Beetlejuice

Titel: Beetlejuice
Regisseur: Tim Burton
Musik: Danny Elfman
Darsteller: Michael Keaton, Alec Baldwin, Winona Ryder

Hier der Trailer

Beetlejuice, Beetlejuice, Beetlejuice. Auf diese Beschwörungsformel muss das frisch verstorbene Ehepaar Adam (Alec Baldwin) und Barbara (Geena Davis) immer wieder zurückgreifen, um dem Spuk ein Ende zu machen. Die Beiden dürfen nämlich nicht ins Jenseits, sondern müssen 125 Jahre in ihrem alten Haus verbringen – gemeinsam mit den neuen, furchtbar schrägen Nachmietern: die Familie Deetz. Da die Mühlen der Justiz im Jenseits noch langsamer mahlen als im Diesseits, müssen sie hin und wieder auf unorthodoxe Methoden, wie z.B. den durchgeknallten Poltergeist Beetlejuice, zurückgreifen, um die neuen Mieter aus ihrem Haus zu vertreiben. Einzig die Tochter der Familie, Lydia (Winona Ryder) kann die Verstorbenen sehen und verstehen – und versucht ihnen in ihrem verzweifelten Kampf beizustehen.

Es gibt eine Hand voll Filme, die ohne jeden Zweifel die Kindheit und somit das ganze Leben eines Menschen prägen. Beetlejuice gehört bei mir dazu. Dieser Film, der so alt ist wie ich selbst, hat mich als Kind immer wieder begeistert, weil dieser Beetlejuice schlicht herrlich verrückt ist. Später kam meine Vorliebe für Tim Burtons Stil und die tolle Darbietung Michael Keatons hinzu, die mir diesen Film schmackhaft machte. Michael Keaton, welcher den Besitzer des genialsten Anzugs der Welt darstellt, ist in dem 92 Minuten währenden Klamauk lediglich 17,5 Minuten zu sehen – für diese kurze Zeitspanne stellt er seinen Charakter äußerst stilvoll und aussagekräftig dar. Mehr unterstrichen wird diese Feststellung von der Tatsache, dass der Film ursprünglich als ernsthafter Horrorfilm gedacht war, und allein Michael Keaton in der Rolle des Beetlejuice diesen Film zu einer Gruselkomödie gemacht hat.
Nebst Keaton und der feinen Darstellung des verstorbenen Ehepaars, der Maitlands, sind es die Deetz, die den Charme des Films weiter ausbauen: Der Ehemann und Vater Charles (Jeffrey Jones), der in seinem neuen Heim lediglich etwas Ruhe sucht, die  schrille Stiefmutter Delia (Catherine O’Hara), welche in zweifelhafter Kunst ihre Selbstverwirklichung sucht, sowie die Tochter Lydia, dauerdeprissiver Gruftie („my whole life is a dark room. One, big, dark room“).
Die bunten Charaktere, der Charme Burtons sowie diese Szene machen den Film zu dem, wozu er für mich geworden ist: Ein Meilenstein aller Horrorkomödien.

Sicherlich verwehren mir dabei Kindheitserinnerungen eine objektive Beurteilung, aber einen gewissen Kultstatus sollte Beetlejuice schon erworben haben. Immerhin hat sich Tim Burton mit diesem Film den Regiestuhl zu Batman ergattert – und das soll was heißen.
Auch wenn er abgedreht ist, also sicher nicht für jedermanns Geschmack: Insgesamt ist Beetlejuice solide, witzig und kreativ in seinen Ideen, was allemal 9 von 10 Popcornguys einbringt.

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