Serien-Special: Game of Thrones (Staffel 1)

Titel: Game of Thrones (Originaltitel: Game of Thrones)
Produktion: HBO
Musik: Ramin Djawadi
Darsteller: Sean Bean, Peter Dinklage, Emilia Clarke

Die Sommer dauern mehrere Dekaden und die Winter können ein Leben lang anhalten in der fantastischen Welt der neuen herausragenden HBO-Serie basierend auf der erfolgreichen Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin. Vom ränkevollen Süden bis hin zu den wilden Ostländern, im eisigen Norden und an der uralten Mauer, die das Land von der Dunkelheit trennt, kämpfen die machtvollen Familien der sieben Königreiche verbissen um den Eisernen Thron. Es ist ein hintergründiges und betrügerisches Spiel um Einfluss und Ehre, Unterwerfung und Triumph. Im „Game of Thrones“, dem Spiel um den Thron, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Gewinn oder stirb.

Zugegeben: Der Text auf der Verpackung der ersten Staffel geizt nicht mit Lobeshymnen. Doch ich möchte schon im Voraus klar stellen, dass jede einzelne davon Gerechtfertigt ist. So schreibt der Spiegel gerechtfertigt: „Handwerklich perfekte und schauspielerisch starke, kurz: glänzende Unterhaltung. ‚Game of Thrones‘ ist nichts anderes als beste Fernseh-Unterhaltung.“

Da der Text allerdings nicht besonders viel über Handlung und Charaktere sagt, möchte ich als nächstes auf diese Punkte eingehen. Ohne große Erklärung wird der Zuschauer gleich in der ersten Folge mitten in die Welt der sieben Königreiche von Westeros katapultiert. Wer Serien also am liebsten mit wenig Denkleistung mag, wird bereits hier größere Frustration verspüren. Für Fans von „Der Herr der Ringe“ dürfte die Komplexität von „Game of Thrones“ jedoch eine überaus erquickende Herausforderung sein, der auch ich mich mit großer Freude gestellt habe. Trotzdem bringe ich auch nach dem Ende der ersten Staffel noch nicht alle Namen und Hintergründe auf die Reihe. Ich möchte also zunächst versuchen, knapp die Vorgeschichte von „Game of Thrones“ darzustellen.

Die Geschichte spielt wie bereits gesagt in den mittelalterlich wirkenden Königreichen von Westeros, welche einst von einem Adeligen names Aegon Targaryen mit Hilfe von Drachen erobert wurden. Nachdem die Ungeheuer jedoch starben, brach im Land ein Bürgerkrieg aus. Dies führte zum Untergang des Hauses Targaryen, was eng mit dem Verrat der Lannister-Familie und dem Einsatz der Häuser Stark und Baratheon zusammenhing. In der nun eroberten Hauptstadt Königsmund bestieg Robert Baratheon den Eisernen Thron und ging eine Ehe mit Cersei Lannister ein, welche den Thronerben Joffrey hervor brachte. Eddard Stark, ein enger Freund des Königs, herrschte von nun an mit seiner Familie im Namen des Königs über den kargen Norden des Landes Westeros.

Die Handlung der ersten Staffel dreht sich allgemein um einen weiteren, sich anbahnenden Bürgerkrieg. Eddard Stark wird von Robert Baratheon nach Königsmund beordert, um dort als die rechte Hand des Königs zu dienen. In der Hauptstadt gerät er in ein Netz von Intrigen, welches in erster Linie von der Familie Lannister gesponnen wird. Die Vertreter dieses Hauses verfolgen ihre eigenen Pläne und schrecken dabei vor nichts zurück. Besonders auffällig sind dabei Cersei Lannister und ihr Bruder Jamie, die nicht nur eine inzestuöse Beziehung pflegen, sondern auch mit ihren Machenschaften Kontrolle über den Thron erlangen wollen. Eddard Stark sucht in Königsmund nach vertrauenswürdigen Menschen, um diese Verschwörungen aufzudecken – und bringt dabei vor allem seine beiden Töchter, von denen die Ältere Prinz Joffrey als Frau versprochen ist, in Gefahr. Jenseits des Meeres entwickelt sich für Westeros eine weitere Gefahr: Ein Nachfahre von Aegon Targaryen möchte eine gewaltige Armee von barbarischen Kriegern unter seine Gewalt bekommen, um die sieben Königreiche erneut erobern zu können.

Möglicherweise stiftet mein Versuch, Handlung und Charaktere zu verdeutlichen, nur noch mehr Verwirrung. Aber der ein oder andere Leser dürfte an dieser Stelle auch neugierig geworden sein. Ich jedenfalls habe mich von Folge zu Folge mehr in diese Serie verliebt und die Schicksale der einzelnen Figuren mit großer Spannung verfolgt. Die Schauspieler liefern fast durchgehend eine Glanzleistung ab und es erscheint fast ungerecht, einen einzelnen hervor zu heben. Dennoch möchte ich besonder Peter Dinklage erwähnen, der für seine Darstellung des zwergenwüchsigen und gewitzten Tyrion Lannister einen Emmy erhielt.

Um zum Abschluss zu kommen: „Game of Thrones“ ist eine großartige Serie, die in mir ähnliche Begeisterung entfachen könnte, wie einst „Lost“. Es ist eine Fantasy-Geschichte im Mittelalter-Look, gewürzt mit cleveren Intrigen, ästhetischer Erotik und harten Gewalt-Szenen. Ich hoffe sehr, dass sämtliche geplanten Staffeln gedreht werden und das Niveau der bisherigen Folgen halten können.

Der ersten Staffel verleihe ich stolz 10 von 10 Popcornguys!

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