Serien-Special: King of Queens (Staffel 1)

Titel: King of Queens
Produzenten: Michael J. Weithorn, Kevin James
Musik: Josh Goldsmith, Cathy Yuspa
Darsteller: Kevin James, Leah Remini, Jerry Stiller

Douglas Heffernan, ein übergewichtiger Kurierfahrer aus dem Stadtteil Queens, New York, führt ein glückliches Dasein mit seiner Frau Carrie, die als Rechtsanwaltsgehilfin in Manhattan arbeitet. Als Carries Vater Arthur sein Haus niederbrennt, müssen die Heffernans ihn bei sich im Keller, Dougs altem Hobbyraum, wohnen zu lassen.

„Was soll das?“ fragen sich die geneigten Leser. „King of Queens“ ist doch ein alter Hut. Die von 1998 bis 2007 produzierte Serie kennt doch schon jeder – oder? Ich musste feststellen, dass dem nicht so ist, bzw. viele den wahren Wert dieser Sitcom noch nicht ganz erkannt haben. Da ich mir kürzlich die komplette Serie ins Haus geholt habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen, diese wunderbare Serie (inzwischen dürfte sie schon fast Klassiker-Wert haben) vorzustellen.

Doug Heffernan entspricht im Grunde dem Prototyp des Sitcom-Helden. Ein lustiger, übergewichtiger Durchschnittstyp mit attraktiver Frau und einem kleinen Haufen verrückter Freunde. Als die Idee zur Serie vorgestellt wurde, war man sich nicht sicher, ob dieses Format noch erfolgreich sein würde. Die bis dahin typischen Sitcoms liefen zwar gut, aber die Fernsehlandschaft veränderte sich doch merklich.
Wer die ersten Folgen zu Beginn der Serie sieht, stellt schnell fest, dass die Produzenten noch auf der Suche nach einer gewissen Würze waren. Diverses wurde ausprobiert, und schließlich wurde das Salz in der Suppe in der einfachen Form des Dreigespanns Doug-Carrie-Arthur gefunden. Das ohnehin schon etwas schräge Ehepaar, bestehend aus dem einfach gestrickten Doug, der launischen Carrie und dem völlig überdrehten Arthur bildet eine Grundsubstanz, welche jede einzelne Episode zum Erlebnis macht. Dougs Schwiegervater, Arthur Spooner, wird dargestellt von Jerry Stiller, seines Zeichens Vater von Ben Stiller (welcher in der Serie einen tollen Gastauftritt hat). Jerry Stiller war bis zu Beginn der Serie noch mit Seinfeld beschäftigt. Glücklicherweise konnte Kevin James ihn überzeugen, in King of Queens mitzuwirken, denn mitunter dem Witz des Arthur Spooner ist der Erfolg der Serie zu verdanken. Schön anzusehen ist, dass die Prägungen der Charaktere besonders in den Intro- und Outro-Szenen der Episoden, welche mit dem eigentlichen Thema der Folge meist nichts gemein haben, hervorstechen. Beispiel: KLICK!
Nicht nur die drei Hauptcharaktere machen das ganze aber zum Spaß, auch die vielen Nebenfiguren, z.B. Dougs Kumpel Deacon Palmer, Spence Olchin und Richie Iannucci, welche besonders in der ersten Staffel ihre komplette Freizeit in der Garage der Heffernans verbringen zu scheinen – egal ob Doug da ist oder nicht. Darüber hinaus begegnen uns immer wieder äußerst witzige Auftritte namhafter Schauspieler: Ray Romano als Fernsehreporter und Kumpel Dougs (ganz starke Parallelen zu „Alle lieben Raymond“!!), der großartige Bryan Cranston als nerviger Nachbar, später in der Serie Nicole Sullivan als Hundesitterin, die Arthur beschäftigt, sowie Lou Ferrigno als sich selbst.

Alles in allem ist King of Queens eine typische Sitcom, welche den Charme der 90er ins neue Jahrtausend mit hineinnimmt und dabei subtilen, nicht zu abgedrehten Witz versprüht. Auch wenn die erste Staffel in vielem noch nicht so professionell wie die späteren Episoden wirkt, und man auf das allseits bekannte Intro verzichten muss, ist hier schon der übliche Kevin-James-Witz versteckt, und die spürbare Improvisationsgabe der Schauspieler drückt der Serie den Stempel auf, welchen sie verdient: Ausgezeichnete Unterhaltung. Von mir gibts für die Staffel 1 fast komplette Punktzahl!

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