Invasion

Titel: Invasion
Regisseur: Oliver Hirschbiegel
Musik: John Ottman
Darsteller: Nicole Kidman, Daniel Craig

Hier der Trailer

Eine gewaltige Explosion zerreißt den Himmel zwischen Dallas und Washington D.C. Die Trümmer des zerborstenen Spaceshuttles Patriot regnen auf die USA herab. Die Behörden bekommen die Katastrophe zwar sofort unter Kontrolle, doch bald tauchen Gerüchte auf, dass an den Wrackteilen eine merkwürdige Substanz klebt: Sie hat die extreme Kälte des Weltraums ebenso überstanden wie die glühende Hitze beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und wer mit ihr in Berührung kommt, ist nicht mehr derselbe. Die Psychaterin Caroll Bennell (Nicole Kidman) und ihr Kollege Ben (Daniel Craig) kommen einer extraterrestrischen Epidimie auf die Spur: Sporen unbekannter Herkunft verändern die Menschen, während sie schlafen. Die Infizierten verlieren jedes menschliche Gefühl, ohne sich dabei äußerlich zu verändern. Carols verschwundener Sohn könnte der Schlüssel zur Rettung sein.

„Invasion“ war an den Kinokassen alles andere als erfolgreich. Von Kritikern förmlich zerrissen konnte dem Streifen von anfang an wenig Chancen zugerechnet werden. Warum das so ist, kann ich persönlich nicht recht beurteilen. Meines Erachtens lieferte uns der deutsche Regisseur Hirschbiegel nämlich einen Actionthriller, der sich sehen lassen kann. Nicht nur die Action stimmt, auch die nötige Prise Horror ist hier vorhanden. Da ich momentan wieder einmal in meinem Zombie-Hype (The Walking Dead!!) bin, fällt es mir nicht schwer einen Vergleich zur Zombieapokalypse zu ziehen. Die letzten „Überlebenden“, sprich die normal gebliebenen, müssen um jeden Preis verhindern, einzuschlafen. Um zu überleben, müssen sie sich so unauffällig wie möglich durch die willenlos gewordene Masse bewegen. Freunde und Familie sind Teil der emotionslosen Gestalten geworden – niemandem ist mehr zu vertrauen. Beklemmung pur, die der Film wirklich gut spüren lässt. Gleichzeitig wird uns eine gute Alternative zum üblichen Ausserirdischen-Einheitsbrei serviert. Der Feind tritt auf in Form einer unauffälligen, klebrigen Masse. Keine schleimigen Aliens hocken in ihren Schiffen, polieren ihre Laserwaffen und schmieden Pläne, das Universum zu erobern. Gleich einer Infektion verbreitet sich diese unheimliche Substanz unter den Menschen, welche sich nach und nach selber zum Feind werden. Dies ist nämlich die große Gefahr: Wer sich nicht anpasst wird gnadenlos infiziert – es gibt kein Entkommen.

Der Horror scheint kein Ende zu nehmen: Carol muss mitansehen, wie nach und nach jeder aus ihrem Bekanntenkreis dem Virus zum Opfer fällt. Dennoch tut sie, was jede verzweifelte Mutter tut – sie kämpft weiter, um ihren Sohn zu retten.
In diesem Sci-Fi-Thriller stimmt fast alles, und besonders der Schluss lässt uns mit einer erschütternden Frage sitzen, welcher aus dem Inhalt des Films nicht nur exzellente Unterhaltung macht, sondern wesentliche Probleme menschlichen Zusammenlebens thematisiert.

9 von 10 Punkten!

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