sich von ihren Mitmenschen gnadenlos umherschubsen, bis ein Einbruch in ihrem Haus alles ändert. Nachdem die Polizei kaum handelt, beginnt sie sich selbst auf die Fährte nach den Dieben, und holt sich dabei Tony (Elijah Wood), den schrägsten Vogel der Nachbarschaft, zu Hilfe. Gemeinsam geraten sie dabei nicht nur den Dieben in die Quere…

Das Erstlingswerk des Regisseurs Macon Blair erschien kürzlich auf Netflix. Der Independentfilm um den gestohlenen Laptop und Großmutters Silberbesteck wirkt erstmal wie ein Studentenprojekt, da die Musik von den jüngeren Brüdern des Regisseurs gemacht wurde. Schon bald wird klar, dass sich hier eine kleine Perle verbirgt. Das Duo Melanie Lynskey (die man in Deutschland vermutlich am besten aus ihrer Nebenrolle der Rose in Two and a half man kennt) und Elijah Wood funktioniert auf ganzer Linie. Die größte Stärke des Film findet sich aber auf jeden Fall in seiner Story:

Die sanfte Ruth wandelt genervt von ihrer Umwelt umher, ignoriert die Vordrängler an der Kasse und verräumt den Hundekot auf ihrem Rasen. Ihre Routine wird jäh unterbrochen, als sie ihre Wohnung durchwühlt und ihren wertvollsten Besitz geraubt vorfindet. Weniger der finanzielle Schaden, sondern mehr das Gefühl, in ihrem persönlichen Bereich verletzt worden zu sein, bringt eine Veränderung ins Rollen. Ruth beginnt mit detektivischem Eifer die Nachforschungen. Zur Seite steht ihr Tony, der den harten Kungfu-Kämpfer gibt, aber eigentlich mit weichem Herzen bald von den Ereignissen überwältigt wird.

Mit einigen wirklich guten Bildern, einer Prise Gewalt und viel schwarzem Humor hat „Fremd in der Welt“ meinen Geschmack zu 100% getroffen. Liebhaber von Indiefilmen sollten auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren.

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Ein Kommentar zu “Fremd in der Welt

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