Lights Out

Titel: Lights Out
Regisseur: David F. Sandberg
Musik: Benjamin Wallfisch
Darsteller: Teresa Palmer, Gabriel Bateman, Billy Burke, Maria Bello

ACHTUNG: Spoilerreicher Trailer!

Martin lebt nach dem Tod seines Vaters mit seiner psychisch labilen Mutter allein. Er findet kaum Schlaf, da er von schlimmen Ängsten geplagt wird: Seine Mutter spricht ständig mit sich selbst, und in den Schatten des Hauses scheint sich irgend etwas zu verbergen. Als die Situation unerträglich wird, bittet er seine große Schwester nach Hause zu kommen, da sie die einzige ist, die seinen Worten Glauben schenkt.

Mehr möchte ich nicht zum Inhalt des Films verraten. Gerade bei Horrorfilmen bietet es sich ja an, möglichst wenig im Vorfeld zu wissen. Wer den Trailer zum Film dennoch guckt, könnte meinen bei „Lights Out“ handelt es sich bei einem durchschnittlichen Film wie sie in letzter Zeit oft über die Kinoleinwände flimmern. Filme, die sich auf vorhersehbare Skripte und billige Schockeffekte stützen. Glücklicherweise ist Lights Out ein anderer Film. David F. Sandberg machte 2013 mit einem gleichnamigen Kurzfilm auf sich aufmerksam, der einem in zweieinhalb Minuten gehörig das Fürchten lernt. Dieses Thema durfte Sandberg jetzt in Spielfilmlänge ins Kino bringen, und das macht er ziemlich gut. Die Bedrohung wird sehr dezent und doch visuell extrem gut ins rechte Licht (höhö) gerückt, um den Zuschauer die Schocker eben nicht mit dem Vorschlaghammer ins Gesicht zu klatschen, sondern richtig zu überraschen. Wieder etwas, das Lights Out im Gegensatz zu vielen Genrekollegen richtig macht: Die Gruselelemente kommen nicht wie so oft völlig vorhersehbar, sondern reizen den Spannungsbogen ganz stark aus, um die Zuschauer dann doch noch zu kriegen. Generell bietet der Storyverlauf auch so einige untypische Wendungen, die in anderen 0815-Horrorfilmen sicher einfacher gestrickt wären. Selbst die Charaktere verhalten sich zumeist nicht völlig verblödet, sondern reagieren auf die umgebenden Gefahren mit Instinkt und Intelligenz – im Horrorgenre eher untypisch.

Wie viele andere Horrorstreifen hat auch Lights Out das Bedürfnis, den Hintergrund der Bedrohung genauestens zu beleuchten und detailreich aufzudröseln. Leider fiel Autor Eric Heisserer hier auch nichts besseres ein, als die Charaktere über eine Kiste mit allen wichtigen Infos stolpern zu lassen – dies ist nicht sonderlich clever gelöst, und für mich persönlich auch völlig unnötig. Ich brauche nicht alle Details zu erfahren, und erfreue mich zuweilen auch an der Unwissenheit. Dies ist aber mein persönlicher Geschmack, und hier auch mein einziger Kritikpunkt.

Fazit: Lights Out ist ein großartiger Gruselstreifen mit tollen Schockeffekten und schaurigen Gänsehautmomenten, die mich sicherlich heute Nacht begleiten werden. Horrorfreunde: Ab ins Kino!

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