Poppitz

Titel: Poppitz (wie Original)
Regie: Harald Sicheritz
Musik: Lothar Scherpe
Darsteller: Roland Düringer, Marie Bäumer, Oliver Korittke

Hier der Trailer  

Gerry Schartl (Roland Düringer) ist ein sehr erfolgreicher Autoverkäufer in einem österreichischen Autohaus, welches gerade in die Hände des Juniorchefs Bertram (Alfred Dorfer) übergegangen ist. Direkt nach der Beerdigung des Seniorchefs, der während einer Besprechung einen Herzinfarkt erlitten hatte, fliegt Gerry mit seiner deutschen Frau Lena (Marie Bäumer) und der Teenager-Tochter Patrizia (Nora Heschl) auf die Ferieninsel Cosamera in den All-inclusive-Urlaub. Bereits am Abflughafen fallen Gerry einige Ungereimtheiten auf, die in der Vergangenheit in der Firma die Runde machen: Bei der letzten Besprechung mit dem Senior wurden Firmenkontakte nach Deutschland erwähnt, außerdem telefoniert der Juniorchef in letzter Zeit sehr häufig mit einem gewissen Herrn „Poppitz“. Während des Urlaubs wird Gerry zunehmend unsicherer und vermutet eine feindliche Firmenübernahme, die seinen Arbeitsplatz gefährden könnte.
Nach der Ankunft in Cosamera fängt der Stress erst richtig an. Die Ferienanlage ist wie eine Festung nach außen abgeschottet, Gerrys Koffer ist verschwunden, in der Ferienanlage wimmelt es nur so von Kakerlaken und aufdringlichen Deutschen und das Hotelpersonal ist unfähig bis gleichgültig. Der Wahnsinn ist perfekt, als sich zu allem Überfluss auch noch herausstellt, dass ein gewisser „Poppitz“ unter den deutschen Urlaubsgästen auftaucht – die Anzeichen mehren sich, dass es sich bei diesem ausgerechnet um den arroganten Deutschen Ben (Kai Wiesinger) handelt, mit dem Lena unverhohlen flirtet.

Poppitz, Poppitz, who the f*ck is Poppitz? Diese Frage beschäftigt Gerry am allermeisten in seinen (eigentlich erholsamen) Ferientagen. Da kommt sein verschwundener Koffer, die (zu vielen) deutschen Gäste und die unmöglichen Zustände im Hotel grade recht. Gerry – einfach billiant und zum totlachen gespielt von Roland Düringer, ist ein waschechter Österreicher – voll von sich und seinem Tun überzeugt. Zumindest anfangs. Dann beginnt der Wahnsinn, und der ist mehr als witzig! Düringer hat bereits in Hinterholz 8 mit Regisseur Harald Sicheritz zusammengearbeitet – diesmal ist das Ergebnis meines Erachtens noch besser!
Poppitz bringt dabei einiges zusammen: Die Intrigen und Machtkämpfe in der Firma, Gerrys nicht ganz leichtes Privatleben und vor allem: Urlaub. Der Aufenthalt im Clubhotel ist ein wahrer Albtraum, der alle Klischees erfüllt, die man sich wünscht: Nervige Animateure, furchtbare Küche, von Deutschen besetzte Liegestühle und, und, und. Überhaupt wird der Konflikt zwischen Österreichern und Deutschen besonders oft und durchaus witzig in Szene gesetzt. Die Ösis und die Piefke sind sich halt einfach irgendwie ähnlich, und doch grundverschieden. Da ich kürzlich an die österreichische Grenze gezogen bin, ist dieser Konflikt für mich persönlich natürlich äußerst aktuell 😉

Poppitz ist keine Komödie aus großem Hause, sondern eine kleine aber exzellente Produktion aus Österreich, welche besonders dort haushoch gefeiert wurde. Der Film macht Spaß und unterhält mit jeder Menge schwarzem Humor: Von mir kriegt Poppitz deshalb 9 von 10 Popcornguys

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