Männertrip

Titel: Männertrip (Originaltitel: Take him to the Greek)
Regisseur: Nicholas Stoller
Musik: Lyle Workman
Darsteller: Jonah Hill, Russell Brand, Sean Combs, Colm Meaney

Hier der Trailer

Der schüchterne Plattenlabel-Angestellte Aaron Green (Jonah Hill) hat drei Tage Zeit, um die durchgeknallte Rocklegende Aldous Snow (Russell Brand) für sein großes Comebackkonzert von London nach Los Angeles zu holen. Es folgen 72 Stunden voller Sex, Drogen und Exzesse, die Aaron alles abverlangen, um Snow rechtzeitig im weltberühmten Greek Theatre abzuliefern.

Als ich „Männertrip“ zum ersten Mal im Kino gesehen habe, wusste ich noch nicht viel über den Film, und wurde – wie schon öfter – ziemlich überrumpelt. Tatsächlich glaube ich bei diesem Film erstmals lauthals im Kino gelacht zu haben. So witzig ist der Streifen nämlich – wenn man sich drauf einlässt.
Fangen wir von vorn an: Egal welches Superhirn auf die Idee gekommen ist, dem Film den deutschen Titel „Männertrip“ zu geben – dieser Titel wird der Handlung des Films nicht im geringsten gerecht. Meine Vermutung ist ja, dass hier eine Assoziation zu „Hangover“ hergestellt werden sollte, welche in gewisser Weise schon besteht. Der Streifen ist nämlich absolut abgedreht. Der äußerst bodenständige, aber auch leicht beeinflussbare Aaron Green trifft in dem abgehalfterten und launischen Rockstar seinen Gegenpol. Von seinem Chef Sergio beauftragt, alles zu machen was Aldous Snow verlangt, ist Aaron den wilden Launen des Stars ausgeliefert. Der Plattenlabelbesitzer wird übrigens von Sean Combs aka P. Diddy dargestellt. Das ist nicht weiter schlimm, weil der nur auf Pimp machen muss – und das macht er gut.

Aaron erkennt den Ernst der Lage erst relativ spät – nämlich wenn sie etliche Stunden brauchen, um überhaupt aus London rauszukommen. Ständig fallen dem Rockstar überdrehte Ideen ein, wie er seinen momentanen Gelüsten nachkommen kann. Aaron muss dabei alles daran setzen, Aldous nicht zu sehr versumpfen zu lassen, und muss dafür schonmal den ganzen Whisky wegtrinken und alle Joints alleine rauchen.
Das Duo stürzt von einem Abenteuer ins Nächste, wobei für mich persönlich der Abstecher nach Las Vegas  ein kleiner Höhepunkt des Irrsinns darstellt.
Der Film hat eine angenehme Dauer von 105 Minuten, doch musste ich für mich gerade zum Ende des Films etwas anstrengende Längen feststellen. Das ist Schade, da allein im Trailer etliche Szenen vorkommen die im Film dann wohl weggelassen wurden. Auch im auf der DVD enthaltenem Gag-Reel sind einige Bilder zu sehen, die im Film so nicht vorkommen (darunter z.B. eine Szene mit Metallica-Drummer Lars Ulrich, der im Hauptfilm leider nur zwei ganz kurze Auftritte hat).

„Take him to the Greek“ ist ein alberner, überdrehter und komischer Film, der trotz ohne jegliche Ansprüche auf Ernsthaftigkeit teilweise ZU verrückt sein kann. Wer jedoch Filme wie „Jungfrau (40), männlich, sucht…“, „Beim ersten Mal“, „Superbad“, „Ananas Express“, „Hangover“ und wie die durchgeknallten und tabulosen Komödien alle heißen, mag, der dürfte auch an „Männertrip“ seinen Spaß haben. Von mir gibts für den kolossalen Spaß 9 von 10 Popcornguys.

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