Brügge sehen… und sterben?

Titel: Brügge sehen… und sterben? (Originaltitel: In Bruges)
Regisseur: Martin McDonagh
Musik: Carter Burwell
Darsteller: Colin Farrell, Ralph Fiennes, Brendan Gleeson, Clémence Poésy

Hier der Trailer

Urlaub haben sie sich verdient, so viel ist klar. Zwar ist der letzte Auftrag in London ganz und gar nicht nach Plan verlaufen, doch gerade deswegen können Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) ein wenig Ruhe ganz gut vertragen. Aber ausgerechnet in Brügge? Dort sitzen die beiden Auftragskiller zwischen malerischen Kanälen und mittelalterlichen Kirchen und warten tagelang auf einen Anruf von ihrem Boss Harry (Ralph Fiennes) mit weiteren Instruktionen. Während Ken versucht, sich den kulturellen Reizen der mittelalterlichen Stadt zu widmen, entfacht Ray nach alter Gewohnheit sofort allerhand Krawall: Er prügelt sich mit Touristen, feiert wilde Partys mit dem zwergwüchsigen Hauptdarsteller eines surrealistischen Films und bändelt zu allem Überfluss auch noch mit der lokalen Schönheit Chloé (Clémence Poésy) an. Wen wunderts, dass deren Ex-Freund davon wenig begeistert ist. Noch weniger begeistert von dem lärmenden Treiben aber zeigt sich bald auch der Boss. Vor allem wegen dem vermasselten Auftrag soll Ken seinen Kumpel nun ruhig stellen – und zwar endgültig…

Der Trailer spricht eine eindeutige Sprache, und auch die Beschreibung gibt schon einiges über diesen Film preis: Er ist clever und witzig. Fast zu witzig kommt er mir in diesem Trailer vor. Zwar gibt sich Colin Farrell toll als dauergepisster Tourist, doch unterliegen seine Stimmungsschwankungen nicht nur der Tatsache, dass er sich im „Scheißkaff“ Brügge gefangen sieht, sondern auch die Erinnerung an seinen letzten Auftrag. Dieser ging gehörig schief – so schief, dass Ray sein Leben nicht mehr erträgt. Sein Kumpel Ken, glänzend verkörpert von Brendan Gleeson, kann ihn dabei auch nicht ablenken, indem er ihn für die wunderschöne Altstadt zu begeistern versucht. Witzig und absurd kommen dabei  die Begegnungen mit dem zwergwüchsigen Schauspieler Jimmy (Jordan Prentice), Chloé und ihrem Exfreund Erik (Jérémie Renier) daher. Das Geschehen entwickelt sich spannungsvoll und interessant. Vom Boss Harry ist vorerst noch gar nichts zu hören, doch man ahnt, dass sich Ray und Ken nicht umsonst in Brügge befinden. Harry, der Brügge als „märchenhaften Ort“ bezeichnet, wollte seinem Auftragskiller (paradoxerweise) etwas Gutes tun, bevor er ihn töten lässt. DieseSpannungsfelder gipfeln sodann in einem actiongeladenen und auch recht blutigen Showdown, den das verschlafene Brügge wohl noch nie erlebt hat.

Ein Fazit also: „Brügge sehen… und sterben?“ ist eine tiefschwarze Gangsterkomödie mit nachdenklichem Ton, nett umgesetzt und mit tollen Gags versehen. Darf sich in der DVD-Sammlung also durchaus sehen lassen! 8 von 10 Popcornguys

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