Dreamcatcher

Titel: Dreamcatcher
Regisseur: Benedikt Klaus
Musik: Michael Hofmann,  Armin Bestelmeyer, Philipp Schiepeck
Darsteller: Özay Tekin, David Großmann, Beate Maier, Benedikt Neumann, Johannes Klaus

Hier gehts zum Trailer

Der junge Autor Michael ist recht erfolgreich, aber trotzdem bodenständig. Da passiert es, dass von einem Moment auf den anderen seine Fantasie „wie verflogen“ ist. Und das zu einem Zeitpunkt, als sein Verlag ihm gerade eine neue Frist für sein Buch gesetzt hat. Doch da taucht der Dreamcatcher auf, ein normalerweise unsichtbares Wesen. Michael erkennt, dass seine Fantasie gar nicht so fest an ihn gebunden zu sein scheint. Nur mit Hilfe des etwas eigenwilligen Dreamcatchers hat er eine Chance, zu seinem alten Ideenreichtum zurück zu kehren. Wenn da nicht auch noch die Reporterin Liz wäre…

Wer diesen Film auf keinem Kinoplakat entdeckt hat, darf sich nicht wundern. Bei „Dreamcatcher“ handelt es sich um eine kleine Produktion, die tatsächlich auch erst kürzlich in Dinkelsbühl uraufgeführt wurde. Die Popcornguy-Anhänger, welche unsere Meldungen auf Twitter und Facebook verfolgen, konnten einen Blick auf einen dunklen Kinosaal werfen, in welchem die Popcornguys sich mit ca. 100 anderen Besuchern der Premerie des Films hingaben. Nun, was haben wir da eigentlich gemacht? Tatsache ist, dass einer der Popcornguys maßgeblich an diesem Filmprojekt beteiligt war.

Soviel erstmal zu den Umständen, kommen wir zum Film selbst: Der Autor Michael steht unter Druck – er soll sein Buch fertig stellen, bis seine Fantasie urplötzlich einer Blockade unterliegt. Schuld daran ist mehr oder weniger der Dreamcatcher, welcher sich eigentlich um die Fantasien der Menschen kümmern sollte. Mit ihm muss sich Michael nun aufmachen, seine Fantasie zurückzuholen. Gleichzeitig begegnet er der Reporterin Liz, die auf der Suche nach der großen Story auf ein vermeintliches Geheimnis stößt, welches ihre Gefühle gegenüber Michael auf eine harte Probe stellt.

Diese Story füllt den Film gut aus – verschiedene Handlungsstränge werden schön zusammengeführt. Szenen von hoher Bedeutsamkeit halten sich in der Waage mit atmosphärischen Begebenheiten, welche den Figuren und der Szenerie insgesamt eine gute Grundlage geben.
Wie es sich wohl erraten lässt, haben hier ausschließlich Laienschauspieler mitgewirkt. Da ich – mit einer Ausnahme – die Schauspieler nicht kenne, kann ich nur oberflächlich urteilen, aber ich denke jeder sitzt dort an der richtigen Stelle. Man merkt, dass sich jeder Einzelne ins Zeug legt, versucht die Rolle gut auszufüllen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Rollen schlicht gut geschrieben scheinen, und für die Schauspieler eine gute Grundlage boten, sie mit Leben zu füllen. Dabei sei vor allem die Figur des Dreamcatchers erwähnt, welche in ihrer skurilen, ausgefallenen und humorvollen Art nicht nur den Kinosaal mit Lachen, sondern die einzelnen Szenen mit einem besonderen Glanz erfüllt hat.

Mehr möchte ich zu den Figuren gar nicht sagen, da diese auf der offiziellen Seite des Films nicht nur gut erklärt, sondern auch von den jeweiligen Schauspielern kommentiert werden.

Abschließen möchte ich mit den technischen Details: Der Regisseur hat nicht nur den Dreh organisiert und das Drehbuch geliefert, er nahm auch selbst die Kamera in die Hand. Stimmige Perspektiven, wirklich gute angemessene Spezialeffekte, tolle Kameraführung und vor allem die Auswahl der Drehorte lassen feststellen, dass dieser Mann genau weiß was er tut. Und er macht seine Sache sehr gut.
Musikalisch wurden die Szenen sehr gut hinterlegt, einzig am Sound der Stimmen bzw. an den unvermeidlichen Geräuschkulissen merkt man dann doch, dass wir hier keine Hollywoodproduktion vor uns haben.
Aber das ist auch egal, denn die gute Grundlage, in Kombination mit jenen Worten, welche ich mit den Schauspielern gewechselt habe, kann ich hier vor allem eines festhalten: Herzblut. Hier steckt jede Menge Mühe drin. Hier wurde für eine gute Sache viel gearbeitet. Hier wurde wahres Talent aufgezeigt!

Ich freue mich schon jetzt auf alles weitere, was wir aus dieser Richtung erleben dürfen, denn ich bin mir sicher – es wird nur Gutes kommen. Da es sich hier um eine Ausnahmeproduktion handelt, möchte ich „Dreamcatcher“ nicht anhand unseres gewöhnlichen Rasters bewerten.
ABER – gemessen an den Umständen, unter denen dieser Film entstand, gemessen an der Arbeit, die hier investiert wurde, und schließlich gemessen an dem Ergebnis, welches uns auf der Leinwand präsentiert wurde – würde ich diesem Team am liebsten die höchste Ehrerbietung zuteil werden lassen, die unser Blog zu bieten hat: Ein goldener Popcornguy. Scheiße ja.

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Zum Abschluss eine Frage an die LeserInnen:
Könnt ihr euch für solch eine Produktion begeistern? Und vor allem, wollt ihr mehr über „Dreamcatcher“ erfahren? Alles, was hier steht, ist ein Blick von außen. Aber es gäbe da einen Popcornguy, der uns an seiner Innenperspektive teilhaben lassen könnte…
Bitte kommentiert und diskutiert fleißig!

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