Following

Titel: Following (Originaltitel)
Regisseur: Christopher Nolan
Musik: David Julyan
Darsteller: Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell, John Nolan

Hier der Trailer

Der wenig erfolgreiche Schriftsteller Bill beginnt eines Tages – um Inspiration zu sammeln – Menschen zu beschatten. Er sucht sich willkürlich Personen in der Öffentlichkeit aus, und verfolgt sie. Eines Tages trifft er dabei auf den Einbrecher Cobb, welcher seinen Verfolger bemerkt. Daraufhin nimmt er den Schriftsteller unter die Fittiche, und sie gehen gemeinsam auf Raubzüge. Dabei ist der Dieb weniger an Wertsachen interessiert – vielmehr stiehlt er hauptsächlich persönliche Dinge, welche ihm einen Einblick in das Wesen der Bestohlenen geben.

Mit „Following“ habe ich nun alle Spielfilme von Christopher Nolan gesehen, und kann meine lang gehegte These, er sei ganz einfach ein genialer Regisseur, unterschreiben.
Dabei unterscheidet sich „Following“ sehr stark von seinen immer größer und bedeutendender werdenden Werken. Wo Blockbuster wie „Inception“ und „The Dark Knight“ nicht nur eine unzählbare Menge von Filmfans anlockt, sondern auch eine ganze Stange Geld in der Produktion verschlingt, war „Following“ hingegen eine Low-Budget-Produktion. Nolan hat hierbei nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben, produziert, geschnitten und sogar die Kamera geführt. Nebenher hat er ausschließlich Freunde und Verwandte als Darsteller eingesetzt. Also eine sehr günstige Produktion – aber keineswegs billig!
„Following“ läuft – wie wir es z.B. aus seinem nächsten Film „Memento“ kennen, nicht chronologisch ab (wobei in manchen DVD-Versionen ein chronologischer Ablauf des Films möglich ist). Der Schwarzweiß-Film bringt mit wackliger, aber zielgerichteter Kameraführung, rar gesetztem, atmosphärischen Soundtrack und gutem Ausgleich zwischen wortloser Szenerie und Dialog eine dichte und spannende Atmosphäre.
Obwohl es sich äußerlich um einen sehr künstlerischen Film handelt, enthält „Following“ durchaus gewisse Thriller-Elemente, und den durch den achronologischen Ablauf des Films bedingten verwirrenden Erzählstrang, der dem Zuschauer einige gute Aha-Momente liefert.

Bei allem Charme, den der Film versprüht – es ist und bleibt eine Low-Budget-Verfilmung, welche sich mit größeren Mitteln sicher anders hätte verfilmen lassen können. Dennoch hat Nolan bewiesen, was er aus Geldmitteln von 6000 US-Dollar rausholen kann – nämlich einen spannenden und intelligenten Film, der zu einem wirklich unterhaltsamen Abend einlädt.
Deshalb erhält der erste Streich des Meisterregisseurs von mir 8 von 10 Popcornguys

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