Kill The Boss

Titel: Kill The Boss (Original: Horrible Bosses)
Regisseur: Seth Gordon
Musik: Christopher Lennertz
Darsteller: Kevin Spacey, Colin Farrell, Jennifer Aniston

Hier der Trailer.

Nick (Jason Bateman), Kurt (Jason Sudeikis) und Dalte (Charlie Day) erleben ihre tägliche Plackerei inzwischen als derart unerträglich, dass es für sie nur noch eine Option gibt: eil sie sich eine Kündigung nicht leisten können, müssen sie ihre Bosse loswerden. Zu diesem Zweck trinken sie sich reichlich Mut an und lassen sich von einem aufdringlichen Ex-Knacki zu einem windigen Komplott überreden. Das Ergebnis ist ein komplizierter, angeblich todsicherer Plan, der sie ein für alle Mal von ihren Arbeitgebern befreien soll. Ein kleines Problem bleibt allerdings ungelöst: Selbst die besten Pläne sind nur so narrensicher wie die Köpfe, die sie sich ausgedacht haben.

Komödien haben es allgemein schwer bei mir. Oft sitze ich im Kino oder vor dem DVD-Player und merke, wie mir der jeweilige Streifen nur ein müdes Schmunzeln abringen kann. Man könnte nun vermuten, dass ich einfach nicht der lustige Typ bin. Ich habe allerdings eine andere Theorie und möchte dafür im mehr oder weniger korrekten Wortlaut den großen Michael Bully Herbig zitieren: Jemanden in einem Drama zum Weinen zu bringen ist viel einfacher, als jemanden in einer Komödie zum Lachen zu bringen. Humor ist eine hohe Kunst und den diesbezüglichen Nerv des Zuschauers zu treffen, kann sich als äußerst schwierig gestalten. „Kill The Boss“ ist – um es vorweg zu nehmen – eine jener Komödien, denen dies bei mir relativ gut gelingt. Ich würde den Film in die selbe Rubrik wie „Hangover“ und „Ananas Express“ stecken, doch was das im direkten Vergleich bedeutet, werde ich später erklären.

Die Darsteller der drei gebeutelten Arbeiter harmonieren gut und können beim Zuschauer auch Sympathiepunkte sammeln. Das eigentliche Herzstück des Films stellen für mich allerdings die drei Bosse dar. Da wäre zunächst Kevin Spacey, der einen psychopathischen, machthungrigen und sadistischen Bürochef derart gekonnt mimt, dass man ihn von der ersten Sekunde an einfach nur hassen kann. Doch derartige Rollen traut man Spacey ohnehin zu. Colin Farrell dagegen kann bisher eher ungewohnte Seiten von sich ausleben. Er spielt den Sohn eines Senior-Chefs einer Firma, der nach dessen Tod die Leitung übernimmt. Dabei geht es Farrell – der liebevoll als „Kokskopf“ bezeichnet wird – einzig und allein darum, genug Geld anzuscheffeln, um seine Drogen und Freudenmädchen finanzieren zu können. Gekrönt wird der Charakter von einer wirklich legendär aussehenden Dödel-Frisur. Ebenso ungewohnt erscheint Jennifer Anistons Figur der sexsüchtigen Zahnärztin, die ihren Assistenten mehr als aufdringlich belästigt. Möglicherweise wird hier stellenweise zu dick aufgetragen, aber wenn ich über Annistons bisherige Karriere richtig informiert bin, dürfte diese Rolle eine willkommene Abwechslung dargestellt haben.

Als die drei terrorisierten Männer den Beschluss fassen, einen Auftragskiller zu engagieren, treffen sie auf den mysteriösen Dean „Motherfuckah“ Jones – gespielt von Jamie Foxx. Diesem wird ein Koffer voller Geld übergeben, doch der Auftragskiller will sich anscheinend nicht selbst die Hände schmutzig machen. Stattdessen versorgt er die drei Männer mit mehr oder wenigern nützlichen Tipps, woraufhin diese selbst in Aktion treten und ihre Bosse zunächst in ihren Häusern infiltrieren wollen. Dies führt zu einigen komischen Situationen, der Film nimmt allmählich an Fahrt auf und es gibt auch die ein oder andere überraschende Wendung. Aber da möchte ich nichts vorweg nehmen.

Um zu einem Fazit zu kommen: „Kill The Boss“ hat micht gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger. Da der Film aber wie bereits gesagt in einer Rubrik mit „Hangover“ und „Ananas Express“ spielen will, muss man hier wohl kritisch sein. Im Vergleich mit „Hangover“ fehlt ihm meiner Meinung nach der Drive und das Chaos. Im Vergleich mit „Ananas Express“ geht „Kill The Boss“ diese herrliche Skurrilität verloren. Zu einer Kaufempfehlung kann ich mich an dieser Stelle also nicht unbedingt durchringen. Aber für einen netten und kurzweiligen Komödien-Abend kann man sich die DVD schon mal ausleihen oder einfach darauf warten, bis er im Fernsehen läuft. Es gibt 7 von 10 Popcornguys!

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