Tropic Thunder

Titel: Tropic Thunder
Regisseur: Ben Stiller
Musik: Theodore Shapiro
Darsteller: Robert Downey Jr., Jack Black, Ben Stiller

Hier der Trailer

Als sich drei der größten Hollywood-Stars aufmachen, um im Dschungel von Vietnam einen Kriegsfilm zu drehen, haben sie noch keine Ahnung, wie real ein Film werden kann. Bald müssen die verwöhnten Schauspieler nicht nur um ihren Komfort am Set fürchten, sondern um ihr Leben.

Als ich Tropic Thunder das erste Mal sah, hat er mir nicht sonderlich gefallen. Ich weiß nicht mehr warum, denn meine erneute Sichtung des Films war äußerst amüsant. Dabei spaltet der Film allerdings die Meinungen der Filmkritiker: Die einen halten ihn für eine hohle Aneinanderreihung lahmer Gags, die anderen für eine gelungene Hollywood-Satire, welche die Filmbranche nicht nur anvisiert, sondern auch voll trifft.

Dabei spielen besonders drei Persönlichkeiten eine wichtige Rolle: Ben Stiller saß nicht nur auf dem Regiestuhl, sondern übernahm auch die Rolle des Actionstars Tugg Speedman. Der inzwischen wenig erfolgreiche Schauspieler kann mit seinen unzähligen Fortsetzungen einstmals grandioser Filme nicht mehr punkten, und als er auch noch Rollen übernimmt, denen er nicht gewachsen ist, verliert er sämtliche Glaubwürdigkeit in Hollywood.
Robert Downey Jr. mimt den äußerst talentierten Kirk Lazarus. Dem fünffachen Oscargewinner gehen seine Rollen in Fleisch und Blut über, und so schreckt er nicht davor zurück, sich für seinen aktuellen Film einem chirurgischem Eingriff zu unterziehen – um wie ein Afroamerikaner auszusehen.
Jack Black ist der Comedystar Jeff Portnoy. Weniger schauspielerisches Talent, vielmehr ein Händchen für geschmacklosen, aber beliebten Humor machen ihn zu einem der Großen. Der drogenabhängige Weichling wird der Gruppe allerdings eher ein Klotz am Bein.

Mit diesen drei großartigen Charakteren ist bereits eine gute Grundlage gelegt. Ben Stiller ließ es sich aber nicht nehmen, auch die kleinsten Nebenrollen mit namhaften Schauspielern zu besetzen, und so begegnen uns die nur allzu bekannten Gesichter von Nick Nolte, Danny McBride, Bill Hader, Steve Coogan, Matthew McConaughey und Tom Cruise. Dieser Pool aus talentierten Darstellern garantiert einen Mix, der sich sehen lassen kann.

Gut, Tropic Thunder wird keine Lachstürme auslösen – dennoch wird uns hier eine gelungene Satire vorgelegt, die mit gewitztem Wortwitz und unsinnigen Ideen überzeugt. Der Zuschauer wird Zeuge einer besonderen Atmosphäre: Der Moment, in dem sich ein Film nicht ernst nimmt. Nur hier dauert dieser Moment 102 Minuten.
Tropic Thunder nimmt nicht nur sich selbst und die hauseigenen Schauspieler nicht ernst, sondern nimmt in seinen Anspielungen auf großartige Werke der Filmgeschichte, aber auch in Seitenhieben auf die Mätzchen großer Stars die gesamte Filmbranche auf die Schippe. Und diesem mutige wie unterhaltende Charakter des Films vergebe ich 7 von 10 Popcornguys.

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