Super – Shut Up, Crime!

Titel: Super – Shut Up, Crime! (Originaltitel: Super)
Regie: James Gunn
Musik: Tyler Bates
Darsteller: Rainn Wilson, Ellen Page, Liv Tyler

Der unsichere und introvertierte Frank D’Arbo (Rainn Wilson) führt ein deprimierendes Dasein. Der einzige Lichtblick ist seine schöne Ehefrau Sarah (Liv Tyler), die allerdings kein allzu großes Interesse an ihrem Gatten hat. Eines Tages verlässt Sarah ihren Ehemann zu Gunsten des schmierigen Strip-Club-Besitzers und Kriminellen Jacques (Kevin Bacon). Frank ist am Boden zerstört, aber dank einer Superhelden-Sendung im Fernsehen und Gottes-Visionen kommt ihm der motivierende Einfall, selbst in ein Superhelden-Kostüm zu schlüpfen und als der Blutrote Blitz Verbrechen zu kämpfen – seien diese auch noch so banal. Bald steht ihm die Comic-Verkäuferin Libby (Ellen Page) als Sidekick zur Seite und gemeinsam überlegen sie, wie Frank seine Sarah aus den Klauen von Jacques retten kann.

Es gibt immer wieder Filme, von denen man nie zuvor etwas gehört hat, die einen dann aber doch ungemein positiv überraschen. „Super“ ist ein solcher Film und die beiden Popcornguys hatten das große Vergnügen, ihn zusammen erstmals zu sehen.

„Super“ stellt einen faszinierenden Mix aus unterschiedlichen Stimmungen dar. Der Grundton ist der einer Komödie, wobei es sich häufig um wirklich rabenschwarzen Humor handelt. Doch immer wieder mischen sich andere Elemente hinzu, beispielsweise krasse Splatter-Szenen, absolut skurrile Visions-Sequenzen, sowie geradezu dramatisch-tiefgründige Passagen. Beim Schauen war ich mir stellenweise unsicher, auf was das Ganze eigentlich abzielt und ob diese gewagte Spagat-Technik am Ende nicht alles zerreißen wird. Und wenn man dann in der letzten Szene des Films emotional gerührt und total zufrieden vor dem Bildschirm sitzt, muss man sich doch tatsächlich fragen, wie diesem kuriosen Kunstwerk das gelungen sein mag.

Eine Antwort darauf ist schwierig. Es hängt wohl mit verschiedenen Faktoren zusammen – egal, ob es jetzt die herrlich abgedreht spielende Ellen Page, der perfekt eingesetzte Soundtrack oder die ungewöhnliche Herangehensweise an die Superhelden-Thematik sein mag. Aber eines steht wohl fest: Regisseur James Gunn kann Filme mit einem sehr eigenen und speziellen Charakter auf die Beine stellen. Von daher freue ich mich schon sehr auf „Guardians Of The Galaxy“, welcher mit Sicherheit weniger gewagt sein wird, aber vielleicht ja doch einen ähnlich speziellen Charme wie „Super“ haben könnte.

Dieser absolut empfehlenswerten Low-Budget-Filmperle verleihe ich jedoch ohne großes Zögern 9 von 10 Popcornguys. Mit Sicherheit ist „Super“ nicht jedermanns Geschmack, aber gerade in einer Zeit, in der das Kino mit 0815-Comicverfilmungen überflutet wird, vermag es Frank D’Arbo alias der Blutrote Blitz erfrischend anders und nachhaltig aufzutreten.

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