Jahresvorschau 2016

Das Jahr 2015 geht langsam aber sicher seinem Ende entgegen. 2016 klopft an der Tür – und mit ihm natürlich der ein oder andere Kinostart, auf den wir euch aufmerksam machen wollen. Natürlich werden sich auch nächstes Jahr unmittelbar Filme auftun, die vorher niemand im Blick hatte. Und natürlich können sich auch die hier niedergeschriebenen Kinostarts um Wochen oder Monate verschieben. Von daher ist diese Jahresvorschau wie immer ohne Gewähr.

Der Januar steht ganz im Zeichen des Western-Films. Alejandro González Iñárritu – der bei den letzten Oscars mit „Birdman“ die wichtigsten Trophäen abgestaubt hat – erzählt in „The Revenant“ den auf realen Begebenheiten basierenden Überlebenskampf eines Trappers. Die Dreharbeiten zum Film, welcher zu Beginn des 19. Jahrhunderts in unwirtlichen US-Schneelandschaften spielt, müssen höllisch gewesen sein – nicht zuletzt wegen Iñárritus Perfektionismus. Doch sehr wahrscheinlich wird sich genau dies bezahlt. In der Hauptrolle ist Leonardo DiCaprio zu sehen, was ebenfalls einen Grund für den Kinobesuch darstellt. Wenige Tage nach „The Revenant“ schickt Quentin Tarantino seinen neuesten Western ins Rennen. „The Hateful Eight“ erzählt die Geschichte von acht zwielichtigen Gestalten, die wohl aufgrund eines Schneesturms gemeinsam Zuflucht in einer Gebirgshütte suchen müssen. Ein Kammerspiel, so scheint es, aber natürlich im Stile von Tarantino. Auch, wenn ich „Django Unchained“ nicht übermäßig gelungen fand, ist der Kinobesuch wegen des Regisseurs natürlich Pflicht.

Im Februar sind Filme unterschiedlichsten Typs geboten. Mit „Deadpool“ wird uns wieder einmal eine Comicverfilmung präsentiert – aber möglicherweise eine recht ungewöhnliche. Ryan Reynolds spielt Deadpool, einen Superhelden, der neben diversen kämpferischen Fähigkeiten einen stark ausgeprägten Sarkasmus aufweist. Außerdem durchbricht die Figur regelmäßig die Vierte Wand, sie ist sich also darüber im Klaren, dass sie in einem Comic agiert und teilt dies auch dem Leser mit. Eventuell wird dies ja auch interessant in der Verfilmung umgesetzt. Mit Gewalt und Sex wird laut dem Trailer jedenfalls nicht gegeizt. Ebenfalls im Februar schlagen die Coen-Brüder mit „Hail, Caesar!“ zu. Darin spielt George Clooney einen äußerst populären Schauspieler der 1950er Jahre, der während eines Filmdrehs entführt wird. Der Trailer lässt einen unterhaltsamen, aber gleichzeitig cleveren Film vermuten – und auf die Coen-Brüder ist ja eigentlich immer Verlass. Ernster wird es dafür in „Spotlight“. In diesem Film geht es um die Aufarbeitung eines Missbrauchfalls in der Katholischen Kirche, wobei unter anderem Schauspieler wie Michael Keaton, Mark Ruffalo und Rachel McAdams mitwirken. „Midnight Special“ schließlich ist genau wie Deadpool ein Superheldenfilm – und ein ebenso unkonventioneller. Darin geht es um ein Kind mit enormen Fähigkeiten, das damit die Aufmerksamkeit von Fanatikern und der Regierung weckt. Sein Vater – gespielt von Michael Shannon – muss ihn daher beschützen.

Der vermutlich erste große Blockbuster des Kinojahres startet im März: „Batman v Superman: Dawn Of Justice“. Darin geht es um die Konfrontation zwischen dem Überwesen Superman und dem technisch perfekt ausgerüsteten Batman. Nach einigen atmosphärischen und positiv stimmenden Teasern wurde kürzlich ein Trailer veröffentlicht, der viel zu viele Einblicke in die Handlung gewährte und darüberhinaus nicht mit marveltypischen Sprüchen geizte. Man wird abwarten müssen, ob es DC gelingt, mit diesem Streifen ein interessantes Film-Universum zu etablieren. Pünktlich zu Ostern startet ein an der Bibel orientierter Film in den Kinos. „Risen“ erzählt die Geschichte eines römischen Hauptmanns (gespielt von Joseph Fiennes), der nach dem Tod Jesu nach dessen verschwundenen Leiche suchen muss und dabei auf einige Jünger und andere Persönlichkeiten dieser Zeit trifft. Der Film nimmt damit eine eher ungewöhnliche Perspektive ein und thematisiert einen Zeitabschnitt, der im Kino bisher kaum präsent war. Ebenfalls im März startet „Trumbo“. Bryan Cranston, der Star aus „Breaking Bad“, spielt hier einen erfolgreichen Hollywood-Drehbuchautor der 1940er Jahre, der aber in eine Menge Schwierigkeiten gerät.

Im April erwartet uns mit „The Jungle Book“ eine Neuauflage des Märchen-Klassikers – dieses Mal aber mit allerlei CGI-Kreaturen. Ich muss allerdings zugeben, dass der Trailer auf mich recht stimmungsvoll wirkte und das Kind in mir schon sehr neugierig auf den Film ist. Interessant wird es, wie genau „The Jungle Book“ die sprechenden Tiere umsetzen wird, denn davon war bisher eigentlich nichts zu sehen. Alles andere als märchenhaft wird es in „Triple 9“ zugehen, einem knallharten Polizisten-Thriller, in dem unter anderem Casey Affleck, Aaron Paul und Kate Winslet mitwirken.

Erneut biblisch wird es im Mai. „Der junge Messias“ beleuchtet die Kindheitsjahre von Jesus, zu denen es – von ein paar dubiosen apokryphen Schriften einmal abgesehen – fast gar kein Quellmaterial gibt. Fans von Jake Gyllenhaal dürfen sich im Juni auf „Demolition“ freuen. Darin geht es um einen jungen Investment-Banker, der nach dem tragischen Tod seiner Frau in ein tiefes Loch fällt und versucht, sich wieder heraus zu kämpfen. Im Juli erscheint mit „Star Trek: Beyond“ der dritte Teil der Reboot-Reihe des Franchises. Allerdings führt hier nicht mehr J.J. Abrams Regie, da dieser ja in einem anderen Teil der Galaxis beschäftigt ist. Das Drehbuch stammt allerdings von Simon Pegg, was ja eventuell Hoffnung machen kann.

Der August steht logischerweise ganz im Zeichen der großen Sommer-Blockbuster – oder in anderen Worten: Zeit für Sequels, Prequels, Reboots und Neuverfilmungen! Unter anderem versucht sich Regisseur Guy Ritchi mit „Knights Of The Roundtable: King Arthur“ am klassischen Sagen-Stoff. „Suicide Squad“ ist eine weitere Comicverfilmung aus dem Hause DC und dreht sich um eine kriminelle Gruppe rund um Harley Quinn (Margot Robbie), die von der Regierung engagiert wird. Mit dabei ist auch Jared Leto als – meiner Meinung nach – recht gewöhnungsbedürftiger Tattoo-Joker. Ebenfalls im August soll die Neuverfilmung des Klassikers „Ben Hur“ erscheinen – ob das irgendein Mensch braucht, wird sich noch erweisen.

Im November startet die Verfilmung des Fantasy-Jugendbuchs „Sieben Minuten nach Mitternacht“, von welchem ich allerdings noch nie etwas gehört habe. Ein wenig mehr Informationen habe ich allerdings zum ersten „Star Wars“-Spin-Off „Rogue One“. Darin geht es um jene Rebellen, die im Vorfeld von Episode IV die Pläne zum Todesstern erbeuteten. Vor der Kamera werden dabei neben Felicity Jones auch Forest Whitaker und Mads Mikkelsen zu sehen sein.

Auch 2016 gibt es eine Reihe von Filmen, deren Kinostart noch nicht wirklich feststeht. Trotzdem wollen wir euch diese Filme natürlich nicht verschweigen. In „Don Verdean“ spielt Sam Rockwell einen selbsternannten biblischen Archäologen, der den Schädel eines verstorbenen Wrestlers als Reliquie des alttestamentlichen Riesen Goliaths ausgibt. „Escobar“ erzählt die Geschichte des Drogenbarons Pablo Escobar, dieses Mal mit Javier Bardem und Penelope Cruz in den Hauptrollen. Die Japaner legen mit „Godzilla Resurgence“ die Story um ihr bekanntestes Monster neu auf, da ihnen die letzte amerikanische Interpretation nicht sonderlich zugesagt hat – und mir übrigens auch nicht. Matthew McConaughey spielt in „Gold“ einen Goldgräber, Ewan McGregor ist Jesus in „Last Days In The Desert“, der nach seinem Wüstenaufenthalt eine Zeit lang bei einer Familie lebt. Martin Scorseses neuer Film „Silence“ handelt von zwei christlichen Missionaren, die im Japan des 17. Jahrhunderts durch Demütigung, Folter und Hinrichtung bedroht sind. In „The Lady In The Car With Glasses And A Gun“ geht es um eine Frau, die das Auto ihres Chefs zum Flughafen bringen soll. Allerdings befinden sich im Kofferraum eine Leiche und ein Gewehr. In „Z For Zachariah“ hat ein Nuklear-Krieg nahezu die komplette Menschheit ausgelöscht. Zwischen zwei überlebenden Männern (Chiwetel Ejiofor, Chris Pine) und einer Frau (Margot Robbie) entwickelt sich eine gefährliche Dreiecksbeziehung.

Das war es auch schon mit der Jahresvorschau. Die Popcornguys wünschen euch dieses und nächstes Jahr viel Spaß im Kino!

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