Filmvorschau

Während zur Zeit die letzten Sommerblockbuster wie „Planet der Affen: Prevolution“ oder Komödien wie „What a Man“ über die Leinwände flimmern, möchte ich einen Blick in die cineastische Zukunft werfen und mal sehen, auf was man sich denn so freuen könnte.

Eröffnet wird meine kleine Vorschau namens „Cloud Atlas“. Es wird sich um eine Romanverfilmung des Autors David Mitchell handeln, dessen Werk in Deutschland unter dem Namen „Wolkenatlas“ erschienen und äußerst komplex gestaltet ist. Im Buch werden sechs verschiedene Geschichten mit unterschiedlichen Stilen (Tagebuch, Briefwechsel, Kriminalroman, Protokoll, Monolog) miteinander verwoben und ereignen sich in einer Zeitspanne von beinahe 1000 Jahren (wobei auch nicht die Science-Fiction außer Acht gelassen wird). Ich kenne das Buch nicht, aber allein diese Beschreibung hat mich auf das Filmprojekt aufmerksam gemacht. Regie führt Tom Twyker („Das Parfum – Die Geschichte eins Mörders“), unter den Schauspielern finden sich Größen wie Tom Hanks („Forrest Gump“) oder Halle Berry („Monster’Ball“). „Cloud Atlas“ wird die bisher teuerste deutsche Filmproduktion sein, einen Erscheinungstermin konnte ich noch nicht finden.

Als nächstes möchte ich auf das aktuelle Projekt des Ausnahme-Regisseurs Quentin Tarantino aufmerksam machen: „Django Unchained“ wird sein neuer Streifen heißen – und allem Anschein nach wird es sich um einen waschechten Western handeln, selbstverständlich gewürzt mit für Tarantino typischen Zutaten. Inspiriert von den Spaghetti-Western der 60er Jahre soll es um die Rache eines Sklaven an seinem früheren Herrn gehen. Die Besetzung liest sich bisher äußerst interessant: Christoph Waltz („Inglourious Basterds“), Jamie Foxx („Ray“), Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“), Leonardo DiCaprio („Inception“) und Kevin Costner („Der mit dem Wolf tanzt“). Abgesehen davon, dass bestimmt wieder mit einer Glanzleistung von Waltz zu rechnen ist, bin ich persönlich äußerst gespannt darauf, wie sich DiCaprio als Bösewicht macht. „Django Unchained“ wird Weihnachten 2012 ins Kino kommen.

Zum nächsten Film lässt sich leider weniger sagen. Es handelt sich um eine Verfilmung von Stephen Kings Horrorepos „It“. Bereits 2009 wurde ein Remake angekündigt, handfeste Entwicklungen gab es seitdem allerdings nicht. Die wenigen Informationen, die es gibt, trüben auch meine Vorfreude: Anscheinend hat man vor, die Geschichte zu modernisieren und äußerst brutal darzustellen. Es wird sich zeigen, ob sich das etwa 1500 Seiten starke Buch würdig verfilmen lässt – oder ob das Ergebnis am Ende nur ein weiterer durchschnittlicher Horrorfilm ist.

Kommen wir zu einem hoffnungsvollerem Projekt. Regisseur Darren Aronofsky (den meisten durch „The Wrestler“ und „Black Swan“ bekannt) möchte sich des biblischen Stoffes von Noah und der Arche annehmen. Laut einigen Interviews schwebt ihm ein opulenter Fantasyfilm vor – doch Aronofskys Hang zu Charakterdramen wird im Film sicher auch deutlich spürbar sein. Ich bin äußerst gespannt darauf, inwiefern „Noah“ biblische Motive aufgreift, beziehungsweise mit existentiellen Fragen spielt. Dass laut Gerüchten Christian Bale („The Dark Knight“) die Hauptrolle übernehmen könnte, wäre ein weiterer Grund zur Freude.

Sam Raimis („Spider-Man“) nächster Film wird den Titel „Oz: The Great And The Powerful“ tragen. Ich muss gestehen, dass ich mich mit der Geschichte des Zauberers von Oz so gut wie gar nicht auskenne. Hauptsächlich reizt mich das Projekt aufgrund der starken und stellenweise skurrilen Besetzung: James Franco („127 Hours“), Mila Kunis („Black Swan“) und Zach Braff („Scrubs“). Außerdem ist Sam Raimi grundsätzlich ein guter Regisseur und hat trotz „Spider-Man 3“ weitere Chancen verdient. „Oz: The Great and Powerful“ soll 2013 erscheinen.

Im Jahr 2009 gelang es Regisseur J.J. Abrams („Lost“) mit die Mutter der Science Fiction erfolgreich neu zu beleben. Sein Film stellt meiner Meinung nach den gelungenen Versuch dar, sowohl alte, als euch neue Fans von „Star Trek“ anzusprechen – auch, wenn viele Trekkies immer noch mit der Vernichtung des Planeten Vulkan zu kämpfen haben. Die Fortsetzung lässt nun länger auf sich warten, als angenommen. Aber anscheinend möchte Abrams – nachdem „Super 8“ nun unter Dach und Fach ist – sich wieder stärker „Star Trek“ widmen. Mich persönlich würde es sehr freuen, den äußerst sympathischen Cast auf neuen Reisen durch den Weltraum zu begleiten.

Ich muss zugeben, dass ich mit Superman so meine Probleme habe – diese beginnen bei seinem allzu knalligem Kostüm und enden bei seiner langweiligen Unbesiegbarkeit. Dennoch hat mich das erste offizielle Bild von „Superman: Man of Steel“ neugierig gemacht. Ebenso interessant ist die Liste derer, die am Film beteiligt sind. Während der visuell großartige Zack Synder („Watchmen“) auf dem Regiestuhl sitzt, findet sich in der Liste der Produzenten Christopher Nolan („The Dark Knight“). In den Reihen der Schauspieler lassen sich Größen wie Kevin Costner („Der mit dem Wolf tanzt“) oder Russell Crowe („Gladiator“) finden, der Titelheld wird vom eher unbekannten Henry Cavill dargestellt. Möglicherweise lohnt es sich, „Superman: Man of Steel“ weiter im Blick zu behalten. Der Film soll 2013 ins Kino kommen.

Und wir bleiben bei den Comichelden. Nach dem Debakel von „Spider-Man 3“ und dem Ausstieg von Sam Raimi samt gewohntem Cast soll es nun zu einem Reboot kommen. Dies ist zur Zeit ja ein sehr beliebter Kniff Hollywoods, den man auf einen Mangel an neuen und kreativen Ideen zurückführen könnte. Allerdings würde ich behaupten, dass Comics ja an und für sich einer ständigen Umwandlung und Neuinterpretation unterworfen sind. Insofern halte ich das Reboot „The Amazing Spider-Man“ für keine allzu schlechte Idee – auch, wenn sie möglicherweise fünf Jahre zu früh kommt. Dennoch liest sich der unverbrauchte Cast positiv und auch der erste Trailer weiß zu überzeugen. Andrew Garfield („The Social Network“ verkörpert den Titelhelden, während Emma Stone („Superbad“) in der Rolle von Gwen Stacy zu sehen sein wird. Spider-Man wird sich aller Voraussicht nach 2012 wieder durchs Kino schwingen und es dabei mit der Echse zu tun bekommen.

Nun geht es um ein Filmprojekt, das wohl vielen am Herzen liegen dürfte. Peter Jackson („Der Herr der Ringe“) verfilmt J.R.R. Tolkiens Roman „Der Hobbit“ in zwei Filmen: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ und „The Hobbit: There and Back Again“. Nach schier ewig andauernden Rechtskämpfen schwang sich Jackson schließlich selbst in den Regiestuhl und man kann jetzt davon ausgehen, dass die Vorgeschichte von „Der Herr der Ringe“ in den besten Händen ist. Besonders freue ich mich natürlich, bereits bekannte Gesichter wie Ian McKellen („X-Men“), Andy Serkis („King Kong“) oder Hugo Weaving („Matrix“) wieder zu sehen. Martin Freeman („Hot Fuzz“) wird den Hobbit Bilbo Beutlin spielen, der sich zusammen mit dem Zauberer Gandalf und einer Horde von Zwergen auf eine gefährliche Reise begibt. Die beiden Filme kommen Weihnachten 2012 und 2013 ins Kino.

Zum Schluss kommt mein persönliches Highlight: „The Dark Knight Rises“. Nach „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ steht Christopher Nolan („Inception“) nun kurz davor, eine nahezu perfekte Trilogie abzuliefern, was ja alles andere als häufig geschieht. In Nolans wohl letztem Comicabenteuer bekommt es Batman mit Bane zu tun, der ihm nicht nur intellektuell gewachsen, sondern auch körperlich überlegen ist. Der Bösewicht wird von Tom Hardy („Inception“) dargestellt, während Anne Hathaway („Love and Other Drugs“) ins Kostüm der diebischen Catwoman schlüpft. Ihre ersten Bilder haben unter Fans für geteilte Meinungen gesorgt, doch ich denke, dass man Christopher Nolan in seiner Umsetzung vertrauen kann und freue mich auf den Sommer 2012.

Ich hoffe, diese kleine Filmvorschau hat euch gefallen. Auf welche Streifen freut ihr euch? Die Popcornguys freuen sich über sämtliche Kommentare!

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2 Kommentare zu “Filmvorschau

  1. Nun, du kannst dir bereits vorstellen welche Filme mich in dieser Liste am meisten begeistern:
    Django Unchained, Noah, Oz, Star Trek, Hobbit und Dark Knight Rises!

    Von Cloud Atlas habe ich bisher noch gar nix gehört, doch die Beschreibung klingt des Buches allein klingt super – bin sehr gespannt! Es und Spiderman werde ich bestimmt auch gucken .. vielleicht sogar Superman 🙂

  2. Ich finde Cloud Atlas, Noah, Oz und Hobbit interessant und bin gespannt, welche Filme ich mir anschauen werde.
    Danke für diesen Blick in die Zukunft! 😉

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