The Fighter

Titel: The Fighter (Original: The Fighter)
Regisseur: David O. Russell
Musik: Michael Brook
Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale, Melissa Leo

Hier der Trailer

Micky Ward (Mark Wahlberg), ein durchschnittlicher Boxer irischer Herkunft, will ganz nach oben. Auch wenn er schon desöfteren Bekannschaft mit dem Boden des Rings gemacht hat, trainiert er unablässig weiter seinem großen Ziel entgegen. Sein Halbbruder Dicky (Christian Bale) war nach dem Sieg gegen Sugar Ray Leonard „Der Stolz von Lowell“, doch versumpft er immer mehr in seiner Crack- und Kokainsucht, sodass er, wenn er nicht grade Micky trainiert, auf sein ganz großes Comeback hofft. Die Mutter der beiden (Melissa Leo) hält die Fäden in der Hand und leitet die Karriere ihres Sohnes in die richtigen Bahnen. Als Charlene (Amy Adams) in Mickys Leben tritt, fühlt sich die Familie betrogen, und mehr als ein Konflikt begleiten ihn auf seinem harten Weg nach oben.

Nunja, Boxfilme sind nicht grade meine Lieblinge. Allerdings kann ich wohl nicht entscheiden, was das eigentlich sein soll, ein Boxfilm. Rocky? Million Dollar Baby? Ali? Eins ist schonmal klar: In all diesen Filmen steht das Boxen selbst wohl mehr im Vordergrund als in „The Fighter“. Das Drama, welches im Übrigen die wahre Geschichte des Boxers Micky Ward erzählt, wurde zweifach preisgekrönt: Christian Bale als ausgebrannter Boxprofi, sowie Melissa Leo als Kontrollfreak und Chefin ihres Sohnes leisten sehr gute Arbeit in diesem Film. Zeitweise hatte ich sogar den Eindruck, „The Fighter“ würde die Geschichte von Dicky Ward erzählen, welche durchaus genug Stoff liefern würde. Dennoch ist das Leben von Micky Ward gekonnt und spannend erzählt. Das Leben in der Arbeiterklasse (und vor allem Mickys Familie) wirkt dabei schon fast überzeichnet, so furchtbar klischeehaft mischen sich seine zahlreichen Schwestern in seine Beziehung ein. Mark Wahlberg stellt den Boxer jedenfalls sehr gut dar: Angst um Zweifel gegenüber dem eigenen Können, Zweifel gegenüber seiner Familie und allen Menschen, die sich um ihn sorgen, Zweifel gegenüber seinem eingeschlagenen Weg. Dabei kam mir der Gedanke, warum Mark Wahlberg nirgends nominiert wurde, obwohl er durchaus solide Arbeit abliefert. Gut, es gibt so einige Vorbehalte gegen diesen Schauspieler, dessen „gutes Händchen“ für ausgewählte Filme ja durchaus bekannt ist, doch er beweist doch immer wieder, dass ers drauf hat, wenn man seine Energien in die richtigen Bahnen lenkt.

Nun, nachdem ich meinen Gedanken quer geäußert habe, versuche ich meinen Eindruck etwas zu ordnen: „The Fighter“ ist ein gutes Drama, erzählt eine außergewöhnliche Geschichte und berührt vielleicht des einen oder anderen Gemüt. Ich persönlich wurde von diesem Film leider nicht so beeinflusst wie eingangs erwähnte „Million Dollar Baby“ oder „Ali“. Von den hohen Erwartungen geschürt war ich dann leicht enttäuscht. Ich hatte mich etwas geärgert, dass ich den Streifen im Kino verpasste nachdem er so geehrt wurde. Aber so wird mir wieder einmal bewiesen, dass Oscar-Gewinne zwar durchaus berechtigt sein können, jedoch keine Garantie für einen genialen Film darstellen.
Alles in allem ist es ein guter Film: Für Fans, die mit dieser Materie vertraut sind sicher sehr spannend und für alle Anderen eine DVD, die einen durchaus interessanten Abend verspricht.
6 von 10 Popcornguys

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2 Kommentare zu “The Fighter

  1. Danke für den Beitrag! Habe gedanklich auch schon mit einem Kauf gespielt, war mir aber nicht sicher, ob ich „The Fighter“ auch nur durchschnittlich finden würde. Habe stattdessen was anderes gekauft. 🙂

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