„Insomnia – Schlaflos“

Titel: Insomnia – Schlaflos (Originaltitel: Insomnia)
Regisseur: Christopher Nolan
Musik: David Julyan
Darsteller: Al Pacino, Robin Williams, Hilary Swank

Beschreibung auf dem Cover

Der erfahrene Detective Dormer und sein Partner Hap reisten in ein verschlafenes Städtchen in Alaska, ein Ort, wo die Sonne im Sommer niemals untergeht. Die beiden sollen den Mord an einer 17-Jährigen untersuchen. Gleich am ersten Abend eröffnet Hap seinem Kollegen, dass er bei internen Untersuchungen gegen ihn aussagen wird. Als sie wenig später dem Killer eine Falle stellen, erschießt Dormer im dichten Nebel versehentlich seinen Partner. In die Enge getrieben, schiebt er die Schuld auf den Mörder. Der meldet sich bald darauf bei ihm und zwingt Dormer ein ausgeklügeltes Katz-und-Maus-Spiel auf. Die Situation spitzt sich zu, als auch noch die intelligente Nachwuchspolizistin Ellie Burr sein Vorgehen in Frage stellt.

Verbrechen schläft nicht. Und es ist nicht nur die Mitternachtssonne, die Dormers Schlaflosigkeit provoziert. Hier geht es nicht mehr um irgendeinen Mordfall – hier geht es um seinen eigenen Kopf…

Filmkritik

Kürzlich kam ich in den Genuss von „Insomnia“ und wurde wieder einmal in meiner Theorie bestätigt, dass Christopher Nolan schlicht und einfach nicht anders kann, als gute bis ausgezeichnete Film abzuliefern.

Al Pacino spielt mit großer Intensität Detective Will Dormer, der im Laufe des Films immer mehr an der Schlaflosigkeit und der Schuld am Tod des Partners zerbricht. Ihm zur Seite steht Hilary Swank in der Rolle einer aufstrebenden Polizisten namens Ellie Burr, die Dormer zunächst bewundert, ihm wegen Ungereimtheiten doch allmählich auf die Schliche kommt. Aber die womöglich interessanteste schauspielerische Leistung im Film liefert Robin Williams. Ihn in der Rolle des Bösewichts zu sehen, mag am Anfang befremdlich wirken – doch schon bald kauft man ihm den naiven und verschmähten, jedoch gleichermaßen gefährlichen Krimiautor Walter Finch ab.

„Insomnia“ entwickelt eine zunehmend aufregende Dynamik, wenn Dormer und Finch in eine spezielle Abhängigkeit voneinander geraten und gemeinsam versuchen, Schuld neu zu definieren und sie geschickt anderen anzuhängen. Dass dieses Bündnis auf äußerst wackligen Beinen steht, trägt zur ansteigenden Spannung des Films bei, welche durch einzelne aufpeitschende Action-Sequenzen weiter verstärkt wird. Das Ende des Films behält das hohe Niveau bei und führt zu einer Versöhnung mit der Figur des Will Dormer, der zu seiner Schuld stehen möchte.

Auch wenn „Insomnia“ nicht so gekonnt verzwickt wie „Prestige – Meister der Magie“ und auch nicht so bahnbrechend wie „Inception“ ist, hat Christopher Nolan hier einen äußerst hochwertigen Thriller geliefert, der für mich zwar kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall empfehlenswert ist.

Ich vergebe 8 von 10 Popcornguys!

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