The Crow – Die Krähe

Titel: The Crow – Die Krähe (Original: The Crow)
Regisseur: Alex Projas
Musik: Graeme Revell, Brain Williams
Darsteller: Brandon Lee, Ernie Hudson, Rochelle Davis

Hier der Trailer

Als das junge Pärchen Eric (Brandon Lee) und Shelly (Sofia Shinas) in der Nacht vor Halloween grausam ermordet wird, steht der Polizist Albrecht (Ernie Hudson) vor einem Rätsel, und er sieht keine Möglichkeit, die Patentochter der beiden (Rochelle Davis) zu trösten. Die Mörder bleiben ungestraft, bis Eric genau ein Jahr später aus dem Reich der Toten zurückkehrt. Aus dem Grab entstiegen und von nun an unsterblich macht er sich auf die Suche nach den Mördern. Bald gerät die Kontrolle der Verbrecher über die Stadt ins Wanken, als ein Übeltäter nach dem anderen „der Krähe“ zum Opfer fällt.

Seit langer Zeit wieder habe ich mir diesen Klassiker aus dem Jahre 1994 gegönnt. Nach wie vor bin ich begeistert, auch wenn ich vieles inzwischen mit anderen Augen sehe. The Crow ist auf jeden Fall immer noch eine der besten Comicverfilmungen aller Zeiten, das ist keine Frage. Genausowenig hat die Figur des Eric Draven nicht an coolness verloren. Ein Untoter, der sich wie ein Blackmetaller schminkt und mit einem schicken Ledermantel auf brutale Art und Weise fiese Verbrecher erledigt, ist praktisch zeitlos. Dabei geht er nicht wie viele heutige Helden, mit einem gewissen moralischen Gerechtigkeitssinn vor: Die Krähe wurde tief verletzt, wird gepeinigt von schrecklichen Erinnerungen, handelt ausschließlich aus dem Motiv der Rache. Dieser düstere Held wird weder bewundert noch verachtet, er ist einfach da und folgt seiner Bestimmung. So finster die Krähe auch ankommt, seine Gegner sind immer noch ein absoluter Gegenpart: Ein unbarmherziger Verbrecherboss mit einer Schwester, die sich gerne an okkulten Praktiken versucht, hält ein eisernes Regiment vollkommen paranoider Gangster, welche durch beinahe terroristische Aktionen die Stadt ins Chaos stürzen.
Zwischen diesen überzeichneten Charakteren kommt die Geschichte dennoch bodenständig an. Die Stadt ist so herrlich düster wie Gotham City an seinen schlimmsten Tagen, und strahlt sogar einen gewissen makaberen Glanz aus, wenn der ehemalige Musiker Eric Draven über den Dächern seiner E-Gitarre feine Töne entlockt.

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, aber die Veröffentlichung dieses Films hat, so viel weiß ich noch, sehr für Gesprächsstoff gesorgt. Der Hauptdarsteller Brandon Lee (übrigens Sohn des großartigen Bruce Lee) war bei einem tragischen Unfall am Set ums Leben gekommen. Der Rest des 1993 produzierten Films wurde mit verschiedenen Techniken (was zu dieser Zeit und mit einem recht geringen Budget sehr schwierig war) fertig gestellt, sodass der Streifen 1994 in die Kinos kam. The Crow wurde vor allem für seinen Soundtrack prämiert, wurde jedoch insgesamt von den Kritikern sehr gelobt. Besonders die Schauspielarbeit von Brandon Lee sei hervorzuheben. Dabei habe ich mich kürzlich gefragt, ob wir hier eine ähnliche Reaktion erlebten, wie es nach dem Tod von Heath Ledger mit The Dark Knight der Fall war.
Sicher wäre dem Film andere Aufmerksamkeit zuteil geworden, doch nichtsdestotrotz hat Brandon Lee äußerst gute Arbeit in diesem Film abgeliefert, und ich bin ganz ehrlich traurig darüber, dass ihm die Chance verwehrt blieben, sein Können in weiteren Produktionen unter Beweis zu stellen.
Von mir erhält „The Crow“ 8 von 10 Popcornguys

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