Serien-Special: Eli Stone

Titel: Eli Stone
Produktion: ABC
Musik: Blake Neely
Darsteller: Jonny Lee Miller, Natasha Henstridge, Matt Letscher

Hier ein Trailer

Eli Stone hat alles, was er braucht: Er ist Anwalt in einer angesehenen Kanzlei, ist mit der attraktiven Tochter des Chefs verlobt und gewinnt einen komplizierten Fall nach dem anderen. Dann beginnt seine Welt zu kippen: Seltsame Halluzinationen vermischen Realität und Traumwelt. Die Ursache seines Problems wird bald deutlich: Eli leidet an einem inoperablen Gehirnaneurysma, welches die Erscheinungen verursacht. Nicht wissend, wie er mit seiner ungewissen Zukunft umgehen soll, befindet sich Eli auf dem Weg zu seinem Lebenssinn, als ihm sein Akupunkteur Dr. Chen eine ungewöhnliche Überlegung eröffnet: Vielleicht sind die Halluzinationen eine Art Offenbarung Gottes. Vielleicht ist Eli ja so eine Art Prophet. Dieser ist gar nicht begeistert, muss aber feststellen, dass die Erscheinungen immer wieder Hinweise auf Menschen darstellen, die seine Hilfe als Anwalt benötigen. Er beginnt seinen Lebensstil zu verändern, tritt beruflich für schwächere ein – seine Zweifel am ungewöhnlichen Prophetentum schwinden immer mehr.

Vollkommen ohne Vorwissen habe ich mich dieser Serie gewidmet, und wurde angenehm überrascht. Ein interessanter Plot und solide Umsetzung, die zwar nicht immer ganz nach meinem Geschmack ist, aber durchaus Spaß macht. Der Hauptdarsteller Jonny Lee Miller (der übrigens in der berühmten WG mit Jude Law und Ewan McGregor gelebt hat) passt perfekt in die Rolle des anfangs spießigen Anwalts, der mit seiner neuen Situation und mit den Problemen seiner Umwelt umgehen muss. Diese äußern sich vor allem durch seine Mitmenschen, die ihn schlichtweg für bekloppt halten. Eli aber setzt sich eisern durch, auch wenn er eigentlich nur seine Halluzinationen loswerden will.

Da Eli selbst ja gewaltig an seiner Berufung zweifelt, wird der Zuschauer immer wieder subtil mit diversen Gottesfragen konfrontiert, ohne dabei in eine bestimmte Religion oder Konfession festzustecken. Besonders die oftmals lockeren Gespräche mit dem Akupunkteur Chen bringen dabei hochphilosophische Fragen hervor, denen sich der Zuschauer auch nach Ende der Sendung noch widmet.

Leider wurde Eli Stone nach zwei Staffeln eingestellt – ein Schicksal, das viele gute Serien ereilt. Zugegeben, wir haben hier kein Epos á la Game of Thrones vor uns, auch keine geniale Sitcom wie Scrubs, sondern eine Dramedy, die nette Unterhaltung mit tiefgründigen Themen bieten will – nicht mehr und nicht weniger. Somit vergebe ich verdiente 7 von 10 Popcornguys!

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