Der Ja-Sager

Originaltitel: Yes Man
Regie: Peyton Reed
Musik: Mark Oliver Everett
Darsteller: Jim Carrey, Zooey Deschanel, Bradley Cooper

Der pessimistische Bankangestellte Carl Allen (Jim Carrey) zieht sich nach der schmerzhaften Scheidung immer mehr zurück. Ereignislos bringt er die Arbeit hinter sich, um jeden Abend auf dem Sofa zu versauern. Auch eifrige Versuche von Kollegen oder seinem bestem Freund Peter (Bradley Cooper), Carl aus seinem Schneckenhaus hervorzulocken, scheitern an unzähligen Ausreden. Eines Tages trifft Carl einen alten Bekannten, der ihm von einem unglaublichen Programm erzählt, das sein Leben verändert hat: Nie wieder „nein“ sagen – nur noch das „JA“ zählt. Nach langem zögern lässt sich Carl darauf ein – und muss feststellen, wie schwierig es ist, zu allem „ja“ zu sagen. Gerade als er aber die lebenslustige Allison (Zooey Deschanel) kennenlernt, beginnt er seinen neuen Lebensstil zu schätzen.

Jim Carrey gehört wohl zu den wichtigsten Schauspielern meiner Kindheit. Mit Filmen wie „Ace Ventura“, „Die Maske“, „Dumm und Dümmer“ oder auch „Cable Guy“ strengte er meine Lachmuskeln an. Selbst später und in wesentlich ernsteren Rollen wie in „Number 23“ oder im ausgezeichneten „Vergiss mein nicht“ (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) mag ich ihn sehr. Als ich das erste Mal von „Der Ja-Sager“ hörte, fühlte ich mich unweigerlich an „Der Dummschwätzer“ erinnert, in welchem der notorische Lügner Jim Carrey aufgrund eines übernatürlichen Fluchs nur noch die Wahrheit sagen kann.

Der Ja-Sager (welcher übrigens auf einer Autobiographie basiert) ist hierbei aber etwas ernster, denn hier beschließt ein Mann, der sich von allen gesellschaftlichen Ereignissen zurückgezogen hat, einen Schritt in Richtung Leben zu machen – indem er „Ja“ sagt. Als er an der Veranstaltung des Programms teilnimmt, fühlt der Zuschauer mit Carl Allen mit, fühlt man sich doch sofort an diverse übereifrige Verkaufsagenten oder gar spirituelle Gurus erinnert. Carl aber schafft es, sich darauf einzulassen, und nach einigen Fehlschlägen erkennt er die befreiende Wirkung des Programms. Zu allem „JA“ zu sagen verhindert alles Zögern. Entscheidungen stehen von Anfang an fest, und Carl ist gezwungen, jedes Angebot anzunehmen. So lernt er Fliegen, Gitarre spielen und koreanisch. Sein Leben gewinnt an Qualität, wobei sein Umfeld von seiner neuen Persönlichkeit ziemlich verwirrt wird – allem voran Allison, welche aber von der positiven Art angesprochen wird, sodass es zwischen den beiden heftig knistert.
Sein Leben vollkommen auf ein „Ja“ auszurichten bringt natürlich Probleme mit sich, die der Film m.E. sehr gut in ernste Töne umsetzt, ohne gezwungen zu wirken. Alle Schauspieler überzeugen in ihren Rollen, und auch die Verrücktheiten Jim Carreys wirken nicht zu übertrieben. Alles in allem bietet uns „Der Ja-Sager“ eine nette Komödie mit denkwürdigen Anekdoten und vielen Lachern, verpackt in einer rührenden Geschichte um Liebe und Lebenswillen, und das verdient sehr gute 8 von 10 Popcornguys!

popcornguy+8von10

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