Serien-Special: Hemlock Grove

Titel: Hemlock Grove
Genre: Horror
Produktion: Netflix, Gaumont International Television
Darsteller: Bill Skarsgård, Landon Liboiron, Famke Janssen

TRAILER

Das scheinbar ruhige Leben im kleinen Städtchen Hemlock Grove nimmt ein jähes Ende, als eine 17-jährige brutal ermordet wird. Die Polizei ist ratlos gegenüber der Frage wer (oder was) zu dieser Tat fähig sein könnte. Auf der Suche nach dem Mörder deckt der Sheriff Sworn (Aaron Douglas) die zahlreichen Geheimnisse der Kleinstadt auf, in der irgendwie sämtliche Bewohner verstrickt zu sein scheinen. Besonders verdächtig wirken die beiden Jugendlichen Roman und Peter. So unterschiedlich sie auch sind, stammt Roman doch aus der einst wohlhabenden Familie Godfrey, und Peter mit seiner Mutter in einem alten Wohntrailer lebt, so ungewöhnlich sind tatsächlich ihre Hintergründe. Denn Roman ist ein Vampir und Peter ein Werwolf. Nachdem sie ihr Misstrauen gegenüber abgelegt haben, begeben sich die beiden fieberhaft auf die Suche nach dem wahren Täter.

Moment mal: Jugendliche auf der Highschool? Werwölfe und Vampire? Weckt das in uns nicht ein unerklärlich grauenhaftes Gefühl aus? Ja, dieses Setting kommt uns schmerzhaft bekannt vor, doch „Hemlock Grove“ stellt schon in der ersten Episode mit einem kleinen Seitenhieb auf die Twilight-Reihe fest, dass diese Serie in eine andere Richtung gehen will.

Fantasykost in Serienform leidet oft an mangelnden Geldmitteln, um ordentliche Effekte auf den Bildschirm zaubern zu können. Wie aber Kultserien wie Buffy beweisen, kann eine tolle Inszenierung und noch bessere Story solche Mängel glatt wegbügeln. Um die rar gestreuten Effekte muss sich „Hemlock Grove“ jedoch sowieso nicht schämen, denn die sehen m.E. doch recht gut aus.
Und die Story? Die wird spannend erzählt, wenn auch teils recht gezwungen auf Cliffhanger hingearbeitet werden muss. Insgesamt ziehen die rätselhaften Storystränge den Zuschauer schon mit, gerade die Suche nach dem furchtbaren Mörder lässt uns mitfiebern. 

Gerade die Hauptdarsteller tun ihr übriges, genug Material für vielschichtige Charakter zu liefern, wobei das Duo von ihrer Unterschiedlichkeit profitiert. Auch wenn Bill Skarsgård eindeutig wie eine jüngere Version von Steve Buscemi aussieht, hat er dessen Talent noch nicht bewiesen. Vielleicht muss man der Serie dazu auch noch mehr Zeit geben – insgesamt machen die Darsteller schon einen soliden Job.

Fazit: Fans von subtiler Horrorkost kommen auf ihre Kosten – die Lücke, bis The Walking Dead, Game of Thrones und Co. wieder auf die Bildschirme zurückkehren, lässt sich damit also auf jeden Fall schließen.

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