Planet Terror

Titel: Planet Terror (Originaltitel: Grindhouse: Planet Terror)
Regisseur: Robert Rodriguez
Musik: Robert Rodriguez, Graeme Revell, Carl Thiel
Darsteller: Rose McGowan, Freddy Rodríguez, Josh Brolin, Naveen Andrews

Hier der Trailer

Ein biologisches Experiment geht schief, und fortan treibt eine Horde Zombies ihr Unwesen. Bekämpft werden sie von einer Gruppe rebellischer, bewaffneter Jungs und Mädels auf Motorrädern, die versuchen, den Monstern das „Un-Tot-Sein“ schwer zu machen. Vor allem Cherry Darling – eine sexy Schönheit mit einer Maschinengewehr-Beinprothese – verbreitet Angst und Schrecken unter den menschenfressenden Ungeheuern.

Der Trailer, die DVD-Beschreibung – das allein lässt auf einen unglaublich hohlen, bescheuerten Film schließen, der von schlechten Effekten, dummen Machosprüchen und Anlehnungen an große Actionstreifen nur so strotzt. Kurz: Ein B-Movie, der aus den 60ern und 70ern stammen könnte.
Was diesen Film dennoch, oder vielleicht genau deshalb unschlagbar macht: Genau so sollte „Planet Terror“ auch sein! Quentin Tarantino und Robert Rodriguez schufen mit dem Doublefeature „Grindhouse“ eine Hommage an die Kinos und Theater der 60er und 70er, welche hauptsächlich B-Movies zeigten. Oftmals geschah dies als Double-Feature, weswegen auch „Grindhouse“ aus den Filmen „Planet Terror“ und „Death Proof“ besteht. Wie es sich für einen Film, der einen Zombiefilm aus dieser Zeit imitiert, auch gehört, weißt „Planet Terror“ allerlei Mätzchen auf, die man hier zu sehen gewillt ist. Schräge Dialoge, unübersichtliche Schusswechsel, coole Kung Fu-Einlagen, übermäßiger Gebrauch von (unecht wirkendem) Kunstblut und und und. Die Krönung des Absurden findet sich in einer eigens konstruierten Beinprothese für Cherry Darling.
„Planet Terror“ weißt aber nicht nur die Brutalität, den Witz und die Machart eines 70er B-Movies auf, sondern auch dessen äußeres Erscheinungsbild. Die Farben oft unbeständig und blass, das Bild ist übersäht mit Kratzern, die Filmrolle springt manchmal leicht aus dem Projektor, und ein kurzer Abschnitt des Streifens fehlt aufgrund einer „fehlenden Filmrolle“. Rodriguez versucht mit allen Mitteln, das Flair eines solchen Grindhouse-Kinos zu erzeugen – und ist dabei mehr als erfolgreich. Um die Situation eines Kinos noch stärker zu imitieren, wurden für beide Filme extra fiktive Trailer für Filme ähnlicher Machart gezeigt (wobei der Film „Machete“ inzwischen tatsächlich gedreht wurde).
Besser kann der Charme der B-Movies nicht eingefangen werden. Wenn man diesen Film mit einem Augenzwinkern verfolgt, kann man dem rabenschwarzen Humor einiges abgewinnen.

Deshalb gibts von mir 8 von 10 Popcornguys

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s