The Illusionist

Titel: The Illusionist – Nichts ist wie es scheint (Originaltitel: The Illusionist)
Regisseur: Neil Burger
Musik: Philip Glass
Darsteller: Edward Norton, Paul Giamatti, Jessica Biel

Hier der Trailer

Wien um 1900: Mit seinen fantastischen Vorstellungen macht sich der Illusionist Eisenheim (Edward Norton) zur lebenden Legende. Selbst hochrangige Aristokraten werden auf den Zauberkünstler aufmerksam, und so nimmt selbst der Kronprinz Leopold an seiner Vorstellung teil. In dessen Begleitung befindet sich auch die Herzogin Sophie von Tesch (Jessica Biel) – Eisenheims Jugendliebe. Ihre Liebe entfacht wieder, obwohl Sophie bereits mit dem Kronprinz verlobt ist. Sie schmiedet Pläne, den Prinzen zu verlassen – bis sie schließlich ermordet wird. Eisenheim beginnt kurz danach seine Vorstellungen zu verändern. Fortan beschwört er auf der Bühne Geister. Als er schließlich den Geist der Herzogin von Tesch beschwört, und sie den Namen ihres Mörders nennen soll, wird Eisenheim verhaftet. Der Inspektor Uhl (Paul Giamatti) ist mit diesem Fall betraut, und er sieht sich gespalten zwischen seiner Achtung vor den Kunststücken Eisenheims und seiner Loyalität gegenüber Prinz Leopold.

Nichts ist wie es scheint. Die Worte, welche in der deutschen Version an den Originaltitel angehängt wurden (wenigstens wurde der englische Titel nicht mit einem englischen ersetzt) passen durchaus gut zum Inhalt des Films. Der Illusionist Eisenheim, brilliant dargestellt von Edward Norton, tut sein Bestes die Figuren des Films und die Zuschauer hinters Licht zu führen. Dabei wird in die Geschichte des rätselhaften Magiers eine herzzerreissende Liebesgeschichte eingesponnen, welche vorerst nicht nur an Klassenunterschied scheitert, sondern auch noch an politischen Entscheidungen, welche Bedeutung für ganz Europa aufweisen.
Stichwort Europa: Wenn amerikanische Filme europäische Geschichten mit europäischen Schauplätzen darstellen, bin ich immer leicht skeptisch. Dieser Film allerdings schafft es, ein durchaus authentisches Wien darzustellen. Einzig ein kleines Detail hat mich sehr gestört: In einem Notizbuch bewahrt Eisenheim den Trick zu seinem Kunststück „Der Orangenbaum“ auf. Was steht auf dem Umschlag dieses Büchleins? „The Orange Tree“. Ich sehe nicht ganz ein, warum ein Österreicher einen englischen Titel auf ein Buch schreibt, aber seis drum – ist ja nur ein kleines Detail.
The Illusionist ist spannend und trickreich inzeniert, gut in Szene gesetzt und mit (preisgekrönter) Musik unterlegt. Besonders gefallen hat mir Paul Giamatti, den ich bisher nur als fiesen Gangster aus dem (übrigens empfehlenswerten) „Shoot`em´up“ kannte. Im Grunde ist es seine und die Figur Eisenheims, welche den Film größtenteils tragen. Gute Arbeit liefert im Übrigen auch Rufus Sewell als aufbrausender Prinz Leopold ab.

Kurz gesagt: The Illusionist ist ein gelungener Thriller mit überraschenden Wendungen und stilvoller Atmosphäre. Zwar kann sich diese Inzenierung meines Erachtens nicht an einem Meisterwerk wie „Prestige – Die Meister der Magie“ messen, doch unterhält sie mit einer spannenden Story, in der nichts ist, wie es scheint.
Deshalb gibts von mir mal wieder 8 von 10 Popcornguys

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