Armee der Finsternis

Titel: Armee der Finsternis (Original: Army of Darkness)
Regisseur: Sam Raimi
Musik: Danny Elfman, Joseph LoDuca
Darsteller: Bruce Campell, Embeth Davidtz

Hier der Trailer

Mit Blut geschrieben, auf einem Friedhof aufbewahrt – und furchtbar schwer auszusprechen – das ist das Necronomicon. Das Buch der Toten vermag unsagbaren Schrecken über die Menschheit zu bringen, und gerade der aus der Zukunft stammende Ash soll der Prophezeite sein, der dieses Buch aus den Klauen des Bösen befreit und zur Rettung der Menschen verhilft. So ist es zumindest vorgesehen: Hätte Ash nicht die notwendigen Zauberworte durcheinander gebracht, wäre die Menschheit auch sicher. So aber entsteigt die Armee der Finsternis, eine wilde Horde aus grässlichen Bestien und Scharen von Skelletkriegern ihren Gräbern, um das Land ins Verderben zu stürzen. Jetzt ist Ash an der Reihe, den Unholden den Kampf anzusagen.

Es läuft nicht gut für Ash: Wo er in „Tanz der Teufel“ und „Tanz der Teufel II“ noch mit einer Gruppe von Jugendlichen bzw. mit seiner Freundin gegen das Böse kämpft, stürzt er zu Ende des zweiten Teils in ein Wurmloch und landet im dritten Teil der Reihe: Mitten im Mittelalter. Die Rittersmannen sind dem Neuankömmling mit der montierten Kettensäge am Armstumpf mehr als misstrauisch gegenüber, und so muss er sich erstmal den nötigen Respekt verschaffen. Offensichtlich halten die Menschen ihn für einen prophezeiten Befreier, der Mithilfe des Necronomicon das Böse vernichten soll. Als er versehentlich die Armee der Finsternis weckt, nimmt der Spaß seinen Lauf. Ja, das ist es tatsächlich, ein Spaß! Im Gegensatz zu den beiden „Tanz der Teufel“-Teilen, welche als Kultfilme des Horrorgenres gelten, hat Sam Raimi mit dem dritten Streich der Reihe einen eher witzigen als schockenden Klassiker geliefert. Ash ist mehr als genervt von den einfältigen „Primitivlingen“, doch die drohende Not bzw. die Entführung seiner neuen Geliebten veranlasst den etwas paranoiden Helden, sich dem Kampf anzuschließen und die feindliche Armee in Knochenmehl zu verwandeln.

Dieser Film spielt alle nur vorstellbaren Klischees aus, welche man einerseits zum Mittelalter und andererseits zu Horrorfilmen nur ausreizen kann. Dabei geht Bruce Campell diesmal weit weniger blutig vor als in den Vorgängern. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn der Streifen unterhält gekonnt mit einer wahnwitzigen Story, netten (teils recht übertriebenen) Gags, sehr guter Kameraführung und auch guter Filmmusik.
Der Held Ash überzeugt als harter, leicht tollpatschiger Zukunftsmensch, der sich auch gerne mal berühmten Filmzitaten bedient („Schau mir in die Augen, Kleines“). Die Untoten sind meines Erachtens wirklich liebevoll und detailverliebt gezeichnet, was die große Schlacht zwischen Menschen und Skeletten zum Augenschmaus macht.

Also als Fazit: Kein echter Horrorstreifen, aber eine Horrorkomödie, die sich – sofern man sich auf die Blödeleien und Klischees einlässt – einen lustigen Filmabend garantiert. 9 von 10 Popcornguys!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s