The Revenant

Titel: The Revenant
Regisseur: Alejandro Gonzales Iñárritu
Musik: Bryce Dessner, Carsten Nicolai, Ryūichi Sakamoto
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Will Poulter

Hugh Glass (Leonardo DiCaprio), ein erfahrener Trapper, zieht mit seinem Sohn in einer Gruppe Pelzjäger durch die wilde Berglandschaft des Missouri River, bis er von einem Grizzlybären angefallen und schwer verletzt wird. Nachdem seine Kameraden feststellen müssen, dass sie Glass nicht weiter mitnehmen können, lassen sie ihn sterbend zurück. Er überlebt jedoch, wird fortan angetrieben von Überlebenswillen und Rache, und schleppt sich hunderte Kilometer im Kampf gegen Stämme von Ureinwohnern und den Kältetod voran.

Der vom zurecht gefeierten Alejandro Gonzales Iñárritu inzenierte Historienfilm hat vom ersten Trailer an meine volle Aufmerksamkeit beansprucht. Leonardi DiCaprio liefert sich einen Überlebenskampf in lebensfeindlichen Schneelandschaften, mit Iñárritu auf dem Regiestuhl und Emmanuel Lubezki (Children of Men, Gravity, Birdman) an der Kamera. Was kann da schon schief laufen? Die Antwort: Nichts!

Es kann zwar mitunter gefährlich sein, die Erwartungen an einen Regisseur im Vorfeld so zu steigern, doch im Fall von Iñárritu mache ich gern eine Ausnahme. Er schafft es, eine im Grunde simple Geschichte mit wenigen Worten, aber umso in bildgewaltiger Brutalität und einer derart nah in Szene gesetzter Kamera zu inszenieren, dass sich der Zuschauer in der dreistündigen Laufzeit zu keiner Zeit langweilt, sondern sich stets mitten im Geschehen wähnt. Sowohl die aufregendsten Kampfszenen als auch die ruhigen Landschaftsaufnahmen sind mit explosiver Spannung gefüllt, die meine Augen nahezu an die Kinoleinwand hefteten.

Die Darsteller, Tom Hardy als Antagonist John Fitzgerald, Will Boulter als junger Kamerad Jim Bridger, Domhnhall Gleeson als Anführer Andrew Henry und nicht zuletzt Leonardo DiCaprio tun ihr übriges den Zuschauer mit hinein in diese unbarmherzige Welt zu nehmen, wenn sie auf Händen und Füßen durch Dreck, Schnee und eiskalte Flüsse kriechen. Selbst mit den Vorzügen, die ein modernes Filmset bietet – der Dreh muss die Hölle gewesen sein. Natürlich liefert DiCaprio als Hauptdarsteller die intensivste Leistung ab. Allein für diesen Film kann man ihm beruhigt zwei Oscars hinstellen.

Fazit: The Revenant hat mich mit klopfendem Herzen im Kinosessel zurückgelassen und mir den intensivsten Einstieg ins Kinojahr meines Lebens beschert. Was ein bisschen Schade ist: Vielleicht habe ich den besten Film des Jahres schon gesehen…

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Ein Kommentar zu “The Revenant

  1. Danke für die Review, ich freue mich auch riesig auf den Film und toll zu lesen, dass er die Erwartungen erfüllen konnte. Bleibt nur zu hoffen dass Leo jetzt endlich mal seinen verdammten Oscar bekommt 😁

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