Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Originaltitel: The Fault in Our Stars
Regisseur: Josh Boone
Musik: Various Artists
Darsteller: Shailene Woodley, Ansel Elgort

 TRAILER

Hazel Lancester bezeichnet sich wohl als ein durchschnittliches 16-jähriges Mädchen mit allen Problemen, die dieses Alter so mit sich bringt. Was sie jedoch von anderen Mädchen unterscheidet: Hazel leidet an Schilddrüsenkrebs, ihr Tod steht unvermeidlich bevor. Die Selbsthilfegruppe, die sie auf Wunsch ihrer Eltern besucht, hilft ihr nicht wirklich weiter, bis sie dort Augustus Waters kennenlernt, der sich in Remission befindet. Der arrogant wirkende Freigeist hat eine wunderbare Ausstrahlung auf Hazel, und so entwickelt sich bald eine innige Freundschaft. Augustus‘ Zuneigung ist so groß, dass er alles dafür geben will, um Hazel ihren großen Herzenswunsch zu erfüllen.

Tja, schon die Beschreibung lässt vermuten, dass wir uns in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ nicht um besonders leichte Kost annehmen. Das Thema Krebs begleitet den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde in einer offenen und alle Härte zeigenden Weise. Gleichzeitig gelingt es dem Film sehr gut, mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und schwarzem Humor, der sich grade in der Figur des Augustus zeigt, ein gut gemischtes Spannungsfeld zwischen Tragik und Komödie zu geben. Nichtsdestotrotz fühlt sich der Zuschauer hineingenommen in die Schwere des Themas, die mir persönlich auch jetzt noch, beim Schreiben des Artikels, anlastet.

Nicht nur von der Geschichte selbst, sondern besonders von seinen beiden Hauptdarstellern lebt „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Ansel Elgort ist ein Jungschauspieler, der erst seit kurzem im Geschäft ist, aber sehr solide Arbeit leistet. Die leichte Art und der bittere Galgenhumor, mit dem Augustus durch das Leben schreitet, ist sehr gut eingefangen. Daneben glänzt Shailene Woodley geradezu phänomenal in ihrer Hauptrolle, die der Figur Hazel Lancester unglaublich viel Tiefe verleiht. Bisher kannte ich Woodley nur aus The Descendants – nach dieser Meisterleistung bin ich sehr gespannt auf weitere Rollen.

Obwohl ich die Buchvorlage nicht gelesen habe (was ich schnellstmöglich nachholen werde), hat mir der Film die Einzigartigkeit der Geschichte, die John Green mit seinem Roman geschaffen hat, vermittelt. Geschichten, die zum Lachen und zum Weinen bringen gibt es schon, dennoch ist „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ für mich eine Liebesgeschichte, die ich so noch nicht gesehen habe – definitiv die beste, die ich seit langem gesehen habe. Die zahlreichen Taschentücher, die beim Abspann im Kinosaal gezückt wurden, sprechen dafür: Eine absolute Empfehlung für einen tief berührenden Film!

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