The Lost Boys

Titel: The Lost Boys
Regie: Joel Schuhmacher
Musik: Thomas Newman
Darsteller: Kiefer Sutherland, Jason Patric, Corey Haim, Corey Feldman

Lucy Emerson zieht nach ihrer Scheidung mit ihren beiden Söhnen Michael und Sam (Jason Patric & Corey Haim) zu ihrem Vater nach Santa Carla. Die als besonders gefährlich geltende Stadt wird unter anderem von Jugendbanden und Motorradgangs terrorisiert, denen sich Michael schnell angezogen fühlt. Besonders der Anführer einer Gang, David (Kiefer Sutherland), und die hübsche Star (Jamie Gertz) ziehen ihn in ihren Bann. Von den immer seltsamer werdenden Ereignissen nimmt er kaum noch Notiz, nur sein Bruder Sam scheint die Lage zu erkennen: Die Gang besteht aus Vampiren, und sein Bruder ist drauf und dran, selbst einer zu werden.

Der Horrorklassiker von 1987 gilt nicht unbegründet als einer der besten Vampirfilme aller Zeiten. Joel Schuhmacher, der sich mit seinen beiden Batmanfilmen einen ziemlich schlechten Ruf eingehandelt hat, beweist mit seinen übrigen Filmen doch immer wieder, wie talentiert er eigentlich ist. Doch nicht allein die gelungene Inszenierung dieses Films macht den Horrorspaß komplett: Allein schon der Auftritt diverser Kinderstars der 80er wecken Kindheitserinnerungen, und so wird nicht nur die Seele des Vampirfans befriedigt, sondern auch das typische Gefühl diverser Jugendbewegungen kommt hier voll zur Geltung. Punkrock und Rock´n´Roll, Jugendbanden, Rebellion, Drogen – Schuhmacher hatte hier ein gutes Gespür, jugendliche Mentalitäten gut in Szene zu setzen. Hinzu kommt der subtile Horror, welcher sich in bewährter Weise immer weiter steigert, bis er seine volle Kraft relativ spät, aber zu einem guten Zeitpunkt, aufzeigt. Hinzu gesellen sich die verzweifelten Versuche von Sam, seinen Bruder vor den Vampiren zu beschützen. Hier zeigen sich durchaus komödiantische Momente, besonders durch die Comicladenmitarbeiter und „erfahrene Vampirjäger“ Edgar und Allan (Corey Feldman & Jamison Newlander), welche mit allerlei Tricks und Waffen stets galant gegen die Vampire antreten.

Was also bleibt ist ein spannender, interessanter Horrorfilm, mit frischen Ideen und klassischem Vampirstoff. Unterlegt mit erstklassigem Soundtrack liefert uns „The Lost Boys“ ganz großes Kino. Jugenderinnerungen, die beweisen, dass Vampire mit Schulterpolstern und peinlichen 80er-Frisuren eine wesenentlich bessere Figur machen, als mancher neuzeitlicher Teenie-Vampir.
8 von 10 Punkten!

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