Arrival

Titel: Arrival
Regisseur: Denis Villeneuve
Musik: Jóhann Jóhannsson
Darsteller: Amy Addams, Jeremy Renner, Forrest Whitaker

Als zwölf Raumschiffe an verschiedenen Punkten auf der Erde landen, werden Sprachwissenschaftlerin Louise Banks (Amy Addams) und Mathematiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) zu einem der UFOs gerufen, um den ersten Kontakt mit den Aliens aufzunehmen. Dieser Kontakt gestaltet sich schwieriger als gedacht, doch mit Geduld werden langsam Fortschritte gemacht. Nachdem sich andere Länder aus Unsicherheit gegenüber den Ausserirdischen abgrenzen, wird Louise eine ganz andere Form der Kommunikation offenbar. 

Denis Villeneuve hat wieder zugeschlagen. Ich persönlich bin schwer begeistert von diesem Mann. Wo er bislang noch ein ziemliches Nischendasein „fristete“, und seine großartigen Werke allenfalls als Geheimtipp für Kunstfilmliebhaber galten, ist er mittlerweile im großen Kino angekommen. Mit Arrival zeigt er ein weiteres Mal, dass zwischen zahlreichen Sequels, Prequels und schnöden Franchise-Ausschlachtungen noch hochqualitative Filme entstehen können, die wesentlich spannender und packender sind als alle Marvelfilme zusammen (hui, sehr gewagt).

Wer gerade die letzten Filme Villeneuves kennt, hat seine besondere Art für langsame Kamerafahrten, stille Bilder und außergewöhnliches Sounddesign schon erfahren. Dieser Stil findet sich auch in Arrival wieder – und das äußerst passend. Denis Villeneuve hat für meinen Geschmack alles richtig gemacht, was man bei einem Alien-Film 2016 richtig machen kann, ohne ausgelutschte Klischees zu bedienen oder ins Lächerliche abzurutschen.

Die Darsteller liefern durch die Bank einen großartigen Job ab. Amy Addams ist in den letzten Jahren sehr fleißig und liefert nach und nach großartige Jobs ab, auch Jeremy Renner, der für mich immer zwischen öden Rollen und wirklich guten Leistungen hin und her schwankt, passt sehr gut ins Bild. Forrest Whitaker, der m.E. eine etwas klischeebelastete Hauptrolle einnahm, macht seinen Charakter sehr glaubwürdig.

Glaubwürdig ist ohnehin ein Wort, das ich bedenkenlos diesem Film zusprechen würde. Kein anderer Alien-Film kam mir jemals so derart realistisch vor wie Arrival. Dabei kann er definitiv mit einer gehörigen Portion Spannung auftrumpfen, und die Zuschauer am Ende sogar mit einem dumpfen Mindfuck zurücklassen.

Fazit: Arrival ist ein großartiger Film. Villeneuve hat ein super Gefühl dafür, Bild, Ton und Story qualitativ in Einklang zu bringen, und schafft einen Lichtblick in einer immerzu dunkler werdenden Kinolandschaft. Unbedingt angucken!

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3 Kommentare zu “Arrival

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