Shutter Island

Titel: Shutter Island (Originaltitel: Shutter Island)
Regisseur: Martin Scorsese
Musik: Robbie Robertson
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley

Hier der Trailer.

U.S.-Marshal Teddy Daniels wird mit seinem neuen Partner Chuck Aule nach Shutter Island beordert. Dort sollen sie klären, wie es einer psychisch gestörten mehrfachen Mörderin gelingen konnte, aus dem absolut fluchtsicheren Ashecliffe Hospital zu entkommen und spurlos zu verschwinden. Im Zuge der Ermittlungen entdeckt Teddy immer mehr schockierende und beängstigende Wahrheiten über die abgelegene Insel und erfährt dabei, dass es Orte gibt, die einen nie mehr loslassen.

Es gibt Filme, die man sich mehrmals ansehen kann – und „Shutter Island“ zählt eindeutig zu dieser Rubrik dazu. Genau genommen müsste man sich ihn sogar mindestens zwei Mal ansehen, was jeder, der den Film bereits gesehen hat, verstehen wird.

Von Anfang an baut der Film eine bedrückende und gefährliche Stimmung auf. Auffallend sind hierbei die markante Schneidetechnik, der gekonnte Einsatz von Licht und Schatten, sowie der stellenweise aufdringlich wirkende wuchtige Soundtrack. Doch wer in erster Linie die stetig zunehmende Paranoia des Films verköpert, ist Leonardo DiCaprio. Der Zuschauer kommt hier in den Genuss einer Figur, deren Psyche von Szene zu Szene weiter verfällt und die niemandem mehr trauen kann – sich selbst eingeschlossen. Zu Beginn ist Marshall Teddy Daniels der Überzeugung, den Fall im Griff zu haben. Sogar seine bloße Anwesenheit auf Shutter Island sieht er als Teil seines eigenen Plans, denn im Vorfeld hat er viel über die Anstalt recherchiert. Er ist der Überzeugung, dass hier mit Nazi-Methoden Experimente an den Patienten durchgeführt werden, um sie später als kontrollierbare Kriminelle auf die amerikanische Gesellschaft los zulassen. Zusätzlich soll auf Shutter Island noch ein Mann anwesend sein, der für eine persönliche Familientragödie Teddys verantwortlich ist: Ein Brandstifter namens Andrew Laeddis, der Frau und Kinder des Marshalls auf dem Gewissen hat. Die Ermittlungen nach der verschwundenen Patientin Rachel Solando scheinen für Teddy also nur ein willkommener Vorwand zu sein, um auf diese Insel zu kommen. Doch die vielen unheimlichen Erlebnisse und Träume aus der traumatisierenden Vergangenheit Teddys lassen ihn schließlich an vielem Zweifeln – und es erscheint immer möglicher, dass er auf Shutter Island gezielt in eine Falle gelockt wurde.

„Shutter Island“ gipfelt in einem dramatischen Höhepunkt, der den kompletten Film in neuem Licht erscheinen lässt. Meine erste Sichtung ist schon einige Zeit her, von daher wurde ich gestern von den Details dieses Finales abermals umgeworfen. Man sollte sich „Shutter Island“ auf keinen Fall entgehen lassen und sich stattdessen von diesem Film und der Glanzleistung DiCaprios einfangen lassen. Ich verteile 9 von 10 Popcornguys.

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