The Fountain

Titel: The Fountain (wie Original)
Regisseur: Darren Aronofsky
Musik: Clint Mansell
Darsteller: Hugh Jackman, Rachel Weisz

Hier der Trailer

Drei Zeitalter, ein Mann, eine Mission: Im 16. Jahrhundert versucht der Konquistador Tómas in einem Maya-Heiligtum im südamerikanischen Dschungel den Quell des ewigen Lebens zu finden. Fünfhundert Jahre später arbeitet der Wissenschaftler Tommy Creo verzweifelt an einer neuen Heilmethode für Krebs – vor allem um seine erkrankte Frau Izzi zu retten. Doch Izzi hat eine eigene Methode gefunden, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen: Für ihren Mann schreibt sie ein Buch, das von den Abenteuern des Eroberers Tómas erzählt. Erst weitere fünfhundert Jahre später, in einer fantastischen Reise, die ihn durch Raum und Zeit in die Transzendenz führt, soll Tom eine Antwort auf all seine Fragen bekommen…

Wow, die Beschreibung zu „The Fountain“ klingt recht einfach strukturiert. Wer den Film kennt, wird ihn nicht ganz so einfach einordnen können wie die DVD-Beschreibung. Darren Aronofskys Werk um Leben, Tod, Liebe und Glaube, welches die Kritiker zwischen höchsten Tönen und lauten Buhrufen spaltet, vermischt meines Erachtens drei Ebenen sehr gekonnt: Tommy im Hier und Jetzt, der um jeden Preis ein Heilmittel für seine Frau finden will. Tómas der Eroberer, der für seine Königin den Baum des Lebens finden will, und Tom der in sich ruhende Glatzkopf, der mit dem Baum des Lebens durch das Weltall schwebt, direkt hinein ins Licht.

Mich persönlich schreckt der Wechsel zwischen den drei Ebenen nicht ab, wobei eine mehrfache Sichtung des Films das Verstehen der Handlungsstränge natürlich erleichtert. Es ist gleich, ob man Tómas, Tommy oder Tom beobachtet – mit allen Erzählsträngen schafft Aronofsky ein Gefühl der Spannung, ein Gefühl der Gänsehaut. Mit allen dreien fiebert man mit, lässt sich von ihrem Schicksal berühren. Die drei Erzählstränge bilden eine Geschichte, die rührt. Der melancholische Soundtrack tut sein Übriges, eine wunderschöne wie traurige Atmosphäre zu erzeugen.

Aronofsky, der sich üblicherweise sehr auf Charakterdramen spezialisiert, hat sich hier einer komplexen Thematik angenommen, die weniger die Gefühlswelt der Figuren auslegt, sondern vielmehr Raum lässt, eigene Gefühle und Interpretationen einfliessen zu lassen. Dies ist möglicherweise für viele ein Kritikpunkt am Film: So einige Dinge werden nicht erklärt und gelöst, bleiben offen. Ich bin der Meinung, wenn ein Regisseur Lücken lässt, will er den Zuschauer nicht ärgern, sondern ihm Raum für eigene Interpretationen lassen. Dass diese Einladung viele gerne annehmen, um weitaus mehr hineinzudichten, als eigentlich drinsteckt, ist natürlich auch klar.

Nichtsdestotrotz wurde hier ein bildgewaltiges Drama mit tiefgreifenden Themen geschaffen, welches den Zuschauer auf eine Reise in eine intensive mythische Erlebenwelt nimmt. Kein absolutes Meisterwerk, aber auch kein Flop – für eine gute Mußestunde des dahinsinnierens, oder eine angeregte Diskussion über das ewige Leben ist „The Fountain“ allemal geeignet.
Daher gibts von mir 8 von 10 Popcornguys

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s