„Ananas Express“

Titel: Ananas Express (Originaltitel: Pineapple Express)
Regisseur: David Gordon Green
Musik: Graeme Revell
Darsteller: Seth Rogen, James Franco, Gary Cole, Rosie Perez, Danny McBride

Hier der Trailer

Dafür würde er meilenweit gehen: Als dem dauerbekifften Dale (Seth Rogen) mitten in der Nacht der Stoff ausgeht, macht er sich auf den Weg zu seinem Dealer Saul (James Franco). Der hat was ganz Besonderes für ihn parat: eine Neuzüchtung namens „Ananas Express“. Doch ehe Dale in den Genuss kommt, wird er zufällig Zeuge eines Mafia-Mordes, in den eine korrupte Polizistin (Rosie Perez) und der städtische Drogenboss (Gary Cole) verwickelt sind. Bei seiner panischen Flucht lässt er dummerweise einen Joint mit Ananas Express am Tatort zurück, was ihn und seinen Dealer ganz oben auf die Abschussliste der Gangster bringt. Auf der wilden Flucht vor dem Mob wird den beiden Kiffern schnell klar, dass sie nicht an Gras-bedingter Paranoia leiden, sondern wahrlich Grund zur Sorge um ihr Leben haben…

Der Trailer lässt bereits erahnen, dass es sich bei diesen Film um eine herrlich schräge, verrückte Kifferkomödie handelt. Die Angabe „von den Machern von Superbad“ lässt in Sachen Gagfeuerwerk schon einiges erwarten, und meines Erachtens erfüllt der Film diese Erwartungen auch. Nicht nur dass ich Seth Rogen und James Franco als Schauspieler sehr schätze, sie brillieren in diesem Streifen schlicht als dauerbekifftes Chaos-Duo, welches man sofort ins Herz schließt. Die Bösewichte sind angenehm klischeehaft gezeichnet, wobei der Zuschauer ebenso immer wieder Zeuge der ehepaarhaften Streiteren der beiden Auftragskiller wird.
Was den Film wohl auszeichnet sind die belanglosen, lustigen Dialoge zwischen Dale und Saul. Obwohl die beiden in höchster Gefahr schweben, wirken sie stets wie ein Paar hilfloser und verspielter Kinder. Ein Gag nach dem Anderen verlangt den Lachmuskeln der Zuschauer einiges ab – sofern sich diese auf blödsinnige Witze und wenig Realismus einlassen. Gerade James Franco als gechillter und warmherziger Drogendealer brachte mir persönlich die meisten Lacher ein.
Gut, der Umgang mit Drogen wird hier natürlich extrem banalisiert – wie in vielen dieser Kifferkomödien. Doch dieser Film besitzt absolut nicht den Anspruch, in irgendeinem  Bestandteil ernsthaft zu sein: Alles was hier geschieht ist irgendwo eine Parodie auf Drogenkonsum, auf Macht- und Geldgier, auf die Menschen selbst!
Sicher ist der Streifen nicht für jedermann – doch wer sich gerne einmal auf ein verrücktes und vernebeltes Gagfeuerwerk einlassen will, ist mit Ananas Express sehr gut beraten. Von mir erhält er 9 von 10 Popcornguys.

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