Ed Wood

Titel: Ed Wood
Regisseur: Tim Burton
Musik: Howard Shore
Darsteller: Johnny Depp, Martin Landau, Sarah Jessica Parker, Bill Murray

Der erfolglose, aber sehr ehrgeizige Nachwuchsregisseur Edward D. Wood (Johnny Depp) gibt nicht auf: Unermüdlich kämpft er um die Unterstützung verschiedener Produktionsfirmen, um seine unzähligen Filmideen zu realisieren. Dabei schenkt er der Tatsache, dass alle seine Filme alles andere als erfolgreich sind, keine Beachtung. Dass sich seine Werke im zweifelhaften Titel „schlechtester Film aller Zeiten“ immer wieder nur übertreffen, spornt ihn mehr an, seine Visionen umzusetzen und in die Fußstapfen seines großen Vorbilds Orson Welles zu treten. Als er den alternden Star Bela Lugosi (Martin Landau) für seine Projekte gewinnen kann, wittert er die große Chance, als Filmregisseur in die Geschichte einzugehen.

Die Geschichte von Edward D. Wood ist wahrlich traurig – ein gescheiterter Schauspieler, Regisseur und Autor, der es immer wieder versucht, und nach seinem Tod als „schlechtester Regisseur aller Zeiten“ in die Geschichte einging. So hatte er es sich wohl bestimmt nicht gewünscht, doch Tim Burton schafft es, seine Lebensgeschichte zwar lose am wahren Geschehen, dafür aber mit viel Herz für den jungen Regisseur zu verfilmen. Der stets optimistische, aber ziemlich schräge Vogel Ed fällt mit Feuereifer über seine Mitmenschen her und versucht sie von seinen seltsamen Ideen zu überzeugen. Mit der Faszination eines Kindes stolpert er von einer Lebenssituation in die nächste und holt sich dort seine Inspiration für seine Filme. Dabei ist die Tatsache, dass er im Geheimen gerne mal Damenkleidung trägt, nicht nur ein Problem für seine Freundin Dolores Fuller (Sarah Jessica Parker), sondern auch für seine Geldgeber. Ed denkt aber gar nicht ans aufgeben, und so steckt er alles Herzblut in seine Ideen, mögen sie noch so schlecht umgesetzt werden.

Als Zuschauer dürfen wir nun beobachten, wie Ed Wood verzweifelt versucht, aus seinen Flops „Glen oder Glenda“, „Die Rache des Würgers“ und „Plan 9 aus dem Weltall“ Blockbuster zu machen. Auch wenn seine Filme nie kommerziell erfolgreich waren, erwärmen sie heute die Herzen aller Trash-Freunde. Tim Burton spielt in seinem schwarz-weiß Streifen mit den Nuancen der 50er-Jahre B-Movies, was dem ganzen nur noch mehr Charme verleiht.

Mit „Ed Wood“ wurde diesem liebenswürdigem Regisseur ein Denkmal gesetzt, das trotz seiner Talentlosigkeit seinem unermüdlichen Eifer, sowie seine Fürsorge für seinen Freund Bela Lugosi in frischer Form Tribut zollt, ohne auf seinen großen Schwächen herumzureiten. Für Freunde des Films allgemein, und besonders für Kenner diverser Trash-Perlen bietet uns „Ed Wood“ ein schönes Portrait eines unverstandenen Künstlers – 8 von 10 Popcornguys!

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